Ein ungewöhnliches Weihnachtsfest mit der Familie Cullen (OneShot)

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Ein ungewöhnliches Weihnachtsfest mit der Familie Cullen (OneShot)

Beitrag  Gast am Sa 25 Dez 2010, 00:44

Ein ungewöhnliches Weihnachtsfest mit der Familie Cullen
One Shot
Ich packte das Geschenk meiner Liebsten in ein goldenes Geschenkpapier ein. Sorgfältig strich ich jede Unebenheit glatt. Keine Falte sollte später auf dem kleinen, quadratischen Päckchen zu sehen sein. Vorsichtig, um nichts kaputt zu machen, band ich ein rotes Seidenband um das Paket herum. Oben wickelte ich die Enden zu einer schönen Schleife zusammen. Meine Hand griff ohne, dass meine Augen den Blick von dem Geschenk nahmen, zu einem kleinen weißen Kärtchen mit roten, dünnen Bändchen und einem Füller. Ich beugte mich über die Karte und schrieb in einer sauberen, eleganten Schrift: „Für Bella“ drauf. Behutsam befestigte ich das Kärtchen an dem Paket und sah mir zum Schluss jeden Winkel genau an.
Stolz zogen sich meine Lippen zu einem Lächeln auseinander. „Perfekt!“ Bella wollte zwar nicht, dass ich ihr etwas schenkte, doch was wäre ein Weihnachten, ohne Geschenke?
Ich gebe zu, meine Familie und ich haben uns da noch nie groß Gedanken über dieses Fest gemacht, doch jetzt da ich Bella hatte, muss dies gefeiert werden! Mein Ein und Alles musste ein schönes Weihnachtsfest bekommen, dafür würde ich schon sorgen.

Mein Körper erhob sich von dem Fußboden, auf dem ich gerade noch saß. Das Päckchen stellte ich liebevoll auf dem Tisch in meinem Zimmer. Heute war Heiligabend und Bella würde in wenigen Stunden vor der Tür stehen. Unten hörte ich Esme kochen, während Alice das Haus dekorierte. Der Rest unserer Familie war mit Jasper jagen gegangen. Wenn Bella gleich kommen würde, mussten wir jede Vorsichtsmaßnahme treffen. Ich rannte nach unten um meiner Mutter vielleicht behilflich sein zu können. Ich war einfach so aufgeregt, würde es Bella heute gefallen?

Ein leiser Seufzer verließ mein Mund, als ich im Türrahmen der großen Küche stand. „Ach, Edward…Und hast du das Geschenk nun eingepackt?“ Esme drehte sich liebevoll lächelnd um. Sie war eine perfekte Mutter und sie liebte Bella. Sie behandelte meine Liebste so, als wäre sie ihre eigene Tochter und das fand ich schön. Sie sollte sich bei uns wohlfühlen, sollte nicht denken, dass wir kalte Wesen waren, obwohl es ja so war. Wir waren nun mal Vampire, doch allein der Gedanke daran, Bella würde uns für gefühllos halten, war schlimm genug.

Ich nickte lächelnd. „Ja, das Päckchen ist nun fertig.“ „Schön, das freut mich, wirklich. Bella wird es sicher gefallen. Das ganze Fest wird sie lieben. Davon gehe ich aus. Nur ob das Essen ihr schmecken wird…..“ Ich hörte meine Mutter seufzen. „Ich habe doch so lange nicht mehr gekocht…..“ Ein bedrückter Unterton schwamm in ihren Worten mit. Ich winkte ab. „Ich bin mir sicher, du bekommst etwas…Leckeres zustande.“ Mein Blick wandte sich von meiner Mutter ab und fiel auf die Uhr. „Oh…Nur noch zwei Stunden!“ Ich war so aufgeregt, wie ein verliebter Teenager vor seinem ersten Date! Diese ganzen Gefühle waren noch so neu für mich und ich wusste, dass sie für immer anhalten würden. Ich liebte Bella bedingungslos!

