Lunar eclipse

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Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Mi 20 Jan 2010, 21:19

Lunar eclipse


SYA(weiblich) = Das Licht.

TUNAY(männlich) = Nachtmond, der Mond der in der Nacht aufgeht.

ZYBRIAN(männlich) = Unvergänglichkeit, Beständigkeit, Ewigkeit

SUNAY(männlich)= Geschenk des Mondes

ANAS(männlich) = Der Noble



Die Geschichte erzählt von Tunay und Sya. Tunay ist ein Werwolf und Sya ein Vampir und somit war ihre Liebe schon von Anfang an zum scheitern verurteilt.
Ihre Liebe war verboten, doch konnten sie nichts für ihre Gefühle. Schon seit dem ersten Tage an, als sie sich begegnet waren, waren sie ein Herz und eine Seele gewesen. Zwar waren Werwölfe und Vampire schon seit Jahrtausenden Feinde, doch nicht so bei Sya und Tunay. Sie liebten sich seit dem ersten Augenblick an und als die Volturi in Volterra von den beiden erfahren hatten, hatten sie ihnen befohlen, sich zu trennen. Es war keine einfache Trennung, wie nicht mehr zusammen sein und keine Zuneigung mehr zu zeigen, nein es war eine Trennung für immer, sie sollten sich nie wieder sehen. Diese Tatsache traf sie beide Mitten ins Herz, würden sie jemals glücklich werden?
Diese Frage blieb bisher unbeantwortet.





>>Aber!<<, wollte sie protestieren, doch ich schüttelte mit den Kopf, während ich gegen meine Tränen ankämpfte.
Ich wusste das die Entscheidung, die ich jetzt treffen würde, die richtige war, auch wenn sie mir das Herz zerriss, war sie die einzig richtige und ich würde mich nicht davon abbringen lassen sie durch zu ziehen.
>>Es ist besser so.<< Sagte ich fast tonlos und schluckte, ich hätte nie gedacht das es so schwierig werden würde.
>>Ich kann das nicht! Ich kann nicht ohne dich!<< sagte sie den Tränen nahe und flehte mich an. Ich musste jetzt konsequent sein, sonst würde ich weich werden.
>>Bitte, mach es nicht schlimmer als es ist!<<, sagte ich mit scharfen Ton.
Ich wollte ihr nicht weh tun, es war sicher nicht meine Absicht, doch war dies der einzige Weg, sie zur Vernunft zu bringen.
Wie gerne wäre ich mal ein Kind, das nicht über alles nachdachte und einfach mal nur das tat, was es wollte, doch war mir dieses Leben noch nie vergönnt gewesen.
Schon von Anfang an musste ich mich selber ernähren, selber lernen und selber alle Erfahrungen machen, vor denen dich normalerweise die Eltern gewarnt hätten, hätte ich das Glück gehabt welche zu haben. Sie waren schon früh von mir gegangen und seitdem war es nicht gerade einfach gewesen.
>>Es tut mir so leid<<, sagte sie und als ich sah, wie ihr die Tränen an ihren geröteten Wangen hinunter liefen, zuckte ich und war kurz davor, sie in die Arme zu schließen und bei ihr zu bleiben.
Doch packte mich die Vernunft gerade noch rechtzeitig.
>>Es ist nicht deine Schuld, aber bitte lass mich gehen<<, sagte ich ohne jegliches Gefühl in meine Stimme eindringen zu lassen, damit sie nicht merkte, wie schwer es mir fiel.
>>Das kannst du nicht von mir verlangen<<, sagte sie und traf mich völlig unvorbereitet, als sie ihre Arme um meinen starren Körper schlang.
Wieder kämpfte ich mit meinen Gefühlen und der Vernunft.
Wenn ich sie jetzt küsste, würde ich mich unmöglich von ihr trennen können.
Die Verlockung war groß, nach zu geben und sie in die Arme zu schließen, doch hielt ich tapfer durch und wartete, bis sie sich von mir löste.
>>Du meinst es also ernst.<<, ihre Stimme bebte und ihr wehleidiger Gesichtsausdruck machte mich völlig fertig, so das ich zu Boden schauen musste. >>Ja<<, entgegnete ich ihr knapp, wich ihrem Blick aus.
>>Nun gut, ich werde dich gehen lassen, unter einer Bedingung<<, fing sie an und ich sah wieder auf, sie hatte einen sehr ernsten Blick aufgesetzt.
>>Sage mir hier und jetzt, das du mich nicht liebst<<, sagte sie.
Ich erstarrte und sah sie fassunglos an. Währenddessen hatte sie einen selbstgefälligen Blick auf gesetzt und grinste mich nun wissend an.
Sie wusste ganz genau das ich das nicht konnte und hatte mich somit in eine äußerst knifflige Lage gebracht. Unschlüssig stand ich da.
>>Und, wie entscheidest du dich?<<, fragte sie und zitterte, sie hatte Angst vor meiner Entscheidung, das sah man ihr an. Aber war es nicht auch klar? Sie hatte Angst das ich es sagen könnte, Angst mich zu verlieren, bei dem Gedanken daran brannte mein Herz noch mehr, es schien regelrecht zu brechen.>>Du weist ganz genau das ich das nicht kann!<<, sagte ich sauer, sauer darüber das sie anscheinend einen Weg gefunden hatte, damit ich hier blieb.
Doch ich wusste, das ich mich dennoch von ihr trennen musste.
>>Dann musst du wohl hier bleiben<<, entgegnete sie mir barsch, so kannte ich sie überhaupt nicht, sie war immer so einfühlsam und freundlich gewesen, davon merkte man nun keine Spur. >>Du weist genau das ich trotzdem gehe.<<, sagte ich vorsichtig, ich wollte sie nicht wieder aufregen.
>>Wieso tust du mir das an?<<, sagte sie mit schmerzerfüllter Stimme und setzte wieder ihren wehleidigen Blick auf.
>>Ich kann nicht anders, ich liebe dich mehr als mein Leben, das weist du, aber ich kann das Risiko einfach nicht eingehen!<<, sagte ich und hoffte, sie würde endlich meiner Meinung sein.
Doch weit gefehlt, sie gab nicht so schnell auf.
>>Ich verstehe dich ja, aber das Risiko gehe ich ein!
Es geht mir nicht besser wenn du verschwindest!<<, sagte sie und griff nach meiner Hand. Schnell entzog ich sie ihr. >>Ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passiert, egal wie du zu dieser Sache stehst, für mich gibt es keinen anderen Weg!<<, sagte ich ernst.
>>Tut es dir etwa nicht weh von mir getrennt zu sein, zerbricht es dir nicht das Herz, wenn du daran denkst dich von mir zu trennen?<<, fragte sie und schluchzte.
>>Mein Herz ist schon jetzt gebrochen, seit dem Augenblick an, als ich diese Entscheidung getroffen hatte Sya. Bitte glaube nicht, das es mir leicht fällt! Aber es ist einfach zu waghalsig und einfach nicht richtig.<<, sagte ich, ich wusste sehr wohl das dies zu hart klang, doch ging es einfach nicht anders.
>>Ich weiß das es gegen die Regeln ist, ein Vampir und ein Werwolf sollten nicht zusammen sein, aber wir lieben uns nun mal das kann das Gesetz nicht ändern!<<, kämpfte sie weiter.
Sie war schon ziemlich dickköpfig, das war sie schon immer, doch wurde es mir diesmal zum Verhängnis. >>Sie werden es nicht mehr länger dulden Sya, es ist zu gefährlich!<<, sagte ich mit Nachdruck. >>Wir werden es ihnen zeigen, wir lassen uns nicht einfach so auseinander reisen!<<, sagte sie, wollte wohl einfach nicht aufgeben. >>Und was ist dann? Sie werden uns töten ohne mit der Wimper zu zucken!<<, entgegnete ich ihr darauf und sie verstummte und sagte nichts mehr. >>Genau das wird passieren wenn ich jetzt nicht gehe!
Willst du das? Willst du jetzt sterben? Das ist genau das was sie wollen Sya, das lasse ich nicht zu!<<, sagte ich und wartete gespannt auf ihre Reaktion.
>>Nein natürlich will ich das nicht Tunay, aber ich genauso wenig möchte ich jetzt aufgeben! Ich lass mir meine Liebe, den Sinn meines Lebens nicht so einfach nehmen, verstehst du das nicht?<<, es kam mir vor, als würde sie immer blasser werden, doch konnte das natürlich nicht sein, da sie ja ein Vampir war.
>>Ich verstehe das schon, doch weiß ich wann es Zeit ist zu gehen. Wenn wir zusammen bleiben und hier für unsere Liebe kämpfen, glaub mir es ist besser wenn wir uns trennen und am Leben bleiben!<<, sagte ich, langsam hatte ich diese Diskussion leid, ich würde meine Meinung sowieso nicht mehr ändern.
>>Ach Tunay<<, schluchzte sie und umarmte mich noch einmal.
Diesmal ließ ich meine Gefühle zu, das letzte mal, spürte ich ihren kalten schlanken Körper auf meiner kochend warmen Haut, das letzte mal spürte ich ihre Tränen auf meiner Wange und das letzte mal spürte ich ihre zarten kalten Lippen, die sich an meine schmiegten.


