Unfulfilled Desires - Wenn die Sehnsucht die Vernunft besiegt [Irina]

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Unfulfilled Desires - Wenn die Sehnsucht die Vernunft besiegt [Irina]

Beitrag  Rosalice am Mi 04 Mai 2011, 12:13

Da letzte Woche neue Stills zu BD veröffentlich wurden und auf denen auch Irina zu sehen war, hab ich mir überlegt, wie es ihr in der Zeit so erging, und so kam mir die Idee, eine FF zu schreiben


Titel: Unfulfilled Desires - Wenn die Sehnsucht die Vernunft besiegt
Autor: Rosalice
Hauptcharaktere: Irina und andere bekannte Charaktere aus den Twilight-Büchern
Kommentare: Klick

Die Charaktere gehören Stephenie Meyer, bis auf die von mir erfundenen. Ich verdiene mit der FF kein Geld.

Die Geschichte fängt zu der Zeit an, in der auch "Breaking Dawn" anfängt und handelt vom Vampir Irina, die zum Denali-Clan gehört. Nachdem ihr ihre große Liebe Laurent genommen wurde, will sie nur noch eins von seinen Mördern: eine Erklärung. Und zwar schnell.


Zuletzt von Rosalice am Mi 04 Mai 2011, 13:16 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Kapitel 1 - Erst der Anfang

Beitrag  Rosalice am Mi 04 Mai 2011, 12:14

Irina fühlte, wie die Wärme des Kaffes langsam durch den Keramikbecher sickerte und ihrer eiskalten Hand zumindest oberflächlich ein wärmendes Gefühl verlieh. Sie wippte mit ihrem Fuß hin und her und blickte sich nervös in dem kleinen Café um, während sie mit ihrer anderen Hand immer wieder auf den Tisch klopfte. Keiner der Leute, die sich in dem Raum aufhielten, verhielt sich in irgendeiner Weise auffällig. Es waren durchschnittlich aussehende Menschen, die an ihren Tassen und Gläsern nippten, Dessert aßen und lachten, ihrer Arbeit auf den flackernden Bildschirmen der Computer die in einer Ecke standen nachgingen oder sich mit ihren Freunden über den neusten Tratsch unterhielten.
Irina seufzte. Sie würde alles dafür geben, um ein so unbeschwertes und einfaches Leben zu führen wie diese Sterblichen. Doch für sie war ein anderes Schicksal bestimmt. Sie war ein Vampir. Sie mochte ihr Dasein als übernatürliches Wesen, doch es brachte auch seine Schwierigkeiten und Tücken mit sich. Sie starrte auf das Bild, das ein paar Meter entfernt an der Wand hing. Darauf zu sehen war ein glückliches Paar, das sich innig umarmte und küsste, während hinter ihnen die Sonne unterging und das Bild in ein Meer von roter und oranger Farbe tauchte. Schlagartig drängten sich Bilder, die sie bisher versuchte zurückzuhalten, in den Vordergrund und erinnerten sie an ihre eigene Liebe.
Laurent.

Er war im letzten Sommer zu ihr und ihren Schwestern Tanya und Kate gekommen, um bei ihnen zu leben. Zwar hatte er die Lebensweise der Denalis, sich nur von Tierblut zu ernähren, nie wirklich verstehen oder selbst annehmen können, trotzdem hatte er den Willen gehabt, sie zu akzeptieren.
Eines Tages hatte er Irina auf einen Berg geführt, von dem aus man auf einen eisblauen Fluss hatte blicken können, der leise vor sich hinplätscherte und sie von einem kleinen, grünen Stück Wald trennte, den sie ebenfalls von dort oben überschauen konnten. Sie hatte die Augen geschlossen und gierig die Luft, die sie eigentlich gar nicht brauchte, eingesogen. Sie fühlte sich erfrischend und rein an. In diesem Moment hatte Laurent seine Lippen auf ihre gedrückt und damit seine Liebe gestanden. Worte waren überflüssig, denn sie empfand schon lange das Gleiche. Hätte ihr Herz in diesen Sekunden noch Blut durch ihren Körper gepumpt, wäre es in diesem Moment für einen kurzen Augenblick stehen geblieben.
Doch ihre Verbundenheit währte nicht lange, da er für einen Gefallen den er einem seiner Clanmitglieder schuldete, zurück nach Forks reisen musste. Dort hatten die Cullens, von denen Irina eigentlich gedacht hatte sie wären ihre Freunde, ihn einfach abgeschlachtet.
Sie stellte sich vor, wie Laurent und sie, anstelle des anderen Pärchens auf dem Bild, in den Sonnenuntergang blickten und sich umarmten.
Plötzlich wurde sie von einem spitzen Schrei aus ihren Gedanken gerissen.