Esme stellte die stinkende, gewürzte Ente in dem Ofen und schob ihn zu. „So….“ Klang ihre Stimme in meinen Ohren. „Das wars.“ Ich war etwas enttäuscht, dass sie schon fertig war, was sollte ich nun tun? Esme hatte anscheinend bemerkt, wie es mir ging, denn sie dachte nun daran, dass Alice die Wohnung schmückte. Du kannst ihr ja helfen. Meinte sie. „Dekorieren?“ Ich wusste nicht, ob ich darin so geschickt sein würde……Aber ich brauchte nun mal irgendetwas zu tun, sonst würde ich noch das Haus auf dem Kopf stellen. „Na gut….“ Meinte ich leicht mürrisch und rannte ins Wohnzimmer, wo meine Schwester gerade mit der Lichterkette fertig geworden ist. „Und, was meinst du? Also ihr wird es gefallen. Ich habs gesehen!“
Alice grinste mich frech an, während ich mir die 20 Meter lange Lichterkette ansah, die das ganze Wohnzimmer ausfüllte.

Ich zog meine Braue hoch. „Sicher, dass du die richtige Vision gewählt hast?“ Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Bella so viel Deko gefallen würde. Sie mochte es ja lieber dezenter….Alice musterte mich grimmig. „Meine Visionen funktionieren noch ganz gut, also mach dir darüber mal keine Sorgen!“ Sie wandte sich den Engelchen zu, die sie sorgfältig über all verteilt in dem ganzen Haus aufhängte. Und ich mache das ganz alleine! Such dir eine andere Beschäftigung und nerv mich nicht, ich muss mich konzentrieren, schließlich soll es ihr ja auch gefallen. Ein leises Knurren verließ meine Kehle. „Ich hoffe auch sehr, dass es ihr gefällt, sonst köpf ich dich!“ Du kannst mich nicht köpfen! Ich bin deine Schwester, du würdest das nie über dich bringen.

Geschickt blendete ich nun wieder ihre Gedanken aus. Manchmal konnte mich das kleine Wesen auf 180 bringen. Eigentlich gab es ja gar nichts, über was ich mich ärgern könnte, sie hatte ja nicht wirklich was gemacht, aber heute musste einfach alles stimmen und perfekt sein, es musste Bellas schönstes Weihnachtsfest werden! Darum war ich wohl leicht angespannt.
Noch schlimmer jedoch war es, dass ich immer noch nicht wusste, was ich tun konnte. Bella würde erst in knapp zwei Stunden hier sein, wie sollte ich die Zeit um bekommen? Sollte ich vielleicht…? Ich lächelte und ging zu meinem Klavier, wo ich mich auf den Hocker setzte und sofort anfing eine Melodie zu spielen. IHR Schlaflied, welches ich damals, als ich sie kennen gelernt hatte, komponierte und ihr nun jeden Abend vor summte.

Die süßlichen Töne gingen langsam in einer, mir völlig fremde Melodie über. Das war es! Lächelnd spielte ich meine Gedanken auf das Klavier nieder. Ich würde ihr diese Melodie nach der Bescherung vorspielen! Die Töne klangen zart und liebevoll. Genau das, was meine Beziehung zu Bella beschrieb. Würde sie vielleicht wieder vor Freude weinen? Als ich ihr das Schlaflied vorgespielt hatte, hatte sie auch geweint. Ich hoffte, dass sie es dieses Mal auch tun würde. Freudentränen…..

Ich spielte das Stück mit einem langen Ton zu ende. Seufzend sah ich auf die Tasten und hoffte, dass mich meine Familie nach der Bescherung mit Bella alleine ließ. Ich wollte nicht, dass sie den Moment mit bekamen. Klar hatten Alice und Esme das Stück sicher gehört, doch wollte ich es Bella später alleine vorspielen, wusste, dass sie sonst niemals ihre wahren Gefühle offen legen würde. Es würde ihr zu peinlich sein, wenn meine ganze Familie davor stehen würde. Leise lachte ich. Meiner kleinen Bella war so ziemlich alles peinlich. Alles was ich so liebevoll, reizend und süß an ihr fand, fand sie abscheulich an ihr.

Edward, sie kommt…..Nur noch zehn Minuten! Das waren Alices Gedanken. Manchmal war ihre Gabe nervig, ihr konnte man zum Beispiel nie eine Überraschung machen, sie wusste immer schon darüber Bescheid. Doch jetzt war sie doch ganz nützlich. So wusste ich genau, wann meine Bella kam und ich konnte mich vorbereiten. Ich stand auf, schob den Hocker sorgfältig an und rannte in mein Zimmer. Dort stellte ich mich vor dem Spiegel und schaute, ob alles perfekt saß. „Hm..“ Leicht nickte ich. Mein weißes Hemd, welches ich mir extra für diesen Anlass gekauft hatte, saß perfekt. Oben waren zwei Knöpfe geöffnet, sodass es lockerer aussah. Außerdem trug ich eine dunkelgraue Jeans, die unten etwas schmaler zu ging und schwarze, teure Lackschuhe. Würde ich ihr gefallen?

