Dark Angel

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Dark Angel

Beitrag  Gast am Di 30 Nov 2010, 23:40

Alles ändert sich irgendwann. Doch konnte sich jemand so schnell verändern? Konnte es daran liegen, dass man den Menschen vorher nie kannte? Oder war da etwas anderes etwas dunkles, etwas grauenhaftes passiert? Wie weit könnte man Blicke deuten? Kann man sie soweit deuten, dass man hinter das Geheimnis kommt? Wer weiß, vielleicht.....Oder konnte da nur noch Leere sein?

Kleine Leseprobe:
Da sah ich es, vor mir durch die Büsche huschte ein Puma. Schwarz wie die Nacht und sein Blut so wohlriechend, wie es bei einem Tier nur gehen konnte. Ich dachte nicht lange darüber nach, wie ich es töten würde, ich tat es einfach!
Ich sprang auf das Tier, welches sich unter mir wand und anfing um sich zu beißen. es störte mich wenig. Ich riss seine Kehle auf und trank sein Blut, welches mir noch viel wärmer vor kam, als das des Rehs vor hin. Das Tier zeigte schon lange keinen Widerstand mehr. Nachdem es blutleer war ließ ich seinen leblosen Körper in das Gebüsch verschwinden.

Ich war erleichtert. Nun brauchte ich keine Angst zu haben, unter Leuten zugehen. Ich richtete mich auf und wischte mir das Blut von den Lippen. Ich sah zu dem Himmel, es war wohl schon spät, die anderen warteten sicher auf mich. Ich drehte mich um und erstarrte: Ein kleines, braunhaariges Mädchen starrte mich an. Ich hielt sofort den Atem an, ansonsten hätte ich für nichts garantieren können.
Wie konnte ich sie nicht gehört haben? Ich war verwirrt und konnte einfach nicht mehr klar denken. Ich war auf der Jagd, doch trotzdem hätte ich sie doch hören müssen!

Unser Geheimnis war in Gefahr. Wie weit hatte sie mir zu gesehen? Ich versuchte ihre Gedanken zu lesen, doch da war nichts! Kein bisschen. Ich konnte nicht reagieren, ich stand nur dort und bewegte mich nicht. Wie konnte man so unvorsichtig sein? Wie konnte man sich erwischen lassen? Ich hätte sie doch hören müssen....
Ich sah noch, wie das Mädchen hastig weg lief. Ich hatte wahnsinnige Angst. Ahnte sie etwas? Würde sie etwas erzählen? Doch ihre Gedanken verrieten nichts. Ich konnte sie nicht hören....



Was mich dazu inspirieren lässt:
Die Band The Red Jumpsuit Apparatus - Your Guardian Angel

(Dark Angel on myff)

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Careless

Beitrag  Gast am Di 30 Nov 2010, 23:41

Kapitel 1. Careless

Die Jagd! Es war das, was ich brauchte. Es war das, was ich momentan am meisten wollte. Ich war ein Jäger und ich musste meinem Instinkt nachgehen. Die Bestie in mir konnte sich nicht mehr zähmen lassen und das musste sie auch nicht. Hier im Wald konnte ich mein wahres Ich raus lassen. Hier konnte ich das sein, was ich war, ein Vampir.

Ich rannte im Rausch des Blutes durch den Wald und achtete nicht groß, was ich jagte, folgte nur dem Pochen des Blutes in den Adern des Tieres. Dann sprang ich auf es, drückte das Reh auf den harten, nassen Waldboden und biss in seiner Kehle hinein. Es tat gut, das Blut zu schmecken, ebenso war es eine Befreiung dieses warme Blut durch meinen Körper fließen zu spüren. Lange habe ich darauf gewartet, Wochen gab es keine Gelegenheit meinen Blutrausch zu stillen. Jetzt war es so weit und ich wollte mehr! Mir reichte dieses Tier nicht.

Ich ließ den leblosen Körper zu Boden fallen und rannte weiter, auf der Suche nach etwas vergleichbar leckeren. Noch nie hatte ich das Brennen in meiner Kehle intensiver als jetzt und in den letzten Tagen gespürt, noch nie musste mein Körper so lange ohne eines der wichtigsten Dinge in meinem leben auskommen: Blut! Es war das, was mich bei Kräften hielt. Ich brauchte es mehr als alles andere, denn wenn ich länger kein Blut aufnahm wurde die Gefahr immer größer, einen Menschen ungewollt zu töten und das wollte ich nicht!

Da sah ich es: vor mir durch die Büsche huschte ein Puma, sein Blut so wohlriechend, wie es bei einem Tier nur gehen konnte. Ich nicht lange darüber nach, wie ich es töten würde, sondern tat es einfach.
Ich sprang auf das Tier, welches sich unter mir wand und anfing um sich zu beißen. Es störte mich wenig, während meine Zähne seine Kehle auf riss und ich sein Blut trank, welches mir noch viel wärmer vor kam, als das des Rehs vor hin. Das Tier zeigte schon lange keinen Widerstand mehr. Nachdem es blutleer war ließ ich seinen leblosen Körper in das Gebüsch verschwinden.

Erleichterung machte sich breit. Nun brauchte ich keine Angst zu haben, unter Leuten zugehen. Ich richtete mich auf und wischte mir das Blut von den Lippen, sah zu dem Himmel, es war wohl schon spät, die anderen warteten sicher auf mich. Ich drehte mich um und erstarrte: Ein kleines, braunhaariges Mädchen starrte mich an. Mein Atem stockte und sofort hielt ich ihn an, ansonsten hätte ich für nichts garantieren können.
Wie konnte ein Vampir wie ich es war, sie nicht gehört haben? Ich war verwirrt und konnte einfach nicht mehr klar denken. Ich war auf der Jagd, doch trotzdem hätte ich sie doch hören müssen!

Unser Geheimnis war in Gefahr. Wie weit hatte sie mir zu gesehen? Ich versuchte ihre Gedanken zu lesen, doch da war nichts! Kein bisschen. Ich konnte nicht reagieren, stand nur dort und bewegte mich nicht. Wie konnte man so unvorsichtig sein? Wie konnte man sich erwischen lassen? Ich hätte sie doch hören müssen....
Ich sah noch, wie das Mädchen hastig weg lief. Ich hatte wahnsinnige Angst. Ahnte sie etwas? Würde sie etwas erzählen? Doch ihre Gedanken verrieten nichts. Ich konnte sie nicht hören....

Eine Zeit lang stand ich nur dort und starrte in die Richtung, die das Mädchen gewählt hatte um zu verschwinden. Sie war schon längst weg, doch noch immer fesselte mich ihr Anblick: Ihre dunklen Augen weit aufgerissen, ihr Mund stand offen während wir uns für wenige Sekunden ansahen. Dann war sie weg....Sie musste etwas schreckliches gesehen haben. Sie musste gesehen haben, wie ich das Tier erledigte, wie ich es ausgesaugt hatte! Ich musste sofort nach hause zu Carlisle, brauchte seinen Rat.