Zuletzt von *Stella* am Mo 27 Dez 2010, 16:51 bearbeitet; insgesamt 10-mal bearbeitet
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1. Kapitel

Beitrag  *Stella* am Do 21 Jan 2010, 19:28

>>Tunay!<<, ertönte plötzlich Sunay's laute, helle Stimme und riss mich unsanft aus meinen Gedanken.
>>Was?<<, fragte ich und versuchte mich langsam wieder zurecht zu finden, ich war wohl völlig abgetreten gewesen. Als ich die Augen öffnete, sah ich erstmals verschwommen und nur langsam gewöhnten sich meine Augen wieder an die Umgebung. Ich saß in meinem Zelt, mitten im Wald und sah zu Sunay*, der den Reißverschluss des Zeltes aufgerissen hatte und mich nun amüsiert musterte.
>>Hallo jemand Zuhause?<<, fragte er belustigt und schaute grinsend drein. >>Ja, sorry.<<, murmelte ich trocken, wenn er wüsste, über was ich nach gedacht hatte, würde er nicht so doof anschauen.
>>Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass das Lagerfeuer bereit ist.<<, meinte er und beobachtete mich, wie ich mir meine Tränen aus den Augen wischte und wieder in Bewegung kam. Ich musste hier Stunden verbracht haben, auch wenn ich nicht genau wusste wie lang, es war auf jeden Fall von so langer Dauer, das meine Gelenke zu knacken begangen, als ich meine Handgelenke kreisen ließ.
>>Komm schon du altes Klappergestell, die anderen werden nicht ewig auf dich warten!<<, sagte er und schüttelte lachend mit dem Kopf, ich verstand gar nicht was an meinem Anblick so lustig war!
>>Geh du doch schon mal vor, ich komme gleich.<<, sagte ich ihm nur und wand den Blick sofort wieder ab. Ich konnte ihn einfach nicht weiter in die Augen sehen, wenn er fröhlich war, es tat mir eigenartig weh.
>>Ok.<<, erwiderte er und ließ mich in dem kleinen Zelt alleine.
Schon seit Tagen ging das so, ich wachte morgens auf, machte mich fertig und verkriechte mich hier im Zelt um meinen Gedanken nach zu gehen, dabei wollte ich doch der starke von uns beiden sein! Ich war in dem Moment sehr froh das Sya das nicht sehen konnte. Ich hatte ihr bei unseren Abschied den starken vorgespielt, so wenig wie möglich Gefühle an mich heran gelassen um ihr ein gutes Vorbild zu sein und was war das jetzt?
Natürlich konnte sie es nicht sehen und es hätte mir egal sein können, aber dennoch ärgerte es mich, das ich sie damals so angeschwindelt hatte.
Ich wollte stark sein, für sie, für uns und nun saß ich da, wie ein Häuflein Elend und hing meinen Gedanken nach, die sich Tag und Nacht nur um sie drehten.
Ich war sauer, sauer auf mich, sauer auf die Volturi, die unsere Trennung erst verursacht hatten und musste mich irgendwo abreagieren, bevor ich durch drehte! Jeden Tag begann ich mehr daran zu zweifeln, ob das damals wohl wirklich die richtige Entscheidung gewesen war, sie zu verlassen und das durfte nicht sein! Ich wusste ganz genau, das die Volturi uns sonst getötet hätten, doch dachte ich immer wieder an das >WENN<. Wenn ich geblieben wäre, wenn ich um unsere Liebe gekämpft hätte, wenn ich Mut bewiesen hätte, was dann passiert wäre.
War ich damals feige? War es ein Fehler zu gehen?
Hatte sie damals recht gehabt damit, für unsere Liebe zu kämpfen?
Ich war mir so sicher gewesen, das es die richtige Entscheidung gewesen war und jetzt?
Wieso zweifelte ich genau jetzt daran?
Nach zwei Jahren, die vergangen waren, wieso kam ich gerade jetzt auf die Idee?
Es regte mich auf, das ich nicht sagen konnte, ob es nun die richtige Entscheidung war, weil wenn ja, hatte ich die falsche getroffen und würde es wo möglich mein Leben lang bereuen. Aber mit wem konnte ich schon darüber reden?
Mit Sunay? Meinem gleichaltrigen, aber nicht ganz so schlauen Kumpel?
Das konnte ich nicht, da er ja noch nicht mal von der ganze Geschichte mit Sya und den Volturi wusste, er würde mich verurteilen, weil ich ihm so lange nichts davon gesagt hatte.