Ich war wirklich zu aufgeregt. Wie würde sie heute Abend überhaupt aussehen? Ein leiser Seufzer entfuhr meinen Lippen. Unten regte sich nun etwas. Rosalie, Emmett, Carlisle und Jasper waren von der Jagd zurück gekommen. Alle schienen etwas in Hektik zu sein. Ich entschloss mich, wieder runter zu gehen.
Die Gedanken meiner Familie kreisten nun vollkommen um das Weihnachtsfest. Alice, Esme, Carlisle und Emmetts Gedanken waren damit beschäftigt, wie es wohl sein würde richtig Weihnachten zu feiern und ob alles so stimmte und es Bella gefiel.
Alice hatte die Tanne extra noch nicht geschmückt. Ich hatte sie vorher gebeten es zu lassen, damit wir sie nachher, wenn Bella da war, alle gemeinsam schmücken konnten. Rosalies Gedanken kreisten einzig und alleine um ihr Aussehen. Sie war in ihr Zimmer und zog sich um. Ich wollte nicht weiter in ihren Gedanken schnüffeln.
Jasper sorgte sich. Er wollte, dass es ein schönes Fest werden würde, doch hatte er Angst, er könnte es vermasseln, in dem er Bella…..Ich hörte schnell weg. Er stand an der Glaswand im Wohnzimmer und schaute raus. Ich näherte mich ihm und legte meine Hand auf seine Schulter. „Du warst jagen und du hast keinen Durst mehr.“ Versuchte ich ihn aufzumuntern. „Ich vertraue dir, Bruder! Du wirst ihr nicht weh tun.“ Langsam drehte sich Jasper zu mir um und lächelte. „Ich hoffe es…“ Er seufzte.

Unser Blick fiel gleichzeitig wieder auf die Einfahrt, als wir Bellas Truck hörten. „Sie kommt!“ Rief ich aufgeregt. Ich brauchte nicht zurück zu schauen um zu wissen, dass nun alle Familienmitglieder hinter uns standen. In Windeseile rannte ich zur Tür, öffnete sie und rannte nach draußen, wo Bella gerade ihren Chevy geparkt hatte und nun ausstieg.

Sofort half ich ihr dabei, in dem ich sie mit meinem Arm stützte, worauf sie erschreckt zusammen zuckte. „Edward!“ Meckerte sie mich an. Was war nun wieder falsch? Perplex schaute ich ihr in die Augen und versank in ihnen. „Du hast mich total erschreckt.“ Bella seufzte leise.
„Tut mir leid….Aber ich war schon den ganzen Tag so aufgeregt dich zu sehen, da musste ich einfach auf dich zu rennen!“ Entschuldigte ich mich ehrlich. Doch ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen. Sie war so niedlich, wenn sie sich über Kleinigkeiten aufregte.
„Na gut, ich nehme deine Entschuldigung an, weil du es bist.“ Lächelte Bella, ihre Wangen hatten ein leichten Rotschimmer. Ich versuchte mich von ihrem Gesicht zu lösen und schaute an ihr herunter.

Sie trug ein schwarzes, knielanges Kleid. Ich war mir sicher, dass Alice es ihr aufgezwungen hatte, denn von selbst hätte meine Liebste sich nie in so einen Fummel gezwängt. Obwohl es wirklich….Hinreißend aussah. Ich untertrieb, jedoch konnte man für ihr Erscheinungsbild keinen Ausdruck finden. Mein Blick war nun auf ihr Haar gerichtet. Es war elegant hochgesteckt. Einige Strähnen fielen ihr jedoch lose ins Gesicht. „Du siehst so wunderschön aus….“ Meinte ich mit einer sanften, liebevollen Stimme.
Meine Hand fuhr zärtlich über ihren Rücken. Ich Wangen färbten sich rot. Ich liebte es! „Ähm….D-Danke…D-Du auch.“ Schüchtern lächelte Bella. „Äh…Wir müssen mal…Also….“ Ich schmunzelte über ihre Nervosität. „Ja, ich weiß….Komm.“ Meine Hand legte sich sanft um ihre. Vorsichtig, damit sie nicht hinfiel, führte ich sie zum Haus, wo der Rest unserer Familie schon auf uns wartete.