*****


"Carlisle!" Ich stürmte in sein Büro. Der Mann mit den goldblonden Haaren und den immer so verständnisvollen Blick stand von seinem Platz auf und sah zu mir. Ich wartete gar nicht auf seine Reaktion. "Ich habe Mist gebaut. Richtigen Mist!" Gab ich zu und ließ mich auf einen seiner Stühle sinken. Meine Hände verdeckten verschämt mein Gesicht. Ich spürte seine Hand auf meiner Schulter. "Was ist passiert, mein Junge?" Verzweifelt sprang ich wieder auf und lief unruhig durch den Raum. "Ich war jagen." Sagte ich, um erst einmal einen Anfang zu haben. Wie sollte ich es ihm erklären? Er würde enttäuscht von mir sein, das stand fest! "Und dann?" Fragte er mich, damit ich weiter sprach. "Und dann? Dann sah mich ein kleines Mädchen, wie ich ein Tier das Blut aus den Adern saugte!" Brachte ich nun auf den Punkt. Carlisle weitete seine goldbraunen Augen. "Edward, wieso hast du nicht sofort reagieren können? Du hast sie doch sicher gehört, du wusstest doch sicher, dass sie in deiner Nähe war. Warum hast du trotzdem gejagt?"

Ich packte mir durch mein zerzaustes Haar, was nun wahrscheinlich zu allen Seiten ab stand. "Warum? Carlisle ich konnte sie nicht hören!! Kein Geräusch, noch nicht einmal ihre Gedanken traten zu mir durch. Als wir uns gegenüber standen und uns anstarrten, noch nicht einmal da hatte ich sie hören können. Ich habe versucht herauszufinden, was sie dachte um zuschauen, ob sie soviel gesehen hatte, dass sie wusste, was ich bin. Aber ich habe nichts gehört, es war so, als würde da niemand stehen. Oder, als hätte sie keine Gedanken...."

Wieder ließ ich mich auf den Stuhl sinken und schlug die Hände vor mein Gesicht. "Edward," Sprach Carlisle mit seiner verständnisvollen Stimme zu mir. "Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte, dass du sie nicht hören konntest, doch vielleicht wird sie doch auch nichts weiter erzählen. Warum sollte sie auch? Wer würde ihr glauben?" Ein Punkt für Carlisle. Er hatte recht, wer würde einem kleinen Mädchen glauben? Wer würde überhaupt daran glauben, dass es Vampire gab? Nur die wenigsten. Wenn dieses Mädchen nicht ganz verwirrt war, würde sie nichts erzählen. "Du hast recht..." Gab ich zu. Er hockte sich vor mir hin. "Mach dir darüber keine Gedanken, sie wird es niemandem erzählen und wenn doch würde es ihr niemand glauben. Falls wir in Schwierigkeiten geraten würden, würde Alice uns ja vorwahrnen, dann können wir frühzeitig abreisen." Ich nickte. "Ich werde Alice Bescheid sagen."

Der Vampir legte mir eine Hand auf die Schulter. "Lass nur, ich mache das nachher. Du brauchst erst einmal Zeit für dich. Denk an was anderes. Es wird schon nichts passieren." Ich seufzte. Nun gut, er hatte ja recht. Ich war gerade viel zu angespannt. Ich musste mich erst einmal wieder erholen. "Danke." Ich stand wieder auf und ging zur Tür, bevor Carlisle mich noch einmal aufhielt. Denk nicht soviel über das was heute geschehen ist nach.
Drangen seine Gedanken zu mir herüber, bevor ich dann die Tür öffnete und hoch in mein Zimmer rannte.


(Weitere Kapitel folgen Morgen)

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Afraid

Beitrag  Gast am Do 02 Dez 2010, 23:48

Kapitel 2-Afraid

Es waren nun zwei Wochen vergangen, seit mich das kleine junge Mädchen im Wald gesehen hatte. Oder besser gesagt sie mich erwischte. Carlisle hatte wohl recht gehabt. Warum sollte sie auch irgendetwas erzählt haben? Wir hörten bisher nichts von ihr oder irgendwelchen "Gerüchten" wir seien Vampire. Also beschloss ich, nicht mehr darüber nachzudenken. Wahrscheinlich vergaß sie mich sogar auch schon. Menschliche Erinnerungen verblassen mit der Zeit.

Nun gut, ich jedenfalls hatte nicht mehr vorgehabt an sie zu denken. Für was auch? Ich musste mich doch nicht wegen ein Mädchen verrückt machen lassen. Es passierte schon nichts. Unsere Familie war noch lange nicht in Gefahr, nur weil ein Mädchen mich beim Jagen beobachtet hatte. Ich musste fast schon lachen, weil ich die ganze Woche an nichts anderes mehr denken konnte. Aber nur fast....


Wie jeder normale Schultag saß ich in der Pause mit meinen Geschwistern Alice und Jasper und Emmett und Rosalie zusammen am hintersten Tisch der Cafeteria. Genauer gesagt waren sie nicht wirklich meine Geschwister, doch ich liebte sie so, als wären sie es. Emmett und Rosalie wurden genauso wie Esme und ich von Carlisle erschaffen. Alice und Jasper kamen später dazu, jedoch waren sie alle ein Teil von mir. Wir haben eine neue Schülerin Dachte Alice immer wieder hibbelig, worauf ich meine Augen gleichgültig verdrehte.

Was interessiert es mich, ob es nun einen Menschen mehr auf dieser Schule gab? Wir alle hielten uns den Menschen immer etwas fern. Wir wurden nie unhöflich oder ähnliches, doch distanzierten wir uns immer ein wenig von ihnen. Es war nicht gut für die sie, sich mit so was wie uns abzugeben. Außerdem fiel es Jasper sehr schwer, seinen Durst zu kontrollieren.
Teilnahmslos spielte ich mit meinem Essen, oder besser gesagt deren Essen. Wir aßen nichts. Niemals! Das hier war nur ein Teil unserer Tarnung. Wir konnten ja nicht jedes mal ohne etwas zu essen da sitzen. Menschen aßen regelmäßig, also mussten wir wenigstens so tun als ob. Wir durften nicht noch mehr auffallen, als unsere Familie es sowieso schon tat.

Ich sah hoch und schaute in Alice´beleidigten Blick. Resigniert seufzend wusste ich , dass sie mich so ansah, weil sie es nicht mochte, wenn man sie ignorierte, also fragte ich einfach irgendetwas nichtiges."Und, wann kommt die neue Schülerin?" Da sie ja gerne über das neue Mädchen sprechen wollte, fragte ich das, auch wenn es mich nicht sonderlich interessierte. Mich interessiert eigentlich überhaupt nichts. Wozu auch? Ich war über 100 Jahre alt, was sollte einem da schon noch interessieren? Die Existenz war langweilig und trist. Da konnte eine neue Schülerin auch nicht mehr viel aus machen.
"Sie ist doch schon da." Antwortete Alice fassungslos. Sag bloß, du hast nichts mitbekommen? Nein, das hatte ich nicht. Ich ließ meinen Blick in die Runde schweifen und sah dann wieder Alice an. Sie deutete mit einem Kopf nicken zur Seite. Ich folgte ihr uns sah SIE!