Sie drehte ihren Kopf nach links und sah, wie sich eine junge Mutter am Nachbartisch mit ihrem kleinen Jungen ein Wortgefecht lieferte und dem Kleinen zu verstehen gab, dass dies der letzte Bonbon für heute war. Der kleine Junge muss etwa drei Jahre alt gewesen sein, genau wie Irinas kleiner Bruder Vasilii, den sie niemals richtig hatte kennenlernen dürfen. Sie lächelte das kleine Kind an, das ihren Blick auffing, auf sie zeigte und etwas unverständliches brabbelte. Die Mutter des Jungen wühlte in ihrer Tasche und bemerkte die Verwunderung ihres Kindes nicht. Schnell sah Irina sich um, fixierte den Keks auf ihrer Untertasse und reichte ihm mit einer blitzschnellen Bewegung den Jungen, der sofort die Hand ausstreckte und sich glucksend über den Keks hermachte. Die Mutter sah völlig verdutzt auf und drehte sich zu Irina um, die sich grinsend bereits wieder ihrem inzwischen lauwarmen Kaffee zugewandt hatte. Diese kleinen Momente lenkten sie vom bereits Geschehenden und noch Bevorstehenden ab. Denn sie saß natürlich nicht ohne Grund in einem Café in Forks und wartete auf jemanden, von dem sie gar nicht wusste, wie er aussah. Und sie hatte ihre Schwestern nicht ohne Grund mit der Lüge, sie würde eine Freundin in Chicago besuchen, abschütteln wollen. Erneut wurden ihre Gedanken unterbrochen.

Sie hörte die kleinen Glöckchen über der Tür läuten, als jemand über die Türschwelle trat. Instinktiv drehte sie sich um und sah einen großgewachsenen, dicklichen Mann mit schütterem Haar, der in einem abgetragenen Mantel steckte und gerade seinen tropfenden Regenschirm in den Ständer stellte. Dann sah er sich prüfend um, erblickte Irina, kniff kurz die Augen zusammen und kam dann in schnellen Schritten auf sie zu.
Augenblicklich verharrte Irina's rechte Hand in den kleinen Kerben, die ihre Fingernägel in dem Tisch hinterlassen hatten. Sie beobachtete den Mann, wie er sich wortlos auf den ihr gegenüberstehenden Stuhl setzte.
"Wie haben sie mich erkannt?," fragte sie tonlos.
Die Mundwinkel des Mannes zuckten für einen Moment. "Nun, in einem grauen, alten und scheinbar unscheinbarem Café sind Augen und Austrahlung wie Sie sie haben nicht leicht zu übersehen." Natürlich. Dass er ein auffälliges Erscheinungsbild hatte, konnte man allerdings nicht gerade behaupten. Nachdenklich sah er sie mit großen, grauen Knopfaugen an, während seine Wangen immer mehr an Farbe gewannen.
"Und? Können Sie mir sagen, wo ich sie finden kann?," drängte sie. Der Mann zuckte mit den Schultern. "Natürlich. Aber nur, wenn Sie auch Ihren Teil der Abmachung einhalten können." Einen Augenblick lang widersetzte sie sich dem Impuls, ihn beim Kragen zu packen. Er strapazierte ihre Geduld und verschwendete ihre Zeit. Sie seufzte genervt, griff in ihre Hosentasche und legte das Bündel Geldscheine vor ihn auf den Tisch. Er nickte zufrieden. "Sie wohnen in einem Haus, dessen Wände ganz und gar aus Glas sind. Es steht in einem abgelegenem Wald und...," Irina unterbrach ihn mit einem bitteren lachen.
"Schon gut. Ich weiß, wo das ist. Sie wohnen also immer noch dort. Behalten Sie das Geld." Mit einer fließenden Bewegung stand sie auf, während der Mann nur staunende Blicke für sie übrig hatte. Sie dreht sich um und ging auf die Tür zu. Der kleine Junge vom Nachbartisch winkte ihr zu.
Nun konnte sie die Cullens endlich zur Rede stellen und sie fragen, wieso sie ihr die einzige Hoffnung auf ein bisschen Normalität in ihrem Leben genommen hatten.

"Jetzt können sie mir nicht mehr ausweichen," dachte sie und trat in den Regen, der wie kleine Kieselsteine auf den Boden fiel.

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