Emmett, Rosalie und Jasper saßen auf dem Sofa. Esme war in der Küche beschäftigt. Alice huschte noch immer hin und her um das Haus noch dem letzten Schliff zu verpassen. Carlisle stand am Eingang und begrüßte Bella zu erst. „Herzlich Willkommen. Schön dich zu sehen, Bella. Ich hoffe sehr, es gefällt dir. Alice und Esme haben sich wirklich Mühe mit dem essen und der Dekoration gemacht“ Mein Vater lächelte freundlich. „Oh ja, es ist sehr schön hier.“Bestätigte Bella.
Ich war sichtlich erleichtert. Wenigstens das war Alice gelungen. Jetzt musste ihr nur noch das Essen schmecken. Alice kam nun auch an gehüpft und klatschte freudig in die Hände. „Das Kleid steht dir gut. Hab ich ja gesagt, komm….Wir müssen den Baum schmücken….“ Lachend zog Alice die verdutzte Bella mit. Ich zog eine Braue hoch und sah mir das Ganze an. Arme Bella….

„Na kommt schon…Nicht so faul!“ Trieb Alice uns an. „Ne….Lass uns do…“ „Nein! Es ist Weihnachten.“ Unterbrach Alice Emmett, der ganz gerne sitzen geblieben wäre. Seufzend erhob sich mein großer, starker Bruder und zog seine Frau direkt mit, welche sich nur mürrisch den Baum ansah.
„Na los, Leute. Hopp, hopp. Bella will den Baum schmücken.“ Ich schmunzelte, momentan sah Bella nicht so aus, als würde sie den Baum sooo unbedingt schmücken wollen. Sie sah eher irritiert aus. „Du auch!“ Hörte ich Alice´ Stimme. Bella lächelte mich leicht an. Na gut, dann mal los. Schließlich war es ja meine Idee den Baum gemeinsam zu schmücken.

Ich ging zu der Kiste mit dem Weihnachtsschmuck und holte eine der roten Kugeln raus. Widerwillig tat der Rest meiner Familie es mir nach. Sogar Jasper war aufgestanden und schmückte freudig den Baum. Für Alice, das wusste ich, tat er alles.
Meine Liebste nahm sich zögerlich eine Kugel und hängte sie an einem Ast der Tanne. Esme kam nun auch in das Wohnzimmer und stellte weihnachtliche Musik an. Dann ging sie zu Bella und begrüßte sie nun ebenfalls lächelnd. Meine Mutter nahm es sich nicht, ebenfalls mitzuhelfen und so war der Baum schnell geschmückt.

Da Bella ja Gast war, durfte sie die Spitze drauf setzen. Ich half ihr ein wenig, damit der Baum nicht umfiel. Zum Schluss steckte Alice noch den Stecker der Lichterketten an und das ganze Haus, samt Tanne, erstrahlte in festlichem Gewandt. „Oh…“ Machte meine Freundin. Freundin….Wie das klang….Ich verdrehte die Augen, was Bella wohl etwas falsch verstand. „Was denn? Es ist doch schön…..“ Verteidigte sie sich. Meine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. „Ja, meine Liebste, es ist wirklich schön.“ Bestätigte ich ihre Aussage und küsste sie auf die Stirn.
„So, Esme?“ Ich schaute meine Mutter an, sie nickte daraufhin. „Ich schau mal nach dem Essen.“ Lächelnd ging sie in die Küche und holte das Weihnachtsessen für Bella aus dem Ofen. „Dein Essen ist fertig….“ Flüsterte ich Bella ins Ohr, worauf sie sich zu mir umdrehte. „Was? Ihr habt doch nicht wirklich für mich gekocht, oder?“ Ich nickte etwas perplex. „Klar, warum denn nicht?“

Jasper räusperte sich und musste sich anscheinend ein Lachen verkneifen. Emmett boxte ihn in die Rippen, worauf es kurz danach zu einer Rauferei kam. Konnten die beiden sich nicht wenigstens heute benehmen? Auch Alice und Rosalie sahen die beiden streng an. Esme kam in das Zimmer und stellte Bellas, sehr vollen, Teller auf dem Tisch. „Jungs, sofort aufhören, so benimmt man sich nicht vor Gästen!“ Tadelte sie die beiden in einem immer noch freundlichen Ton. Beide jedoch ignorierten es.