Während meiner Eingewöhnungszeit im Rudel, sprach ich kein Wort.
Ich war völlig in mich gekehrt und mit den einzigen Personen die ich sprach, waren Sunay und Zybrian*, dem Anführer des Rudels. Und selbst dies tat ich so selten, das ich jeglichen Kontakt zu ihnen vermied.
Ich war allein, einsam, in mich gekehrt und ein „hoffnungsloser Fall“, wie mich die anderen am Anfang immer genannt hatten.
Bis ich lernte das Gefühl der Leere zu ignorieren und so zu tun, als ob nichts wäre, so schwer es mir auch viel.
Das ging auch eine Zeit gut, solang ich nur immer genug Zeit für mich und meine Gedanken hatte.
Und nun stand, bzw. saß ich in meinem Zelt und musste mir die Frage stellen, ob die Entscheidung, die ich unter Tränen vor zwei Jahren getroffen hatte, die falsche gewesen war.


Zuletzt von *Stella* am Mo 07 Jun 2010, 22:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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1. Kapitel (Teil 2)

Beitrag  *Stella* am Fr 22 Jan 2010, 20:49

Als ich mich so einigermaßen beruhigt hatte, stand ich schließlich auf und schlüpfte, wenn auch widerwillig, aus dem Zelt hinaus. Draußen war es ziemlich hell und meine Augen tränten etwas, was diesmal nicht meine Schuld war. Ich riss mich zusammen und gesellte mich so unauffällig wie möglich, zu den anderen, die sich um das Lagerfeuer versammelt hatten. Aber natürlich bemerkten sie mich sofort und warfen mir Blicke zu, die Sunay ähnlich sahen, ich versuchte sie zu ignorieren.
Als ich Sunay auf einen der Baumstümpfe sitzen sah, atmete ich tief durch und setzte mich neben ihn, er hatte einen Platz für mich reserviert, für was ich ihm sehr dankbar war.
Schnell warf ich ihm einen dankbaren Blick zu und er nickte, ehe ich meinen Kopf wieder senkte und zu Boden sah. Ich spürte, wie sie mich ansahen, wie sie sich darüber lustig machten, wie ich mich verhielt und dieses Gefühl lies mir Gänsehaut über den Rücken fahren.
>>Tunay, willst du nicht auch mal was Essen?<<, hörte ich Zybrian nach einer Weile fragen. Nun musste ich mich zwingen auf zu sehen. >>Ja<<, das war das einzige was ich unter den ganzen Gesichtern, des Rudels heraus bekam, ich fühlte mich wie ein schwer Verbrecher.
Er reichte mir ein Steak, welches er in zwei Brötchenhälften gesteckt hatte. >>Danke Zybrain<<, sagte ich knapp, ich konnte mich unter diesen Umständen einfach nicht entspannen.
Ich fühlte mich, als hätte ich irgendetwas getan, obwohl es nicht so war.
Denn was hatte ich denn schon angestellt?
Ich war ruhig, tat das was Zybrain von mir verlangte, nämlich einmal in der Woche die Schicht zu übernehmen, im Wald als Wolf herum zu laufen und Wache zu halten.
Ich hatte nichts falsches getan, wieso taten sie dann alle als ob es so wäre?
Als ich mich zurück auf meinen Platz setzte, sah ich Sunay fragend an.
Er verstand mein Anliegen, jedoch konnte er auch nur nichts ahnend mit den Schultern zucken. Als jeder ein Steak oder seine Bratwürste von Zybrian bekomme hatte (Das war so ein Brauch bei uns, das er uns das Essen reicht), herrschte ein angenehmeres Klima unter uns.
Jeder unterhielt sich angeregt, so dass sie zum Glück nicht weiter auf mich achteten, das gab mir die Gelegenheit mit Sunay zu reden.
>>Sag mal hab ich einen Mord begangen von dem ich nichts weis? Oder wieso tun die alles so doof?<<, fragte ich ihn und beugte mich etwas hinüber, falls doch jemand zu hörte.
>>Nicht das ich wüsste, wieso?<<, Sunay grinste, er war anscheinend froh, das mein Humor, den wir beide besaßen, zurück gekehrt war. Ja das, aber was ich alles noch in mir verbarg, davon konnte er nicht mal etwas ahnen.
>>Weil sie mich alle so blöd anschauen, ich komm mir vor wie der Massenmörder!<<, sagte ich und musste über meinen Satz selber lachen.
>>Na ja, du warst nicht gerade gesprächig in letzter Zeit und bist,wenn man dich etwas fragt, nicht mal dazu in der Lage das zu wiederholen, was die Person zu dir gesagt hat.
Jetzt mal im ernst, am Anfang warst du schon so komisch und dann hatte sich das wieder gelegt, doch jetzt ist es zurück gekommen, kannst du mir das bitte erklären?<<, es war klar das er das irgendwann fragen würde, doch war dies der unpassendste Moment ,den er hätte treffen können.
>>Du bist so unglücklich und in dich gekehrt, ich mache mir nur Sorgen.<<, fügte er hinzu, als ich nichts sagte, unschlüssig starrte ich auf den Waldboden. Was sollte ich dazu denn jetzt sagen?
Er würde sich sicher darüber lustig machen oder? Ein Werwolf der sich in einen Vampir verliebte, er wird mich für komplett bescheuert halten! Schließlich wusste jeder, das Vampire grauenhafte Wesen waren und sie bis zum Himmel stanken! Doch das hatte Sya für mich noch nie.
Und sie war auch nicht so wie die anderen ihrer Art, nur auf Blut aus, ohne Rücksicht auf die armen Menschenleben zu nehmen, nein sie hatte immer Mitleid mit ihnen und suchte sich ihre Opfer immer nach einer bestimmten Art aus. Leute die sterben wollten, wegen Alter usw. oder Verbrecher und so.
Und dafür liebte ich sie.
Sie hatte sich am Anfang sogar gehasst, als sie erfahren hatte, das sie zu einem Vampir geworden war und schwor sich der wilden Bestie in ihr nicht hinzu geben.
Und sie schaffte es. Es war mir ein Rätsel wie sie es in der Gegenwart ihrer Familie ausgehalten hatte, doch war ich damals noch nicht in ihr Leben getreten, so dass ich das nie wirklich mit bekommen hatte.
Als ich sie traf, war ihre Familie längst nicht mehr am leben.
>>Tunay?<<, ich hatte es wohl mal wieder geschafft, völlig in meine Gedanken versunken zu sein, das ich das Gespräch und alles um mich herum mal wieder vergessen hatte.
>>Das ist eine lange Geschichte<<, sagte ich und hoffte, das ich es noch ein wenig hinaus zögern konnte, damit ich noch etwas Zeit hatte, darüber nach zu denken, wie ich es ihm am besten sagen würde.
Denn es stand fest, das wenn ich lüge würde, er es sofort an meinem Gesichtsausdruck ablesen konnte, ich war kein besonders guter Schwindler.
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2. Kapitel