Verdammt...Edward....Das Mädchen riecht zu gut... Dachte Jasper verkrampft, doch ich ignorierte es. Mein Blick und meine Gedanken hingen an dem neuen Mädchen, welches ganz hinten alleine an einem Tisch saß. Ich kannte sie! Sie hatte sich verändert. Ihre Kleidung war schwarz. Ausschließlich schwarz! Keine Farbe, nichts. Ihre Haare kamen mir noch dunkler vor, als bei unserem ersten Treffen, doch es war eindeutig das selbe Mädchen, welches mich vor zwei Wochen beim Jagen erwischt hatte.

Mein ganzer Körper versteifte sich. Was sollte ich nun tun? Am besten nie mehr zum Unterricht gehen...Aber das war nun wirklich keine Lösung. Vielleicht hatte sie mich ja vergessen? Sie erkannte mich vielleicht gar nicht. Hoffentlich stimmte es. "Edward!" Ich sah direkt wieder zu meinen Geschwistern, konnte aber nichts erwidern.
"Was ist los?" Fragte mich Emmett. Ich schüttelte nur den Kopf. Das musste meine Wenigkeit erst einmal sacken lassen. Wie sollte es nun weiter gehen? Ich hoffte nur, dass sie eine oder mehrere Stufen unter mir ist, sodass ich erst gar keinen Unterricht mit ihr haben konnte. So konnte ich hoffen, dass ich ihr soweit aus dem Weg gehen konnte, dass sie mich nie sehen konnte.

Vielleicht würde das gehen. Sie war sicher erst in der neunten...Vielleicht in der zehnten aber sicher nicht in der elften so wie ich. Die Neue sah dafür zu jung aus.

"Ey, Eddie wir müssen...." Emmett zog mich einfach am Arm hoch und schleifte mich praktisch hinter sich her. "Ey die Neue hat dir wirklich die Sprache verschlagen, oder? Ich muss zugeben, sie riecht wirklich gut...Und hübsch ist sie ja eigentlich auch." Er grinste mich verschmitzt an. "Haha...Wie witzig Em." Konterte Jasper genervt von seiner Aussage. Er hatte Alice einen Arm um ihre Taille geschlungen und zog sie näher zu sich. Jazz gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. Beide sahen sich verliebt an, doch merkte ich, dass sich Jasper stark quälte. Der Geruch von Menschlichem Blut macht ihm immer noch so sehr zu schaffen.

Alle hatten ihre Partner gefunden, nur ich würde niemals das Gefühl von Liebe kennen lernen. Frustration machte sich in mir breit. Bisher kümmerte mich das nie, doch immer wenn ich meine Familienmitglieder mit ihrem jeweiligen Partner sah, machte sich eine Leere in mir breit, so als fehlte mir irgendetwas oder irgendjemand.

"Hey! Du weißt schon, dass du mit mir zusammen bist?" Fragte Rosalie plötzlich, da Emmett ja Andeutungen machte, die Neue sei hübsch und holte mich zu gleich aus meinen Gedanken raus. "Ähm ja...Warum?" Fragte Emmett. Mir wurde das langsam zu dumm und ich beschloss die anderen dieses mal nicht zum Unterricht zu begleiten sondern sofort zu Biologie zu gehen. Meine Laune hatte den Tiefstpunkt erreicht und ich wollte es sicher nicht an meiner Familie auslassen.

"Leute ich bin weg, bis nachher." Meinte ich nur und ging auf direktem Wege zum Biologieraum. Hat der irgendwie einen Schaden, oder so? Seit er diese Neue gesehen hat, verhält er sich so komisch, so toll ist die auch nicht.Drangen Rosalies Gedanken zu mir. Normalerweise würde ich ihr nun meine Meinung sagen, normalerweise. Für so einen Kindermist hatte ich heute keine Lust.

Wie gewohnt ging ich in den Raum und setzte mich auf meinem Platz. Ich breitet meine Schulbücher auf dem Tisch aus und sah nach vorne. Benutzen tat ich die Bücher nie, ich konnte ja alles, was drin stand. Mein Gott, was ist denn mit der los? Nimmt die Drogen oder so? Hörte ich die Gedanken einiger Mitschüler. Abrupt bewegte sich mein Kopf Richtung Tür.Ich riss die Augen auf und sah SIE! Das konnte doch nicht sein. Sie konnte einfach nicht mit mir Unterricht haben. Das durfte nicht sein!

Innerlich fiel ich zu einem einzigen Trümmerhaufen zusammen. Sie hatte mich noch nicht gesehen. Ihr Blick war stur auf dem Boden gerichtet, die langen dunkelbraunen, fast schwarzen Haare fielen ihr lang über die schmalen Schultern. Ihr viel zu blasses Gesicht war verdeckt. Der Lehrer kam hinein und musterte das junge Mädchen von Kopf bis Fuß. Ich sah weg, denn die Neue hob ihren Kopf, ich wollte ihr nicht in die Augen sehen. Nicht noch einmal....

"Setzen sie sich bitte.." Das Mädchen kam näher, ich wusste, dass sie sich neben mir setzen musste. Ich atmete tief ein und roch den köstlichsten und süßesten Duft, den ich je gerochen habe. Sofort hielt ich die Luft an. Die anderen hatten recht, sie roch wirklich fantastisch. Ich schob meine Schulbücher zur Seite, damit sie Platz hatte. Hoffentlich erkannte die Neue mich nicht mehr...Bitte...Ich musste nun doch hoch sehen und schaute augenblicklich in zwei schokobraune Augen, schokobraun und zugleich voller Leere. Unter ihnen lagen dunkle Schatten. Hatte sie wenig Schlaf bekommen?

Das Mädchen setzte sich auf den Stuhl, jedoch rutschte sie weit von mir weg und sah mich mit einem komischen Blick, den ich nicht deuten konnte an. Da war diese Leere, aber teilweise noch etwas anderes. Die Leere macht dem anderen langsam platz und ich konnte erkennen, dass sie mich ängstlich ansah. Sie wusste wer ich war! Oh verdammt, sie wusste es!

Ich ballte meine Faust, wodurch das Mädchen zusammen zuckte und ihre Schulter schützend hoch zog, sie zitterte am ganzen Körper, doch wendete sie ihren Blick nicht einmal ab. "Isabella Swan, hier sind einige Unterlagen, versuchen sie einfach nur zu folgen." Noch nicht einmal, als der Lehrer kurz vorbei kam und ihr ein paar Arbeitsblätter gab wendete sie ihren Blick von mir ab. Isabella rutschte nur ein Stück weiter von mir weg. Ihr Atem ging stockend. Ihr Herz raste und ihre Augen waren weit aufgerissen. Ich wollte ihr sagen, dass sie keine Angst haben musste, ich würde ihr nichts tun, doch ich konnte nicht mit ihr reden, konnte noch nicht einmal ihre Gedanken lesen.....