Ich war wirklich enttäuscht von meinen Brüdern. Ich wollte für Bella ein schönes Weihnachtsfest und jetzt? Doch als ich zu meiner Liebsten sah, kicherte sie. Gefiel es ihr etwa? „Wenn ihr euch raufen müsst, dann macht das bitte draußen und lasst den Tannenbaum stehen.“ Meldete sich nun auch Carlisle, der die ganze Zeit über still in der Ecke stand. „Ja, aber der hat angefangen!“ Emmett zeigte auf Jasper und grinste. „Gar nicht wahr! Das warst du.“ Er schubste Emmett, sodass er beinahe gegen den Baum geflogen wäre. „Na schön komm….Wir sind gleich wieder da.“ Meinte er und rannte los, worauf Jazz ihn lachend folgte.

„Na du hast aber wirklich eine eigenartige Familie.“ Lachte Bella. Sie kannte die beiden ja und wusste wie sie manchmal waren, doch hätte nicht mal ich gedacht, dass sie sich nicht einmal heute benehmen konnten. „Ja…Total.“ Maulte Alice. „Naja gut…Na los, ess schon. Esme hat sich so große Mühe damit gemacht.“ Drängte Alice sie dazu. Alle setzten sich auf das Sofa. Ich führte Bella zu einem großen Sessel und bat sie Platz zu nehmen. Die Schönheit setzte sich und nahm Messer und Gabel in die Hand. Abwartend schauten wir sie alle an. Sogar Rosalie war einmal interessiert.
Bella jedoch wirkte ein wenig nervös, sodass ihr mehrmals das Essen von der Gabel rutschte, schließlich bekam sie es dann doch noch in den Mund. Sie kaute sehr langsam. Schmeckte es ihr nicht? Ich schluckte schwer. „Lecker.“ Meinte das Mädchen nach einer halben Ewigkeit, worauf wir alle lächelten und die Anspannung im Raume fiel. Ich sah dankbar zu Esme, die sich wirklich Mühe mit dem Essen gegeben hatte.

Auch Emmett und Jasper kamen wenig später kichernd in dem Raum, wo sie sich ebenfalls auf das Sofa setzten. „Und schmeckt es dir, Bella?“ Fragte dieses Mal Jasper sie. Bella sah etwas perplex hoch, es war wohl neu für sie, dass sich so viele darum kümmerten, wie ihr das Essen schmeckte. Leicht nickte sie und aß es dann zu Ende. „Fertig....Danke, das war wirklich sehr nett von euch.“ Bedankte die Brünette sich lächelnd und wurde etwas rot. War es ihr peinlich? Ich musterte meine Liebste.
„Na dann kann ja die Bescherung los gehen, oder nicht?“ Meinte ich und lächelte leicht. Was sie wohl über mein Geschenk sagen würde?

„Carlisle, holst du bitte alle Päckchen und legst sie unter unserer Tanne?“ Fragte Esme ihren Mann liebevoll. Er nickte, rannte durch das ganze Haus und kam mit allen Paketen zu uns um sie unter die Tanne zu legen. „Geschenken!“ Rief Emmett laut. Rosalie seufzte und verdrehte gelangweilt die Augen, während ich Bella dabei beobachtete, wie sie in ihrer Tasche rum wühlte. „So…“ Sie legte all die kleinen Päckchen unter dem Baum und setzte sich wieder. Abwartend schauten wir alle zu Alice. „Dann werden wir mal schauen…“ Sie bückte sich und gab zuerst Carlisle sein Paket. Er hatte letztens gemeint, dass er absolut nichts von uns haben wollte, wir seien ihn genug. Da haben wir uns einfach darauf geeinigt, dass wir, Esme, Emmett, Rosalie, Jasper, Alice, Bella und ich, ihn gemeinsam eine Kleinigkeit schenken würden.