Beitrag  *Stella* am Sa 23 Jan 2010, 20:14

~Sya~

Hier lag ich.
In meiner sehr hellen, trostlosen Wohnung.
Abgeschottet von allem.
Denn seit mich Tunay, vor zwei Jahren verlassen hatte, breitete sich in mir eine unendliche Leere aus, die nur er hätte schließen können.
Nun lag ich da, auf meiner Couch, dem einzigen Möbelstück, der gesamten Wohnung, zusammen gerollt und allein. Seit er mich zurück gelassen hatte und er mein Herz mit genommen hatte, wandelte ich umher wie eine lebendige Leiche, denn alles um mich herum, kam mir irreal vor, als wäre es nicht wirklich da und das einzige was ich sehen und spüren konnte, war mein Schmerz.
Jede Stunde, jeder Tag, wurde schlimmer für mich, und ich war an einen Punkt angekommen, wo ich nicht mehr weiter kam. Es waren zwar schon zwei Jahre vergangen, doch war ich nicht einen Schritt weiter gegangen, für meine Zukunft.
Ich fühlte mich als wäre es erst gestern passiert und hatte immer noch die Trennung vor Augen, wie ein Werbespot, den ich öfter gesehen hatte.
Jedes mal spielte sich dieser Moment vor meinem inneren Augen ab und egal was ich versuchte, mich ab zu lenken, es gelang mir nicht.
Wenn ich meine Augen schloss, sah ich wie er mich anlächelte, wenn ich Fernsehen schaute, kam ein Liebesfilm und erinnerte mich noch mehr an ihn, es war wie ein Teufelskreis, aus dem ich einfach nicht heraus finden konnte.
Ich war schon seit Wochen hier in meiner Wohnung und wusste, ohne in den Spiegel zu schauen, das meine Augen schwarz waren und ich, wenn mir ein Mensch begegnete, mich nicht zusammen reisen konnte.
Mein Blutdurst und das Brennen im Hals halfen mir dabei, mich etwas von meinem eigentlichen Schmerz ab zu lenken, doch wusste ich, ich musste wieder jagen gehen.
Da ich es nicht für möglich hielt und mir bei dem Gedanken daran schon schlecht wurde, Menschen zu töten, jagte ich Tiere. Zwar stillten sie meinen Durst nicht so intensiv und nicht solange wie Menschen, doch war es immer noch besser als Menschenleben auf dem Gewissen zu haben.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, das zu tun.
Doch war es ziemlich schwer jetzt raus zu gehen.
Denn ich konnte nicht schneller rennen, als normal, denn das wäre aufgefallen und das Riskio, das ich einem Menschen begegnete war mehr als groß.
Es gab immer mal eine Person die mal so eben über den Gehsteig lief, es war einfach viel zu riskant. Doch gleichzeitig wurde ich hier langsam verrückt vor Durst, ich wusste nicht was ich machen sollte. Sollte ich das Risiko eingehen und vielleicht bald einen Menschen auf dem Gewissen haben?
Nein das konnte ich einfach nicht, ich hatte solange kein Menschliches Blut mehr geschmeckt, ich würde mich nicht mehr dazu bringen können danach noch das Blut von Tieren zu trinken.
Unschlüssig saß ich da ,auf meiner Couch und blickte auf die leeren weißen Wände, meiner Wohnung. Ich wusste, das es nicht so weiter gehen konnte.
Ich lebte nicht mehr richtig, hatte seit dem nicht einmal gelacht und hatte keinen Kontakt zur Außenwelt mehr. Meine Wände waren kahl, wie sollte man sich denn hier auch jemals wohl fühlen können?
Meine Gedanken ließen mich nur kurz meinen Durst vergessen, als mir plötzlich in lautes Knurren aus meiner Kehle entfuhr. Nun war es soweit, ich hatte mich zu lange auf die Probe gestellt, das die Bestie in mir heraus kommen würde und ich war zu schwach mich dagegen zu wären.
Ohne genau zu wissen was ich tat, lief ich in den Flur, holte meine Jacke vom Geländer (völlig egal eigentlich, ich weis) zog meine Schuhe an und flitze in vampirischer Schnelligkeit die Treppe des Hochhauses hinunter. Kurz bevor ich das Gebäude verließ, bremste ich und atmete tief durch.
>>Du wirst dich nicht gehen lassen! Du bist Sya und kein gefühlloser Vampir!<<, brüllte ich mich selbst an um mir die Willenskraft, die ich im Moment wohl nicht mehr besaß, zurück zu holen. Danach öffnete ich die Tür und machte einen Schritt nach draußen.
Ein kalter Wind wehte draußen und ließ meine dunkelbraunen Haare in der Luft herum wirbeln. Ein Schauer lief mir über den Rücken, als mich die vielen Düfte, der Natur und vor allem der Menschen trafen, die vor meinen pechschwarzen Augen, unwissend vorbei liefen. Mein Magen krümmte sich vor lauter Hunger zusammen und ich wusste das ich das nicht war, die da zu mir Sprach: >>Los schnapp sie dir!<<, ich wusste das es mein innerer Dämon war, der da zu mir sprach und mich dazu bringen wollte, mich meiner Natur nach zu geben.
Doch wollte ich nicht zu dieser Art von Vampir gehören.
Ich wollte Chips knabbern, Gemüse und Obst zu mir nehmen und diesen blöden Durst am liebsten vergessen. Doch wusste ich das es mir nicht gelingen würde.
Ich konnte dies zwar alles Essen, doch nie mehr wirklich genießen.
Ich stand starr da, versuchte nicht zu atmen, um den verführerischen Gerüchen aus zu weichen und überlegte, was ich nun tun sollte. Langsam tat ich noch einen Schritt vor und sah, das die Straße plötzlich Menschenleer war. Es war Abends, etwa halb sieben, hatte ich mir das nur eingebildet?
Nein diesen Geruch konnte man sich nicht einbilden.
Als ich wieder Luft in meine Lungen ließ, traf mich es wie ein Peitschenhieb. Schnell öffnete ich wieder meine Augen. Ich Trottel hatte die ganze Zeit meine Augen geschlossen, deshalb sah ich niemanden! Wieder sah ich Geschäftsleute mit Koffern, Frauen, die ihr Kind an der Hand hielten.
Doch war egal was ich sah, der Punkt war, was ich roch!
Ich war es einfach nicht mehr gewohnt, diesem Geruch zu widerstehen, da ich schon lange nicht mehr unter Menschen getreten war, was sich nun bitter bezahlt machte.
Ich setzte gerade zum Sprung an, als mich eine kalte feste Hand umklammerte.
Ehe ich mich wehren konnte, versetzte mir, diese unbekannte Person einen schlag auf den Hinterkopf und ich verlor augenblicklich das Bewusstsein.
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3. Kapitel