Zuletzt von DawnsLamia am Fr 10 Dez 2010, 23:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Expose

Beitrag  Gast am Do 02 Dez 2010, 23:49

Kapitel 3-Expose

Schwarz wie die Nacht, so saß sie da und sah mich immer noch mit diesem ängstlichen Blick an. Das einzige was an ihr nicht dunkel war, war ihre Haut. Diese war fast weiß. So, als wäre sie eine von uns, doch das konnte natürlich unmöglich so sein. Vielleicht war sie nicht gesund? Edward, das soll dir doch egal sein. Ermahnte ich mich. Das wichtigste was zählte war, dass sie niemandem von dem, was sie gesehen hatte erzählte.

mein Blick wandte sich ab und sah krampfhaft auf den Tisch. Ich konnte ihren Blick nicht mehr stand halten. Warum? Weil er zu wissend war. Ich wusste, was sie wusste, obwohl ich noch nicht einmal ihre Gedanken lesen konnte. Wieso eigentlich nicht? Was war an mir falsch? Warum konnte ich meine Gabe bei ihr nicht mehr einsetzen? Aber das war nun nebensächlich.

Wieso musste ich auch so ein Pech haben? Reichte es nicht, dass ich schon erwischt worden war? Musste sie dann auch noch auf die selbe Schule gehen und gar in dem selben Jahrgang wie ich? Wie konnte SIE überhaupt in die Elfte gehen? Sie sah aus wie 15. Älter hätte ich sie jetzt ganz sicher nicht geschätzt.

Ich sah wieder zu Isabella Swan hoch, schaute in ihren vor Angst geweiteten Augen. Ich konnte sie ja verstehen. Es musste schrecklich für sie sein, neben ihren potentiellen Mörder sitzen zu müssen. Nicht nur für sie. Für mich war es mindestens genauso schlimm, denn ihr Duft war die reinste Hölle. Ich musste mich die ganze Zeit zwingen nicht zu atmen. Außerdem war es schrecklich zu wissen, dass sie mein Geheimnis praktisch jeden weiter erzählen könnte, wenn sie wollte. Hatte sie es vielleicht schon getan? Ich hoffte nicht. Aber was sagte mir, dass dieses Mädchen es überhaupt weiter erzählen wollte? Gar nichts!

"Miss Swan? Träumen können sie zu hause genug. Beantworten sie mir doch bitte diese Frage." Noch nicht einmal ich hatte bemerkt, dass der Lehrer eine Frage gestellt hatte. Was war heute mit mir los?
Isabellas Blick veränderte sich. Die Angst wich und machte der Leere platz. Sie sah zu dem Lehrer und starrte ihn an. "Sie haben also nicht zugehört?" Fragte er sie noch einmal. Sein Ton war herablassend und barsch. Irgendwie tat sie mir Leid. Es war ihr erster Schultag an einer neuen Schule und schon wurde sie bloß gestellt. Mit einer fließenden Bewegung stand das Mädchen von ihrem Platz auf und ging, mit starrten Blick, der wie tot erschien, nach vorne. Ohne etwas zusagen riss sie dem Lehrer respektlos die Kreide aus der Hand. Wiederrum sah er so aus, als würde er gleich vor Wut platzen. Ich fand es witzig. Was denkt die sich dabei? Wo sind wir denn hier?... Ging es ihm durch den Kopf, wobei ich mir nur schwer ein Grinsen unterdrücken konnte.

Isabella ging zur Tafel und korrigierte erst einmal den Fehler des Lehrers: Er hatte die Anaphase wohl mit der Telophase verwechselt. Denn er hatte bereits in der Anaphase gezeichnet, dass sich die Cromatiden an den Polen gesammelt hatten. Dies berichtigte die Neue, denn natürlich werden in der Anaphase die Schwestercromatiden zu den Polen gezogen. Wie kann ein Lehrer so ein Fehler machen? Ich schmunzelte. Dann malte sie die Telophase auf. In der die Cromatiden bereits an den Polen angeordnet waren und eine Kernhülle gebildet haben.

Was?? Wie kann sie nur?? Hörte ich den Lehrer. Das kann doch nicht war sein, so eine verzogene Göre! Sie sollte mir nur sagen, was in der Telophase passiert! Und nicht meine Fehler korrigieren. Nicht so.... Vor Verlegenheit und auch vor Wut wurde er tief rot. Ich hielt mir die Hand vor dem Mund. Es war wirklich witzig wie dieses kleine Mädchen den Lehrer so bloß stellen konnte.

Isabella drückte dem Mann die Kreide in die Hand und ging, mit immer noch dem selben leeren Blick, zu ihrem Platz, direkt neben mir. Ich wollte die Stimmung zwischen uns beiden etwas auflockern, also wand ich mich ihr zu. "Das hat bis jetzt niemand geschafft, Mr. Banner so bloß zustellen, wie du gerade eben." Das Mädchen drehte sich zu mir um und blickte mich mit einem hasserfüllten Blick an. Ich seufzte lautlos. Sie konnte mich nicht leiden. Kein Wunder. Die Neue rückte wieder von mir ab und starrte mit ihren leeren Blick zur Tafel, während der Lehrer fort fuhr.

Ich dachte einen Momenten über ihr Verhalten nach und kam zu dem Schluss, dass da noch etwas anderes sein musste. Dieses Mädchen wirkte verstört. Ich hatte sie bis jetzt kein einziges mal reden hören und ihre Blicke waren immer so teilnahmslos und leer. So als wäre sie tot! Sie war so ungesund blass. Das konnte doch nicht nur daran liegen, dass sie mich beim jagen erwischt hatte. Da musste noch etwas anderes sein...Nur was war es?


Zuletzt von DawnsLamia am Fr 10 Dez 2010, 23:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Mind

Beitrag  Gast am Fr 10 Dez 2010, 00:10

Kapitel 4-Mind

Dunkel und so verstört....Was war ihr Geheimnis? Warum war sie so blass? Warum sprach sie nicht? War sie einfach nur schüchtern? Könnte doch sein, es war schließlich ihr erster Schultag. Da konnte man doch nicht verlangen, dass sie wie ein Wasserfall auf andere Leute ein redete. Nein. Aber dass sie überhaupt nicht redete, das war merkwürdig. Das war alles andere als normal.

Es konnte doch nicht sein, dass es alles wegen mir sein konnte? Konnte das sein? Ich hielt es eher für unmöglich. Sicher hatte sie Angst vor mir...Ich seufzte und stand von dem Sofa in unserem Wohnzimmer auf. Es war niemand zu hause, sodass ich einfach mal in Ruhe nachdenken konnte ohne, dass mich Alice mit ihren Geplapper störte.

Sie hatte Angst vor mir, sie hasste mich. Es war natürlich auch kein Wunder. Immerhin wusste sie höchstwahrscheinlich, was ich war. Ich stellte mich vor dem riesigen Fenster und starrte raus in den Wald. Hätte ich doch bloß damals nicht diesen verhängnisvollen Fehler gemacht. Ich hätte doch einfach aufpassen können...Doch, warum hatte ich sie nicht hören können? Warum konnte ich sie immer noch nicht hören? Was war falsch an diesem Mädchen?