„Ich wollte doch nichts haben!“ Meinte er dann und lächelte verlegen. „Ach, komm schon. Wir haben zusammen gelegt!“ Meinte Alice und sah in die Runde. Ich drückte meine Bella leicht an mich und gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. Wie nicht anders zu erwarten, wurde sie rot. Ich schmunzelte, sah aber dann wieder zu meinem Vater, der gerade dabei war sein Geschenk auszupacken. In dem Moment, als er das Geschenk öffnete lauschte ich seine Gedanken, normal hielt ich mich sonst immer aus den Köpfen meiner Familie, aber nun musste ich einfach wissen, was er zu seinem neuen Laptop dachte. Klasse….Das neuste Modell! Ein Lächeln breitete sich auf sein Gesicht aus. „Den wollte ich mir eigentlich selber kaufen, das neueste Modell….Echt super.“ Carlisle wendete sei Geschenk und sah es sich genauer an. „Danke.“ Meinte er warmherzig und schaute in die Runde. „An alle von euch!“ „Klar, wenn du schon nichts haben wolltest, mussten wir dir wenigstens eine Kleinigkeit spendieren.“ Meinte Emmett schalkhaft.

Ich bemerkte, wie Bella dabei die Luft geräuschvoll einzog. Für ihr war der Laptop mehr als nur eine Kleinigkeit. Vor allem, da es das neuste Modell auf dem Markt war und Emmett es als Kleinigkeit abstempelte.
„Aber nun mal los…..Esme ist als nächstes dran!“ Meinte Alice aufgeregt und überreichte ihr das Geschenk. „Oh, das wäre doch nicht….“ „Doch, es wäre nötig gewesen!“ Scherzte Jasper und deutete mit einem Kopfnicken zu dem Päckchen, damit sie es öffnete. Esme tat dies auch gleich und staunte über die teure Halskette aus purem Gold, welche wir für sie gekauft hatten. „Das ist ja….“ Sie konnte den Satz nicht zu Ende bringen, so überrascht war sie.
„Lass mich mal…“ Carlisle trat heran und nahm die Kette ganz vorsichtig in seinen Händen um sie ihr umzulegen. „Du siehst bezaubernd aus.“ Meinte er strahlend und gab ihr einen Kuss auf die Lippen. Esme wirkte ein wenig verlegen, da wir alle, außer Bella hinsahen. „Danke, vielen Dank, sie ist wirklich wunderschön.“ Bedankte sie sich bei uns.

Nach Esme wurde Emmett und Rosalie beschenkt, danach Jasper. Als Alice dran war, lachten wir alle, denn sie nahm ihre Päckchen, setzte sich neben Jasper und sah uns alle begeistert an. „Vielen Dank für meinen neuen Mantel, den Schuhen, die Tasche und die Freundschaftskette." Letzteres hatte Bella ihr geschenkt. "Es ist wirklich wunderschön und mir wird alles gefallen.“ Erst dann packte sie ihr Geschenk aus. Natürlich hatte sie sofort gewusst, was wir ihr gekauft hatten, somit war es für sie keine Überraschung, was eigentlich schade war.

Nachdem alle, bis auf Bella und mir beschenkt wurden sah ich meine Familie mit einem Blick an, der aussagte, dass ich nun ganz gerne mit Bella alleine sein wollte. Alle verabschiedeten sich mit einem Nicken und gingen in ihre Zimmern.
Leicht lächelte ich und ging vor Bella in die Hocke. Ich nahm ihre Hand in meine. Nein, dies würde noch kein Heiratsantrag sein. So etwas wollte ich ihr nicht zu Weihnachten schenken.

Ängstlich sah sie mich an. Dachte sie etwa, es würde genau das sein? Um sie zu beruhigen strich ich sanft über ihren Handrücken. „Es ist nicht das, was du vielleicht denkst…“ Meinte ich seufzend. Ungeduldig rutschte Bella auf dem Sessel rum. Ihre Mundwinkel verzogen sich ganz leicht zu einem Lächeln. Das Mädchen sah so hübsch aus…..
„Wie hat dir der Abend bisher gefallen?“ Fragte ich sie und sah die Brünette abwartend an, wollte keine Reaktion verpassen. Bella sollte die Wahrheit sagen, auch wenn es ihr vielleicht nicht gefallen hatte. „Es war das….Eigenartigste, aber durchaus schönste Weihnachtsfest welches ich je erleben durfte!“ Gestand sie ganz ehrlich. Ich fand keinerlei Anzeichen dafür in ihrem Gesicht, dass es vielleicht ganz anders war.
„Eigenartig….Jasper und Emmett?“ Ich musste schmunzeln. Leicht lächelnd nickte sie. „Ja, Jasper und Emmett. Aber es war doch witzig….“ Meinte sie und kicherte augenblicklich. Mir fiel Wortwörtlich ein Stein vom Herzen. Hätte sie den lächerlichen Vorfall mit den beiden alles andere als witzig empfunden, hätte ich meine Brüder wohlmöglich zur Rechenschaft gezogen.