Beitrag  *Stella* am Mo 25 Jan 2010, 19:01

~Sya~

Als ich wieder zur Besinnung kam und meine Augen langsam öffnete, fand ich mich auf einem Bett wieder. Der Raum, in dem ich mich befand, war mir unbekannt, doch er gefiel mir.
Links von mir stand ein großer weißer Schrank, der sehr edel wirkte und die Wandfarbe war in einem hellen rosa gehalten.
Wo war ich?
Langsam bekam ich etwas Angst, denn diese Person, die mich davon abgehalten hatte, einen dummen Fehler zu begehen, kannte ich nicht und ich wusste nicht ob sie gut war, oder etwas schlimmes im Schilde führte.
>>Hallo?<<, fragte ich unsicher, ich wollte so schnell wie möglich wissen, wer diese Person war.
An ihrer Körpertemperatur hatte ich, bevor ich das Bewusstsein verloren hatte, erkannt das es ein Vampir war, was mich neugierig machte.
Kaum hatte ich dieses Wort ausgesprochen, stand eine kleine Frau vor mir.
Sie hatte schwarze Haare, die kurz geschnitten waren und frech in der Luft herum standen und trug ein blaues verspieltes Kleid. Ihre Lippen formten ein fröhliches Lächeln, sie schien nett zu sein.
>>Hallo! Ich bin Alice.
Hab keine Angst ich bin okay!<<, hörte ich die kleine Person sprechen.
Ihre Stimme glich einen Glockenspiel, man konnte sie einfach nur sympathisch finden.
Als ich ihr nichts entgegnete, setzte sie sich zu mir aufs Bett und nahm langsam, um mich nicht zu erschrecken, ihre Hand in meine.
>>Und wie ist dein Name?<<, fragte sie freundlich und wartete, bis ich ihr eine Antwort gab.
>>Ich heiße Sya.
Sag mal Alice, wie bin ich hier her gekommen?<<, stellte ich gleich die Frage, die mich von alledem am meisten interessierte.
>>Jasper hat dich aufgegabelt.
Das war so knapp das sag ich dir!<<, sagte sie und ich verstand nur Bahnhof.
Wer war Jasper?
Wieso hatte er mich vor einer Dummheit bewahrt?
Ich meine, ich war ihm sehr dankbar, aber wieso?
>>Ich weiß, das ist gerade ziemlich verwirrend für dich.
Also jetzt mal grob zusammen gefasst,
er hat deine starken Emotionen gespürt und nach dir gesucht, das ist seine Gabe weist du und ja, als er dich gesehen hat, hat er dich gepackt und hier her gebracht.<<, sagte sie.
Langsam entspannte ich mich wieder.
Jasper war anscheinend nett, ich war nicht in Gefahr!
>>Und wo genau bin ich hier jetzt?<<, ich war immer noch völlig durch den Wind, es würde eine Zeit dauern bis ich mich an diese Situation gewöhnt hatte.>>In unserer Villa.
Jazz ist nebenan.<<, sagte sie und schaute dabei zu Tür, als würde er gleich herein kommen.
>>Willst du ihn kennen lernen?<<, fragte sie aufgeregt, sie schien es am Herzen zu liegen, ob ich ihn mochte.
>>Gerne.<<, erwiderte ich darauf und sie strahlte. >>Klasse! Du wirst ihn sicher mögen!<<,
sagte sie und zog mich stürmisch zur Tür.
Als ich den langen Gang entlang gezogen wurde, hielt Alice plötzlich vor einer Tür und öffnete sie.
>>Jazz, Schatz, sie ist endlich wach!<<, sagte sie und rannte ihm entgegen.
Jasper hatte etwas längeres, gelocktes Haar, einen guten Körperbau und machte auch sonst einen guten Eindruck.
Als sich Alice wieder von ihm lösen konnte, schaute sie zu mir.
>>Wieso hast du das gemacht?
Ich bin dir sehr dankbar dafür wirklich, aber wieso, aus welchen Grund? Wir kennen uns gar nicht.<<, sagte ich.
Am liebsten hätte ich es wieder zurück genommen, so unhöflich wie das klang.
Jasper, der zuvor auf einem Stuhl gesessen hatte, ging nun zu mir.
>>Ich hab deine Emotionen gespürt, diesen Kummer, diesen Schmerz und dein großes Verlangen nach Blut.
Das hat mich einfach sehr mit genommen.<< sagte er.
Seine Stimme hatte etwas warmherziges und gütiges an sich, was ebenfalls in seinem Blick lag.
>>Danke Jasper, danke das du mich gerettet hast.<<, sagte ich und in meiner Stimme schwang so viel Dankbarkeit und gleichzeitig, der Kummer wegen Tunay mit, das ich, wenn ich ein Mensch wäre, in Tränen hätte ausbrechen können. Stattdessen umarmte ich ihn kurz und lächelte.
>>Also ihr wohnt hier in einer Villa, ganz allein?<<, fragte ich sie dann, als wir uns alle nur stumm anstarrten und auf unseren Stühlen saßen. Jasper grinste.
>>Nein. Bella, Edward, Emmett und Rosalie, sind gerade jagen.<<, sagte sie und ich erstarrte, bei dem Wort >JAGEN<. Augenblicklich starrte ich in Alice Augen. Sie waren topasfarben.
Danke, danke danke! Dachte ich dabei nur und sah an die Decke.
Ich wusste nicht was ich getan hätte, wäre ich auf Vampire gestoßen, die menschliches Blut tranken.
>>Puh<<, entfuhr es mir und Alice schaute mich komisch an.
>>Was?<<, fragte sie und Jazz grinste, er hatte es vermutlich verstanden.
>>Schatz, als du JAGEN gesagt hast, hatte sie Angst bekommen, wir würden Menschen..<<, sie schnitt ihm das Wort ab. >>Aber nein Sya!
Ganz sicher nicht, wir ernähren uns von tierischen Blut, genauso wie du!<<, sagte sie und nickte mir zu.
>>Ich bin so froh, das ich nicht die einzige bin!
Seit meiner Existenz, bin ich nur auf Vampire gestoßen, die das taten.
Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, ob es solche wie mich überhaupt noch einmal gab, ich bin so erleichtert nicht die einzige zu sein!<<, sagte ich und meine ganzen Emotionen, der Kummer um Tunay, die Angst und die Freude strömten auf mich ein. Armer Jasper!
>>Sya.<<, er stöhnte auf, es musste kein angenehmes Gefühl sein, das zu spüren.
>>Es tut mir leid! Ich kann nicht anders!<<, sagte ich und versuchte meine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, doch kam jetzt noch Panik hinzu. Mit schmerzverzerrter Miene hielt Jazz sich den Kopf.
>>Ich muss hier raus!<<,brüllte er und war auch schon aus dem Zimmer verschwunden.
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3. Kapitel(Fortsetzung)