Es muss doch noch etwas schlimmeres vorgefallen sein. Ich erinnerte mich genau an dem Abend als wir uns in den Augen sahen. Als SIE mich erwischt hatte. Sie hatte helleres Haar als jetzt. Immer noch braun, jedoch nicht so dunkel wie sie es jetzt trug. Sie trug eine normale blaue Jeans und eine dunkelblaue Jacke und ihre Wangen waren leicht rosa. Sie war damals auch sehr blass gewesen, doch jetzt? Jetzt hatte sie kein bisschen Farbe mehr in ihrem doch immer noch so hübschen Gesicht. Ihre Augen zeigten kaum Regungen. Es war, als wäre sie tot. Doch das konnte sie nicht sein. Sie ähnelte einem Vampir. Aber sie war es nicht, ich konnte schließlich ihr Blut unter ihrer transparenten weißen Haut pulsieren sehen und hören. Und der Duft....Unbeschreiblich. Die Hölle! Außerdem war sie so extrem zierlich... Aus dem Grunde dachte ich ja, sie sei nicht älter als 15!

Es konnte nicht alles wegen mir sein. Nein, da musste noch etwas anderes sein. Doch wie konnte ich das herausfinden, wenn ich ihre Gedanken nicht lesen konnte und wenn sie ja nicht mit mir reden wollte? Ich wusste jetzt schon, selbst für mich würde Isabella eine große Herausforderung darstellen. Doch ich nahm mir vor, es heraus zu finden.

Ich löste meinen Blick von dem Wald und ging wieder zu dem weißen Sofa. Ich setzte mich drauf und schloss die Augen. Vielleicht sollte ich ihr, damit sie keine Angst vor mir hatte zeigen, dass ich kein Vampir sei? Ich war es zwar, doch normalerweise sollte sie davon gar nichts wissen. Vielleicht sollte ich mich in den nächsten Tagen einfach noch menschlicher benehmen als sonst. Vielleicht sollte ich mal die Treppen runter fallen und so tun, als hätte ich Schmerzen? Vampire stolperten niemals eine Treppe herunter und Schmerzen davon würden sie erst recht nicht haben. Ich sollte mich einfach mal eine Zeit lang tolpatschig benehmen. Vielleicht würde das helfen? Ein Vampir war nun mal nicht tollpatschig.

Ich schüttelte lachend den Kopf. So anstrengen musste ich mich doch gar nicht, das würde doch noch mehr auffallen. Ich sollte einfach versuchen wie ein normaler Mensch zu sein....Vielleicht sollte ich in der Cafeteria den ein oder anderen Bissen herunter schlucken? Nur wenn sie zufällig hin sah...Wir aßen nie etwas, der Grund war einfach: Es schmeckte so wie für Menschen Dreck schmecken würde. Aber das wäre nun mal menschlich.

Ich seufzte. Ich würde ihr schon noch zeigen, dass sie sich geirrt hatte. Vielleicht glaubte sie ja später auch daran, dass sie mich verwechselt hatte oder vielleicht, dass sie sich alles nur eingebildet hatte. Vielleicht....Aber sie schien nicht dumm zu sein. Also würde es um einiges schwieriger werden, ihr Vertrauen zu gewinnen und gleichzeitig unser Geheimnis zu schützen.

"Verdammt noch mal!" Fluchte ich, was eigentlich ungewöhnlich für mich war. Ich war normal immer sehr anständig. Aber warum konnte ich ihre Gedanken nicht einfach lesen? Irgendwas musste sie doch denken, oder nicht? Bei allen anderen Menschen klappte es super, auch bei meinen Geschwistern. Aber bei Isabella? Nichts!

Ich hatte letzte Woche in den Gedanken der Lehrer gehört, dass der Jahrgang zu einem Museum gehen würde. Diese Woche sollten den Schüler Bescheid gegeben werden. Vielleicht könnte ich mich ja mal da mit Isabella in Ruhe unterhalten?!


Zuletzt von DawnsLamia am Fr 10 Dez 2010, 23:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Plan

Beitrag  Gast am Fr 10 Dez 2010, 00:11

Kapitel 5-Plan

Wie wird es nun heute verlaufen? Ich hatte jetzt gleich, in genau zehn Minuten Biologie. Mit Isabella Swan! Wird sie vielleicht heute offener sein? Werde ich vielleicht ihre Gedanken lesen können? Oder würde ich da wieder nur schwarz sehen? Falls sie immer noch genauso wie gestern sein sollte, was sollte ich tun? Das erste Mal im Leben war ich ratlos. Das erste mal! Nur wegen einem kleinen Menschenmädchen. Aber ich musste einfach wissen, was sie hat.

Ich kam in das Klassenzimmer rein. Da war nur eine Schülerin, die gedankenverloren auf ihr Heft kritzelte. Isabella Swan! Was machte sie hier schon so früh? Ich ging gezielt zu meinem Platz neben ihr, ignorierte sie erst einmal. Ich hatte einen Plan....Bevor ich mich setzte, fielen ganz zufällig meine Bücher, die ich in meinen Händen trug, auf den Boden. "Ups" Wie selbstverständlich hob ich sie wieder auf. Das war ja schließlich alles menschlich. So was konnte doch immer mal passieren.

Ich legte die Bücher sorgsam auf den Tisch und sah zu dem Mädchen neben mir. Sie hatte eine verkrampfte Haltung, sah aber kein einziges mal zu mir. Fast hätte ich auf gestöhnt...Fast. Ich musterte sie ein wenig. Sie trug ein schwarzes langes T-Shirt und darüber eine lässige Sweatshirtjacke. Selbstverständlich war auch diese komplett schwarz. Ihre Jeans war eine schwarze Röhre, die ihre schlanken Beine gut betonte. Insgesamt war sie ein wirklich hübsches Mädchen, jedoch würden ihr andere Farben mehr stehen, als dieses hässliche schwarz. Blau zum Beispiel wäre eine sehr schöne Farbe. Warum schwarz? Vielleicht würde ich dies ja irgendwann raus bekommen.

"Guten Morgen Isabella," Grüßte ich sie freundlich. "Meine Name ist Edward Cullen....Ich habe mich gestern noch nicht vorgestellt." Ich lächelte das Mädchen an. Sie sah kein einziges mal auf. Ich konnte jedoch erkennen, dass in ihrem Blick momentan eher die Angst als die Leere herrschte. Gut, besser als gar kein Gefühl.

"Was hast du da schönes gemalt?" Fragte ich sie und deutete auf ihre Kritzeleien. Ich musste einfach dran bleiben. Zum ersten mal an diesem Tag hob Isabella ihren hübschen Kopf und sah mich an. Sie sah mich an, als würde sie mich töten wollen. In ihrem Blick spiegelte sich die pure Hass wieder. Was war den nun schon wieder falsch? Ich verzweifelte fast. Ich war doch nett, wieso reagierte sie immer noch so?