„Ah…Beinahe hätte ich das noch vergessen!“ Leichtfüßig stand ich auf und ging zu unserer Tanne, wo ich mich bückte und mein Geschenk für Bella aufhob. Für ihre Augen viel zu schnell, musterte ich es von allen Ecken und Seiten um sicherzugehen, dass das Papier keinerlei Falten warf. Es sah immer noch perfekt aus!
Schnell ging ich wieder zu meiner Liebsten zurück und kniete mich vor ihr hin. Ich war aufgeregt. Mehr als zuvor noch!
Vorsichtig legte ich ihr das Päckchen in die Hand. „Edward….“ Sagte sie protestierend, worauf ich sie bittend, ja sogar flehend an sah. Bella verdrehte ihre Augen. „Na schön…..Aber wenn das zu teuer war, dann….“ „Tsch…“Mein Zeigefinger legte sich fast schon automatisch auf ihre sinnlichen Lippen, mein Gesicht näherte sich ihrem. Ich tauschte meinen Finger durch meine Lippen aus und küsste sie zärtlich, hörte ihr keuchen, ihren Herzschlag, der vor sich hin raste und ich spürte ihre Arme um meinen Nacken. Ihren köstlichen Duft….Musste mich von ihr lösen, sofort……Ach, noch ein wenig kann ich es vielleicht noch….

Bella stöhnte leise in unsere Küsse hinein. Sanft schob ich sie von mir. „Kein Risiko.“ Lächelte ich sie an. „Aber du hast doch angefangen!“ Protestierte sie schon wieder. Doch dieses Mal war ich derjenige, der meine Augen verdrehte. „Dein Päckchen…“ Erinnerte ich sie seufzend. „Oh…ja….Ähm, einen Moment….“
Sie fummelte an dem Papier herum, doch nichts löste sich. Hatte ich es vielleicht doch etwas übertrieben? Zu viel verklebt? „Lass mich mal.“ Ich hielt meine Hand hin, Sekunden später legte Bella ihr Päckchen in meine Hand. Mit einer gekonnten Bewegung riss ich das Papier sorgfältig auf und enthüllte eine in rotem Samt gehüllte Schatulle. Sorgsam öffneten meine Finger sie und enthüllten ein goldenes Bettelarmband.
Mein Blick war wieder auf ihr Gesicht geheftet, als ich ihr die Schatulle reichte, damit sie das Armband heraus nehmen konnte. Ihr Blick war….Glasig. Weinte sie etwa? Aber sie lächelte doch…..Freudentränen?

Achtsam legte ich meinen Zeigefinger unter ihr Auge und fing eine Träne auf. Kam ich also heute wirklich noch zu dem Ereignis Freudentränen bei ihr zusehen?! Bella sah verschämt aus, als sie ganz vorsichtig, so als wäre das Armband aus zerbrechlichem Glas, nach dem Bettelarmband fasste und es in ihrer Hand hielt. Ihre Augen waren vor Erstaunen geweitet. „W-O-W“ Sie zog das Wort in die Länge und sah wieder zu mir auf. „Oh mein Gott….Edward!“ Flüsterte sie glücklich und wischte sich eine Träne von ihrer Wange. „Das ist so wunderschön und….“ Lächelnd zeigte sie mir denn Anhänger mit dem Löwen und dem Lämmchen und den mit dem „Bella&Edward“ drauf. „Das ist so….Süß, vor allem mit dem Löwe und dem Lamm. Die Lichtung...." Bella seufzte verträumt."Als du mir gestanden hast, dass du mich liebst und…..Das war doch bestimmt teuer, oder?“

Ich freute mich, dass es ihr so sehr gefiel, doch die Frage ob es teuer war, war für mich unwichtig! „Bella…“ Liebevoll strich ich ihr über ihre zart, weiche Wange. „Für dich ist rein gar nichts zu teuer!“ Meinte ich ernst, aber doch liebevoll.
Sorgsam nahm ich ihr das Armband ab. Griff ganz zärtlich nach ihrem zierlichen Ärmchen und band es ihr um ihr Handgelenk. „Danke…“Flüsterte sie mir zu. „Für alles! Auch für dieses wundervolle Fest.“ Ihre Augen strahlten vor Glück.