Beitrag  *Stella* am Di 26 Jan 2010, 21:47

~ Tunay ~

>>Und weiter?<<, er würde mich wohl solange nerven, bis ich es ihm erzählen würde. Also beschloss ich, es schnell hinter mich zu bringen.
>>Nicht hier.<<, sagte ich und stand auf.
Und wieder war es so wie am Anfang. Das ganze Rudel, das sich bis eben noch unterhalten hatte und seine Mahlzeit genoss, wand sich nun mir zu.
>>Komm schon.<<, sagte ich, ich wollte so schnell wie möglich hier weg. Als wir uns ein paar Meter vom Lagerfeuer entfernt hatten, entschied ich mich, etwas weiter in den Wald hinein zu laufen, um zu verhindern, das uns irgendjemand zu hörte. >>Komm, lass uns ein wenig gehen.<<, sagte ich und verwandelte mich im Flug in einen Wolf.
Mir war klar, das ich mich sobald ich mit ihm reden wollte, mich wieder zurück verwandeln musste, da wir in Wolfsgestalt das Risiko eingegangen wären, Mithörer zu haben.
Also hielt ich nach grob geschätzt, zehn Kilometern und verwandelte mich in einen Menschen zurück. Als ich wieder auf zwei Beinen stand, sah ich an mir herunter.
Ich hatte doch schon wieder vergessen, meine Hose vorher aus zu ziehen! Das hatte man nun davon wenn man von den Blicken des Rudels flüchten musste. >>Wie wäre es denn mit einer Hose Tunay?<<, sagte Sunay grinsend.
>>Das wäre in der Tat nicht schlecht.<<, entgegnete ich ihm und grinste zurück, diese Situation musste man einfach belustigt hin nehmen.
>>Ich könnte dir möglicherweise aus helfen.
Unter einer Bedingung.<<, begann er und holte eine zweite Hose hinter seinem Rücken hervor, die andere hatte er sich längst über gezogen.
>>Welcher Bedingung?<<, sagte ich genervt, was man an meinem Gesichtsausdruck, meiner Haltung und auch meiner Stimme anmerken konnte.
Es war mir egal. >>Du erzählst mir jetzt, was los ist.<<, sagte er.
Ja der Grund, wozu wir hier überhaupt hin gegangen waren, klar. >>Okay.<<, sagte ich und streckte meine Hand aus, damit er mir die Hose geben konnte.
Er tat es mir gleich, hielt aber kurz inne.
>>Schwörst du?<<, oh man, ich kam mir vor wie in so einer Daily Soap.
>>Ja mein Herz, ich schwöre es.<<, sagte ich und ging theatralisch in die Knie.
>>Dürfte ich jetzt bitte meine Hose bekommen?<<, fragte ich und Sunay schaute ernst.
>>Jetzt mal im Ernst Tunay, ich will dir nur helfen!<<, sagte er, fand meinen Vortrag von eben wohl nicht so amüsant, wie ich es selber fand.
Tja, wie sollte er mir bitte damit helfen?
Er reist die Wunde, die nie richtig geschlossen war, nur noch weiter auf, das bekam ich auch alleine hin. >>Ja ich erzähl es dir Sunay, ehrlich!
Aber könnte ich jetzt bitte die Hose bekommen?<<, ich fühlte mich unwohl, so vor ihm entblößt zu sein.
Wir kannten uns zwar schon seit etwa 2 Jahren, doch war es dennoch unangenehm für mich.
>>Dein Wort in Zybrians Gehörgang.<<, murmelte Sunay vor mich hin und reichte mir schließlich die Hose.
Schnell schlüpfte ich hinein und machte den Reißverschluss zu.
Als ich wieder aufsah, bemerkte ich, das mich Sunay angestrengt musterte.
Es schien ihm wirklich am Herzen zu liegen, was mit mir war.
Ich setze mich direkt, dort wo ich saß auf den Boden und bat Sunay mit einer Geste, etwas näher zu mir heran zu rücken. >>Es geht um ein Mädchen.<<, begann ich und sein Gesicht erhellte sich etwas. >>Oh, eine junge Liebe.<<, sagte er vor sich hin.
>>Ihr Name ist Sya.<<, nach diesem Satz musste ich aufhören. Schnell schluckte ich den Kloß, der mir bei ihrem Namen aufgekommen war, hinunter.
Ich wollte nicht vor meinem Kumpel in Tränen ausbrechen, ehe er überhaupt wusste was geschehen war.
>>Wir liebten uns seit dem ersten Tag an.
Doch war unsere Liebe von Anfang an mit einem großen Risiko verbunden.<<, wieder hielt ich inne, ehe ich ihm anvertraute, das sie ein Vampir war.
Der Punkt, der unsere Liebe unmöglich machte.
>>Wieso das?<<, fragte er, er wirkte auf mich wie ein Kind, das unbedingt wissen wollte, was es zum Geburtstag geschenkt bekam.
Doch würde er sich sicher nicht so darüber freuen.
>>Sie ist ein, ein.<<, ohne es verhindern zu können, liefen mir bereits die ersten Tränen die Wangen hinab, ich konnte es einfach nicht aussprechen.
Wie würde er reagieren?
Würde er es Zybrian erzählen?
Würde er mich dann aus dem Rudel werfen?
Ich konnte es einfach nicht sagen. Schon von Anfang an war dies ein Problem gewesen, überall wo wir auftauchten, bedachten uns die Vampire oder Werwölfe mit großen Spott und Missachtung. Ich konnte es einfach nicht aussprechen. >>Tunay?<<, Sunay klang nun sehr besorgt und bald spürte ich seine ebenso erhitzen Arme, die er auf meine Schultern legte.
Als ich mir meine Tränen weg wischte, merkte ich erst wie sehr ich zitterte.
>>Ich kann es nicht sagen.<<, entgegnete ich meinem Freund, damit er nicht auf eine Antwort von mir wartete.
>>Was ist denn nur los?
Ist sie ein Mensch?<<, er kam nicht mal selber darauf.
Vermutlich war der Gedanke, das sie ein Vampir war, so abwegig, das er es gar nicht in Betracht zog.
Woher sollte er auch wissen das Sya nicht stank und überhaupt ganz anders als die anderen Vampire war?
Das konnte er nicht wissen.
>>Sie ist unser schlimmster Feind.<<, versuchte ich, blind vor Tränen, ihn hiermit zu vermitteln, was sie war.
Als ich das gesagt hatte, ließ er mich los und starrte mich ungläubig an.
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4. Kapitel