Vielleicht war es ja wirklich besser, sie reagierte so, denn sie wusste anscheinend was sicherer für sie war. Nämlich mir aus dem Weg zugehen. Ich konnte es ihr schließlich auch nicht übel nehmen. Ich war nun mal ihr potentieller Mörder. Das Mädchen starrte wieder auf ihr Heft.

Der Raum füllte sich langsam mit Schülern. Auch der Lehrer kam schon bald herein. Alle saßen auf ihren Plätzen und sahen gespannt zur Tafel. Doch ich wusste bereits, was uns der Lehrer heute mitzuteilen hatte. "So, liebe Schüler und Schülerinnen, ich bitte um eure Aufmerksamkeit."
Als ob nicht schon alle aufmerksam zur Tafel sahen, alle außer Isabella.

"Der elfte Jahrgang wird Morgen einen Ausflug zu einem Museum machen. Natürlich heißt es nicht gleich für euch, nichts zu tun. Nein, jeden von euch wird ein Partner zugeteilt. Ihr werdet in der Partnerarbeit bestimmte Aufgaben lösen müssen. Wer euer Partner sein wird, werdet ihr Morgen erfahren. So und nun zum Unterricht. Ihr hatte Hausaufgaben auf gehabt, ich werde sie mir eben durchlesen." Er ging zu jedem Schüler einzeln und schaute nach, wer die Hausaufgaben nicht hatte.

Ich hatte einen Plan für den Nachmittag, ich wusste, wo die Listen mit den Partnern waren. Ich musste unbedingt mit Isabella zusammen arbeiten. Ich wusste ja, was zu tun war...
"So Miss Swan..." Der Lehrer stand direkt vor dem Mädchen welches nun einfach stur gerade ausschaute und einfach nichts mehr fühlte. Ihr Blick war Leer! Der Lehrer schlug seufzend ihr Biologieheft auf. "Das hier?" Fragte er die junge Dame. Nichts, keinerlei Reaktion...
"Ja, das müsste es sein..." Stellte er fest und laß es sich durch. "Grandios. Perfekt! Ich hoffe das haben sie nirgends abgeschrieben." Ich selber laß auch einige Textstellen durch und musste sagen, Isabella war wirklich übernatürlich klug und gebildet. Sie sprach zwar nicht und hatte anscheinend ein Geheimnis, aber sie war definitiv alles andere als Dumm.

"Nun zu ihnen, Mr Cullen." Er schlug mein Heft auf. "Wie immer, Perfekt!" Heute lass ich das mal gelten, aber ich bin mir sicher, sie hat einiges Abgeschrieben... Hörte ich seine Gedanken. Warum sollte sie abschreiben? Fragte ich mich gerade. Sie war klug, warum sollte sie es nicht auch alleine schaffen? Manchmal konnte ich Menschen nicht verstehen, immer hatten sie Vorurteile.

Die Stunde war ziemlich langweilig und endete damit, dass er uns noch mal daran erinnerte, morgen vor dem Gebäude zu warten. Ich stand schnell auf und ging zu meinem Volvo. Unterwegs hörte ich noch die Gedanken einiger Mitschüler, insbesondere die von Jessica Stanley. Ich hasse sie!!! Die soll doch auf den Friedhof gehen und sich einbuddeln lassen. Da gehören doch solche Fledermäuse wie sie hin.... Wahrscheinlich heult die sich den ganzen Tag die Augen aus und ritzen...Bin ich mir sicher, dass die das auch tut. Naja, wenn sie eben auf so etwas steht, muss sie es auch richtig haben! So was muss bestraft werden...Mike wird sicher mit machen...

Ah...Es geht anscheinend um Isabella. Jessica und die anderen mochten sie nicht sonderlich. Sie sahen ja nur das äußerliche...Aber ich schwor eines: Wenn sie ihr irgendwie weh tun würden, dann würde ich ihnen ebenfalls weh tun! Ich stand vor meinem Auto und stieg ein. Wir hatten nun Pause, ich beschloss aber nachher noch Religion zu schwänzen...Ich brauchte einfach ein bisschen Zeit für mich.

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Violenceüü

Beitrag  Gast am Fr 10 Dez 2010, 23:35

Hallo,
ich finde es wirklich schön, dass einige von euch meine FF lesen und auch anscheinend gut finden. Ich danke allen, die kommentiert haben. Ich finde es wirklich toll, dass es euch gefällt und werde natürlich weiterhin Kapitel online stellen.


Kapitel 6-Violence


Es war nun schon ziemlich spät, denn eigentlich müsste ich schon in den Unterricht. Doch für was sollte ich da heute noch aufkreuzen? Ich hatte keine Lust und etwas neues würde ich sowieso nicht lernen. So blieb ich einfach in meinem blitzblanken Volvo sitzen. Die Autotür stand offen und ich starrte raus.

Aus welchen Gründen auch immer war ich noch unruhiger als vorhin. Ich konnte kaum still sitzen bleiben und irgendetwas zog mich in das Gebäude. Es fühlte sich wie eine andere Kraft an, die auf mir einwirkte. Ich musste gestehen, das klang wirklich absurd. Doch ich musste meinem Drang kurze Zeit später nach geben.

Ich ging, ziemlich hastig, auf das Gebäude zu. Ich hörte jetzt schon Stimmen. Einige lachten, andere quietschten schon fast. Müssten die Schüler nicht eigentlich in den Klassenräumen sein? Ich ging etwas schneller, denn es beunruhigte mich doch schon noch mehr.
Auf direkten Wege ging ich zu den Toilette. Natürlich musste ich nicht. Meine Organe hatten sich soweit eingestellt, dass ich diese menschlichen Bedürfnisse nicht mehr nachgehen musste. Doch von da aus hörte ich das Geschrei und Gelächter. Irgendwas machten sie doch.

Die kleine Swan wehrt sich noch nicht einmal richtig....Das macht ja nur halb soviel spaß... Hörte ich Mikes Gedanken. Doch solange es den Mädels gefällt.... Ich ging um die Ecke und erstarrte. Ich sah drei Schüler Jessica, Lauren und Tyler. Alle drei standen um einer der Mädchentoiletten herum und lachten.

Ich hörte ein "Na gefällt dir das?" Was eindeutig von Mike stammen konnte. Zwischendurch konnte ich noch einen kläglichen Laut hören. "Isabella!" Ich rannte in die Toilette rein und rammte die anderen Schüler ziemlich unsanft zur Seite.


Ich konnte meinen Augen nicht glauben. Ich sah dort Mike Newton, der ein kleines, zierliches Mädchen versuchte in die Toilette zustecken. Isabella! Sie stieß wimmernde Laute von sich, schrie jedoch nicht. Innerhalb von einer halben Sekunde reagierte ich und riss Mike brutal von dem Mädchen weg. Im Hintergrund hörte ich die anderen kichern. Hass fuhr durch meinen Körper. Solch eine Hass hatte ich bis jetzt noch nie auf einem Menschen gehabt.