„Warte…“ Nun stand sie auf und brachte mir ein kleines Päckchen. Eigentlich wollte ich nichts von ihr, sie gab mir schon alles, was ich mir wünschte, doch wollte ich nicht unhöflich sein und ihr falsche Gedanken machen, also würde ich es annehmen.
Bella setzte sich wieder und gab mir das Paket, welches sie niedlich zusammengepackt und eine rote Schleife drumgebunden hatte. Das Geschenkpapier roch nach ihr. Nur viel konzentrierter!
Ich wollte die Schleife später noch behalten, sodass ich mit ihr am vorsichtigsten war. Das Geschenkpapier jedoch riss ich einfach auf. „Es ist nur eine Kleinigkeit….Also….“ Ich hörte die Scharm, die in ihren Worten nicht zu überhören war. „Es ist wunderschön.“ Meinte ich und das war sogar nicht gelogen! Bella hatte mir einen Schlüsselanhänger geschenkt, welcher aus echtem Silber war und vergoldete Ranken an den Rändern aufwies. In der Mitte steckte ein Foto von mir und ihr. Ein Bilderrahmen in Miniformat zum mitnehmen!

„Das gefällt mir wirklich sehr.“ In einer Geschwindigkeit, die sie kaum wahrnehmen konnte, zog ich meinen Schlüsselbund aus der Tasche und hakte ihr Geschenk daran ein. „So, der wird mich nun immer begleiten können.“ Zärtlich lächelte ich meine Liebsten an. „Das ist schön.“ Hauchte sie.
„Ich hab da noch etwas also…“ Dieses Mal war ich derjenige, der verlegen drein schaute. Ich nahm ihre Hand und führte sie stumm zu meinem Klavier. „Nehmen sie bitte einmal Platz, Mademoiselle.“ Bat ich sie höflich und sah ihr zu, wie sie, fast schon anmutig, Platz nahm. Ich setzte mich neben sie hin und sah ihr tief in die Augen. „Dieses Stück habe ich nur allein für dich komponiert. Es fiel mir ein, als ich dein Schlaflied spielte.“ Meinte ich und hauchte ihr einen leichten Kuss auf die Lippen.

Meine Hände legten sich wie von selbst auf die Tasten und spielten die Melodie, die mir am Nachmittag eingefallen war, nieder. Mein Blick war auf ihr Gesicht gerichtet. Trotzdem verspielte ich mich kein einziges Mal. Leicht verträumt lächelte sie. Wieder flossen Tränen. Tränen vor Glück! Sie weinte, wegen mir. Weil ich spielte. Bella fand es schön und das wiederum gefiel mir!

Als ich aufhörte zu spielen, wischte ich ihr die Tränen aus dem Gesicht, näherte mich ihr dann und legte wieder meine Lippen auf ihre. Seufzend gaben wir uns der Leidenschaft hin. Unsere Hände verschränkten sich ineinander. Nur ungern löste ich mich wieder von ihren Lippen. „Isabella Marie Swan, ich liebe dich überalles auf dieser Welt. Du bist meine Existenz, mein Leben. Ich kann mir keinen Tag mehr ohne dich vorstellen.“ Säuselte ich und sah ihr dabei tief in die Augen. „Du bist ebenfalls mein Leben.“ Erwiderte sie fast schon lautlos. „Du machst mich gerade zum glücklichsten Wesen des Universums…..“ Meine rechte Hand löste sich aus ihrer und strich Bella über die Wange. „Frohe Weihnachten, meine Liebste!“ Dies war das letzte, was gesagt wurde, wieder näherten wir uns und küssten uns. Innig und gleichzeitig sehr zärtlich. Wie lange, das wusste niemand von uns und es war auch egal. Alles war egal, solange wir uns hatten!


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