Beitrag  *Stella* am Fr 29 Jan 2010, 18:18

~Sya~

>>Jasper!<<, rief ich ihm noch hinterher, doch es hatte keinen Zweck, er war verschwunden.
>>Es tut mir so leid! Das hatte ich nicht gewollt!<<, sagte ich und klang leicht hysterisch, ich hatte ziemliche Schuldgefühle wegen Jasper's leiden.
>>Ist schon okay.
Er wird sicher bald wieder kommen.<<, sagte Alice, klang so, abwesend, als wäre sie mit ihren Gedanken ganz woanders. >>Wenn Jasper solche Kopfschmerzen von ihren Gefühlen bekommt.<<, hörte ich sie entsetzt murmeln. Plötzlich war es ganz still im Raum und Alice wand ihren Blick zu mir.
Ihr Gesicht zeigte mir, das sie geschockt war.
>>Jasper ist noch nie vor Emotionen geflüchtet!<<, sagte sie und starrte mich an. Ich konnte diesem durchdringenden Blick einfach nicht länger standhalten und sah frustriert zu Boden.
Egal wo ich hin kam entstand das Chaos!
Erst bei Tunay, wäre ich nie auf ihn getroffen, hätte ich ihm die Schmerzen ersparen können und jetzt Jazz, ich war dazu verdammt ein Einzelgänger zu sein.
>>Es tut mir wahnsinnig leid Alice, ich wollte das wirklich nicht! Ich richte doch überall nur Unheil an.<<, sagte ich und stand von meinem Stuhl auf und sah zu Boden.
Sollte ich gehen?
Aber wohin?
Ich wusste weder wo ich war, noch wo ich hin sollte.
>>Nein, bleib hier, Sya bitte!<<, Alice klang flehend und kurz darauf spürte ich ihre kalte Hand die sie um mein bebendes Handgelenk schlang.
>>Was ist dir widerfahren, das Jasper so darauf reagiert?<<, sie klang angespannt, versuchte sich darauf einzustellen, was ich ihr erzählen würde.
Doch ich bekam nicht ein Wort heraus.
Meine Kehle fühlte sich trocken und zugeschnürt an, immer noch hielt ich meinen Blick gesenkt und das einzige Gefühl was ich in diesem Moment spürte, war Verzweiflung.
War ich auf ewig dazu verdammt, unglücklich zu sein?
Ich konnte das nicht.
Ich konnte mit diesem Schmerz so nicht weiterleben.
Mein ganzer Körper war nun erstarrt.
Erneut strömten alle Ängste, Erinnerungen und Erlebnisse in mein Gedächtnis zurück und trafen mich unbarmherzig wie ein Peitschenhieb.
Mein Körper bebte innerlich, als sich unsere Trennung, vor zwei Jahren vor meinem inneren Auge abspielte.

>>Aber!<<, wollte ich protestieren, doch er schüttelte mit den Kopf, worauf sich mein Körper krampfhaft anspannte und mein Herz zu zerspringen schien.
Wieso tat er mir das an, wieso kämpfte er nicht, so wie ich?
>>Es ist besser so.<<
Sagte er hart und ich umschlang hektisch meine Mitte, als würde es mich von dem grausamen Schmerz abhalten, was mich diese Worte spüren ließen.
>>Ich kann das nicht! Ich kann nicht ohne dich!<< sagte ich den Tränen nahe und flehte ihn an.
Ich hoffte, ihn doch noch umstimmen zu können.
Doch sah ich in seinen Augen, das er nicht nachgeben würde.
>>Bitte, mach es nicht schlimmer als es ist!<<, sagte er mit scharfen Ton.
Ich nahm all meine Kraft zusammen, um den Boden unter meinen Füßen nicht zu verlieren.
>>Es tut mir so leid<<, schluchzte ich, ich wollte das einfach nicht wahrhaben.
>>Es ist nicht deine Schuld, aber bitte lass mich gehen<<, sagte er, seine Stimme klang so herzlos und hart, das ich fas gedacht hätte, das es ihm nichts ausmachte, von mir zu gehen.
Doch sah hinter seiner Mauer, die er versuchte aufrecht zu erhalten, das er das alles aus Liebe tat.
>>Das kannst du nicht von mir verlangen<<, sagte ich und um dies zu unterstreichen schlang ich meine Arme um seine Mitte und drückte ihn fest an mich, am liebsten hätte ich ihn nie wieder los gelassen.
Als ich merkte, das er seine Arme dort behielt, wo sie waren, traf es mich hart, ich versuchte mich unter Kontrolle zu halten.
>>Du meinst es also ernst.<<, sagte ich voller Schmerz, er sah zu Boden.
>>Ja<<, sagte er mir, kein Funken Schmerz lag darin.
>>Nun gut, ich werde dich gehen lassen, unter einer Bedingung<<, fing ich an und er sah wieder auf.
>>Sage mir hier und jetzt, das du mich nicht liebst<<, brachte ich ihn gekonnt in eine Zwickmühle.
Ich grinste als ich seinen Blick sah, er war total geschockt.
>>Und, wie entscheidest du dich?<<, fragte ich und zitterte, würde er es wagen und es sagen?
>>Du weist ganz genau das ich das nicht kann!<<, sagte er sauer, ich hatte genau das erreicht, was ich wollte.
>>Dann musst du wohl hier bleiben<<, entgegnete ich ihm hart.
>>Du weist genau das ich trotzdem gehe.<<, sagte er.
Damit hatte ich nicht gerechnet.
>>Wieso tust du mir das an?<<, sagte ich mit schmerzerfüllter Stimme.
>>Ich kann nicht anders, ich liebe dich mehr als mein Leben, das weist du, aber ich kann das Risiko einfach nicht eingehen!<<, davon, das er mich liebte, merkte ich jetzt wieder keine Spur.
>>Ich verstehe dich ja, aber das Risiko gehe ich ein! Es geht mir nicht besser wenn du verschwindest!<<, sagte ich und griff nach seiner Hand.
Herzlos entzog er sie mir.
>>Ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passiert, egal wie du zu dieser Sache stehst, für mich gibt es keinen anderen Weg!<<, sagte er ernst.
>>Tut es dir etwa nicht weh von mir getrennt zu sein, zerbricht es dir nicht das Herz, wenn du daran denkst dich von mir zu trennen?<<, fragte ich ihn und schluchzte.
>>Mein Herz ist schon jetzt gebrochen, seit dem Augenblick an, als ich diese Entscheidung getroffen hatte Sya. Bitte glaube nicht, das es mir leicht fällt!
Aber es ist einfach zu waghalsig und einfach nicht richtig.<<, sagte er.
>>Ich weiß das es gegen die Regeln ist, ein Vampir und ein Werwolf sollten nicht zusammen sein, aber wir lieben uns nun mal das kann das Gesetz nicht ändern!<<, kämpfte ich weiter. Bitte Tunay, gib nach!
>>Sie werden es nicht mehr länger dulden Sya, es ist zu gefährlich!<<, sagte er hart, wieso gab er nicht nach? >>Wir werden es ihnen zeigen, wir lassen uns nicht einfach so auseinander reisen!<<, sagte ich, kämpfte bis zum bitteren Ende.
>>Und was ist dann? Sie werden uns töten ohne mit der Wimper zu zucken!<<, entgegnete er mir darauf.
>>Genau das wird passieren wenn ich jetzt nicht gehe!
Willst du das?
Willst du jetzt sterben? Das ist genau das was sie wollen Sya, das lasse ich nicht zu!<<, sagte er, hatte irgendwie Recht.
>>Nein natürlich will ich das nicht Tunay, aber ich genauso wenig möchte ich jetzt aufgeben! Ich lass mir meine Liebe, den Sinn meines Lebens nicht so einfach nehmen, verstehst du das nicht?<<, wollte oder konnte er mich einfach nicht verstehen?
>>Ich verstehe das schon, doch weiß ich wann es Zeit ist zu gehen.
Wenn wir zusammen bleiben und hier für unsere Liebe kämpfen, glaub mir es ist besser wenn wir uns trennen und am Leben bleiben!<<, sagte er, und im selben Augenblick merkte ich, das ich den Kampf verloren hatte.
>>Ach Tunay<<, schluchzte ich dann und umarmte ihn noch einmal.
Diesmal erwiderte er meine Umarmung und wir küssten uns. Das war das letztes mal gewesen.