Ich packte Mike am Kragen und trug ihn raus auf den Flur, dort ließ ich ihn brutal zu Boden fallen wodurch er vor Schmerz aufschrie. "Newton! Das war das erste und letzte mal, ansonsten bekommst du es mit meiner nicht so netten Seite zu tun." Warnte ich ihn noch bevor ich wieder zurück zu Isabella ging. Die anderen Schüler beschlossen schnell das Weite zu suchen, so wie auch Mike es nun tat. Idiot, Spaßverderber... Hörte ich sie alle.

Ich unterdrückte meine Wut um Isabella zu helfen. Ich hockte mich hinter ihr hin, sie saß auf dem Boden und starrte die Wand an. Leere! Keine Gefühle, nichts! "Isabella...?" Ich legte fürsorglich eine Hand auf ihre Schulter. Keine Regung! Ihre Haare waren feucht. Wie lange hatte dieser Bastard sie schon versucht unter Wasser zu drücken? Ich wollte es glaube ich gar nicht wissen.

Ich rückte etwas näher. "Hey, komm mal her..." Sagte ich sanft und wollte noch meinen Arm um den zierlichen Körper des Mädchens legen, schon zuckte sie zusammen und stand zitternd und ängstlich auf. Noch bevor ich richtig reagieren konnte, das sollte schon was heißen, rannte sie los und war verschwunden. Langsam ließ ich meine Hand auf den Boden sinken, wo sie eben noch neben mir saß.

Ich verstand sie nicht...Ich wollte sie doch nur trösten, warum bekam sie plötzlich Angst? Panische Angst, wie es scheint? Ich schlug meine Hände vor das Gesicht. Was sollte ich denn noch tun? Dieses Mädchen brachte mich zum Nervenzusammenbruch.

Ich rettete sie, bevor Mike noch etwas schlimmeres- Bei dem Wort zuckte ich zusammen, wo zu konnte er denn noch in der Lage sein, nur wenn es um seine Jessica ging? Ich wollte es gar nicht wissen- mit ihr angestellt hätte. Sie musste doch nun wissen, dass ich ihr nichts tun würde...Niemals! Trotz allem hatte sie Angst...Ich seufzte und stand auf...Vielleicht würde ich Morgen mehr heraus bekommen....
********************************************************
Nach dem Unterricht ging ich ins Sekretariat. Ich brauchte eine Ausrede, um die Listen für Morgen zu überarbeiten. "Entschuldigung, mir ging es nach der zweiten Stunde nicht sonderlich gut und habe deshalb Religion verpasst. Könnten sie mir vielleicht bitte eine Entschuldigung fertig machen? Es wird nicht mehr vorkommen." Bat ich die Sekretärin, welche freundlich nickte. "Natürlich, Mr Cullen. Einen Moment bitte..." Die Sekretärin ging kurz aus dem Sekretariat.

Das war meine Chance. Blitzschnell öffnete ich den Schrank und holte die Partnerlisten raus. Ich holte mir einen Kugelschreiber und suchte die Liste raus auf dem unsere Namen standen. Es gab insgesamt drei Listen. Zum Glück waren Isabella und ich auf ein und die selbe Liste.

Ich sollte Mike zugewiesen werden....Isabella sollte die Partnerin von Jessica werden...Gut, dass ich sie änderte. Ich schrieb alles komplett neu ab. Natürlich imitierte ich die Schrift des Direktors perfekt. Das einzige, was ich änderte war, dass ich bei mir Isabella als Partnerin hin schrieb. Mike wurde, da es ja nicht anders ging, Jessica zugewiesen.

Schnell legte ich alles wieder so hin wie es vorher lag, nahm die alte Liste mit und steckte sie mir in die Hosentasche. Nun stand ich wieder vor dem Pult und wartete. Oh Gott....Wie ein Model steht er da und wartet...Auf mich... Das Herz der Sekretärin schlug höher. So war das immer, doch sie wusste natürlich, dass ich nie Interesse für sie haben würde.

Die Frau blieb vor mir stehen und füllte die Entschuldigung aus. "Bitte schön....Schönen Tag noch." Dankend lächelte ich "Ihnen auch." und ging zu meinem Volvo. Als ich drin saß startete ich den Motor und fuhr los.

So, das hatten wir nun auch geschafft. Morgen werde ich vielleicht mehr von ihr erfahren. Eins wusste ich, würde Mike oder Jessica oder sonst wer noch einmal so etwas der ähnliches tun, würde ich sie erbarmungslos umbringen!

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Feelings

Beitrag  Gast am Di 21 Dez 2010, 00:25

Kapitel 7. Feelings

Der Tag des Ausfluges war gekommen. Ich stand ganz alleine neben dem Bus, meine Geschwister hatte ich gesagt, dass sie mich heute mal ignorieren sollten. Sie sollten nicht zu mir kommen oder ähnliches, ich musste heute alleine mit Isabella sein.
Ich suchte mit meinen Augen nach einem schwarz gekleideten Mädchen und fand es schließlich: Isabella stand an ihrem Transporter und starrte leer vor sich her.
Ich wollte nur zu gerne wissen was sie nun dachte, doch ich konnte ihre Gedanken immer noch nicht lesen. Was war das für ein sonderbares Mädchen?

Als die Lehrerschaft uns Schüler aufrief und uns unsere Partner zu wiesen, betrachtete ich Isabella noch genauer. Wie würde sie darauf reagieren, dass ich ihr Partner sein würde? "...Isabella Swan und Edward Cullen..." Sie zuckte zusammen, als sie hörte, dass sie mit mir zusammen arbeiten musste.
Leise seufzte ich und stieg in den Schulbus ein. Ich hoffte zwar, dass sie sich neben mir setzen würde, doch wusste ich, dass sie dies wahrscheinlich nicht tat.

Als alle Schüler drin waren, suchte ich das Mädchen, mit der ich gerade zu kämpfen hatte. Wo war sie? Ich versuchte mich nur noch an ihren Geruch zu orientieren und fand sie dann. Sie saß neben Jessica! Verdammt noch mal, wie dumm konnte Isabella überhaupt sein? Sie saß lieber neben Jessica, als neben mir, obwohl neben mir noch ein Platz frei war.
Ich konnte es nicht glauben, Jessica hänselte das Mädchen. "Na du kleiner Emo?" Ich ballte meine Fäuste, als ich sah, dass Isabella ihre Schultern ängstlich hoch zog und starr auf den Boden sah.
Mike stand neben ihr und fing an sie unsanft zu schubsen, sodass sie fast vom Sitz gefallen wäre. Die kleine Zitterte am ganzen Körper, als Mike sie berührt hatte. "Oh, hab ich dir jetzt weh getan?" Fragte Mike mit einem sadistischen Unterton. "Das tut mir aber Leid!" Sagte er zynisch. Wie gerne würde ich jetzt aufstehen und ihn zeigen, dass er es lieber lassen sollte.
Jessica fing an gehässig zu lachen. "Geh doch in die Ecke und heul, du Vogelscheuche!" Ihr grinsen war so widerlich und hässlich, dass ich kotzen würde, wenn ich es denn könnte. Doch ich merkte, dass Jessicas Beleidigungen Bella nicht so sehr weh taten, als das geschubse von Mike. Immer wieder, wenn er sie berührte, zuckte sie zusammen.

Ich hielt es nicht mehr aus und als der Bus endlich anhielt, stieg ich als erstes aus. Ich brauchte etwas frische Luft. Ich musste mich beruhigen. Erst einmal runter kommen, sonst würde ich die beiden sehr wahrscheinlich noch umbringen.

Ich drehte mich zur Bustür um und sah, dass Isabella gerade ausstieg. Ihre Schultern waren hoch gezogen, ihre Blicke waren leer. Bevor der Lehrer uns in das Museum ließ, vereinbarte er noch eine Zeit, zu der wir uns wieder trafen und teilte uns die Aufgabenblätter aus.

Ich war mir bewusst, dass Isabella mir sowieso nicht folgen würde, so lief ich einfach hinter ihr her. Ich wusste nicht, wonach sie suchte, doch sie lief durch das Museum, ohne sich auch nur ein Bild anzusehen. Irgendwann aber setzte sie sich auf einer Art Sitzbank hin, die ganz abgeschieden von dem Geschehen war, es kamen nur kaum Leute hier rein weil es einfach nur ein Raum mit weißen Wänden war. Kein Bild, nichts war zusehen.

Bis hier hin hatte sie mich total ignoriert. Sie wühlte in ihrer, wie auch nicht anders zu erwarten, schwarzen Tasche und holte einen Füller heraus. Vorsichtig setzte auch ich mich neben sie, jedoch hielt ich einen Sicherheitsabstand, ich wusste ja, dass sie nichts mit mir zu tun haben wollte...

Sie fing an die Aufgaben zu bearbeiten, alleine. Obwohl es hieß, das solle in Partnerarbeit gemacht werden. Und woher sollte sie überhaupt wissen, wie die Antworten waren, wenn sie sich nicht einmal umgesehen hatte? Die Fragen waren doch ziemlich komplex und für einen Menschen wie sie nicht zu lösen ohne, dass sie sich das dazugehörige Bild ansah und etwas über den Künstler las.

Ich räusperte mich. "Eigentlich sollten wir Partnerarbeit machen..." Half ich ihr auf die Sprünge, worauf sie ihren hübschen Kopf hob und mich mit einem Blick an sah, der soviel hieß wie: Schnauze und lass mich einfach machen! Langsam konnte ich ihre Gesichtsausdrücke deuten. Was auch klar war, sie sah mich ja meistens nur mit den einen an.
Deprimiert fing auch ich an, die Aufgaben zu lösen. Für mich war es auch so einfach, ich musste mir hier nichts ansehen, um die Lösungen zu wissen.

Als ich fertig war, schob mir das Mädchen neben mir ihre Antworten rüber. Ich las sie mir durch und musste wirklich eingestehen, dieses Mädchen konnte was.
Sie hatte alles in etwa so gelöst wie ich. Nicht ganz so ausführlich, aber doch waren alle Antworten korrekt. "Super." Ich lächelte sie an.
Eine freundliche Geste, die sie anscheinend als Beleidigung an sah, denn sie riss mir das Blatt förmlich aus der Hand, stand auf und ging wieder zurück, dort hin, wo wir uns treffen sollten.
Ich beschloss noch etwas sitzen zu bleiben, sie wollte mich sowieso nicht dabei haben. Ich hatte echt gehofft, so könnten wir ins Gespräch kommen, aber Fehlanzeige!

Auf einmal hörte ich zwischen den ganzen Gesprächen und Gedanken der Museumsbesucher ein wimmern, ein bekanntes wimmern. Es kam von draußen.
Sofort stand ich auf und ging schnellen Schrittes zum Ausgang. Eigentlich sollte doch noch niemand da sein es war noch viel zu früh, doch ich hatte mich geirrt. Ich sah Mike, Jessica und...Isabella.

Vorhin wollte ich deren Gedanken nicht wissen, ich hätte sie nicht verkraftet, doch jetzt durchwühlte ich ihre Gedanken, denn da ich ja nicht schneller als ein Mensch laufen konnte und sie zu weit weg waren, musste ich jetzt schon wissen, was sie vor hatten.

Jessica lachte laut und hielt Isabella an ihren dünnen und zerbrechlichen Armen fest. Halt doch still du dumme Ganz! Dachte sie, da Isabella sich ziemlich wehrte, doch war sie zu schwach. Ich lief einen Schritt schneller.
Mike fing an sie ins Schienbein zu treten. "Gleich wirst du erlöst, Vogelscheuche!" Meinte er noch und ich hatte schon langsam eine Ahnung, was sie vor hatten. Ich fing an zu rennen, gleich bin ich da, halte durch meine kleine! Dachte ich.
"Okay, da kommt einer!" Schrie Jessica fast schon. "Eins, zwei, drei..." Sie gaben Isabella einen kräftigen Schubs, genau in dem Moment als ein LKW vorbei fuhr. Blitzschnell riss ich sie an den Armen und zog sie zu mir zurück! Ich hielt sie fest. Ich hörte ein kräftiges Schluchzen von dem Mädchen, welches ich in den Armen hielt. Nur am Rande bekam ich mit, dass Jessica und Mike das Weite suchten, es war mir egal, Morgen konnte ich mich immer noch an ihnen rächen.

Beinahe wäre sie, wegen den beiden von einem LKW überfahren worden. Ich konnte es nicht glauben, wäre ich nicht schnell genug gewesen, wäre sie jetzt vielleicht tot! Wie konnte man einen Menschen nur so etwas an tun?

Meine Gedanken wurden von etwas anderem unterbrochen. Sie weinte! Solch eine Gefühlsregung habe ich bei ihr noch nie gesehen. Ich hielt sie feste in meinen Armen und konnte nicht glauben, was ich gerade hörte. Warum.......Immer.......Verdammtes Leben.............Schmerzen..... Ich riss meine Augen auf. Hatte ich da wirklich ihre Gedanken gehört? Ich korrigierte mich: Hatte ich gerade ihre nicht zusammenhängende Gedankenschnipsel gehört?

Oh Gott! ja, es war so.....Ich verstand nicht viel daraus, doch ich hatte sie kurz gehört, nur ganz kurz. So als würde man Radio hören und der Empfang sehr schwach wäre und schließlich ganz weg ging. Genauso war es!

Sie hatte Schmerzen? Sie dachte etwas von Schmerzen! Ich strich über ihren Rücken und flüsterte ihr zu. "Ist ja gut...." Versuchte ich sie zu beruhigen, obwohl wirklich gar nichts gut war! Nicht wieder......Nicht wie letztens. Hörte ich sie wieder worauf sie anfing zu zittern, war es wegen mir? Hatte sie Angst vor mir, oder war es eher wegen dem Geschehen vorhin? Ich wusste es nicht doch ich würde sie doch trotzdem weiterhin in meinen Armen halten.

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Re: Dark Angel

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