Zuletzt von *Stella* am Sa 30 Jan 2010, 18:40 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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4. Kapitel (Fortsetzung)

Beitrag  *Stella* am Sa 30 Jan 2010, 18:38

~Sya~

>>Sya!<<, hörte ich plötzlich Alice's Stimme meinen Namen rufen.
Sie schüttelte mich an der Schulter, hatte sie das die ganze Zeit über getan?
Ich war total in meinem Kummer und meinen Erinnerungen vertieft gewesen, das ich vielleicht für kurze Zeit nicht ganz bei der Sache gewesen war.
>>Entschuldige! War nur kurz in Gedanken!<<, sagte ich und sah sie an, sie sah besorgt aus. >>Du warst völlig weg getreten! Also noch mal, was ist geschehen?<<, fragte sie und zog mich mit ihrer Hand auf meinem Stuhl zurück. Unschlüssig starrte ich vor mich hin.
Ich wusste einfach nicht wie ich beginnen sollte.
Hallo, er war ein Werwolf! Keiner würde Verständnis zeigen!
Ich merkte wie sich mein ganzer Körper anspannte und ich, ohne es zu wollen einen verkrampften Blick aufsetze. >>Was ist mit dir Sya? Ich mache mir doch nur Sorgen.<<, sagte sie und drehte meinen Kopf mit ihrer Hand zu ihr hinüber, so dass ich mich ihrem durchdringenden Blick stellen musste.
Ich sah sie flehend an und hoffte das sie verstand. Das ich jetzt nicht darüber reden konnte. Weil ich die Kraft und auch nicht den nötigen Mumm dazu hatte, das musste ich mir selber eingestehen.
>>Du brauchst Zeit..<<, murmelte sie und ich nickte, sie hatte es in der tat kapiert. Um mich für kurze Zeit aus dieser Situation zurück ziehen zu können, legte ich meinen Kopf in meine Hände, welche auf meinen Schoss lagen und atmete einmal tief durch. Niemand hätte mir in diesem Moment besser getan, als Tunay, doch war er fort gegangen und würde auch nicht mehr zurück kehren.
Diese Wörter NIE MEHR und auch FÜR IMMER, klangen so endgültig, doch wollte ich auch nach diesen zwei Jahren es einfach nicht war haben, das es wirklich so war.
Ich glaubte immer noch fest daran, tief in meinem Herzen, das wir uns eines Tages wiedersehen würden. Zwar war dieser Gedanke, dieser kleine Hoffnungsschimmer, der mir die Kraft gab, weiter zu machen, ziemlich unwahrscheinlich, doch hielt ich mich krampfthaft daran fest.
Dieser kleine Hoffnungsschimmer, der Grund wieso ich noch existierte, der Grund wieso ich noch leben wollte und ich konnte es mir einfach nicht erlauben, nicht mehr daran zu glauben.
>>Es tut mir leid Alice, ich kann einfach nicht.<<, sagte ich nach einer Weile und sah sie an. Sie nickte verständnisvoll und richtete ihren Blick nach draußen, aus dem Fenster.
Sie machte sich sicher Sorgen um Jasper, was ja auch verständlich war. Und es war meine Schuld.
Am liebsten hätte ich mich jetzt zurück gezogen um mich einfach für eine Weile von der Realität abzuschotten, der Wirklichkeit zu entfliehen, doch war das auch keine Lösung.
Ich hatte mich schon mal so verhalten und wäre dabei vor Blutdurst beinahe abgekratzt. Blutdurst! Die Erinnerung kam plötzlich wieder. Bevor Jasper mich geholt hatte, hatte ich fürchterlichen Durst! Wieso jetzt nicht mehr? Verwundert schaute ich zu Alice, die immer noch nach draußen sah.
>>Alice, wieso habe ich keinen Durst?<<, ich befürchtete schlimmes, das ich vielleicht doch jemanden umgebracht hatte, es aber nicht mehr wusste.
>>Jazz hat dich von ihm trinken lassen, es war total knapp.<<
Was?
Erst rettet er mich von dieser Dummheit, dann lässt er mich von seinem Blut trinken?
Und was tat ich? Ich bekomme meine Emotionen nicht unter Kontrolle, so dass er von mir flüchten musste!
Nun fühlte ich mich noch schlechter, als vorher.
>>Kein Problem, er hat es gern getan.<<, sagte Alice, als sie meinen verstörten Blick sah.
>>Es ist alles meine Schuld. Ihr beide seit so lieb zu mir, obwohl ihr mich gar nicht kennt und ich bereite Jasper höllische Kopfschmerzen, ich bin so ein..<<
Weiter kam ich nicht, denn sie hatte einen ihrer kühlen Finger auf meine Lippen gelegt.
>>Still! Du, was immer du auch erlebt hast, kannst doch nichts dafür, man kann seine Gefühle nicht beeinflussen. Nur Jasper.
Normalerweise hätte er dich beruhigen können, doch dieses mal ging es nicht.<<, sagte sie und ließ meine Lippen wieder frei.
>>Deshalb wundert es mich ja auch so, es ist noch nie vor gekommen.<<, sagte sie. Ja, das klang logisch.
Es war ja auch kein Zuckerschlecken, was mir damals passiert war.

~Tunay~

>>Was?<<, fassungslos starrte er mich an. Ich wusste das er so reagieren würde.
Ängstlich hielt ich meinen Blick auf den Boden gerichtet, jetzt konnte ich nur noch hoffen, hoffen das er es Zybrian nicht erzählen würde und auf meiner Seite stand.
Denn ich brauchte dieses Rudel mehr als mir lieb war.
Ich benötigte diese Ablenkung, die es mir jeden Tag bot, wenn ich eine Aufgabe erfüllen sollte, sonst wäre ich längst in Selbstmitleid und Kummer versunken.
Wieder traf mich das Gefühl von Schuld, das ich unsere Liebe damals einfach aufgeben hatte.
Ich hatte nicht im Ansatz gezeigt, das Sya mir wichtig war, in dem ich einfach gesagt hab, das es sowieso nichts bringt, ich könnte mich vor Wut über meine eigene Dummheit in der Luft zerfetzen! Wie konnte ich nur so einfach aufgeben? Wie hatte ich es damals geschafft von ihr zu gehen?
Das war mir nun ein Rätsel, heute würde ich es nicht mehr schaffen.
Denn ich wusste, das das Leben ohne sie, nicht schlimmer wahr, als der Tod.
Wenn ich im Kampf um sie gestorben wäre, wäre es zumindest mit Würde gewesen!
Nun war es meine Angst, die mich damals am Leben erhalten hatte und ich wünschte mir nichts mehr, als wenn ich mich damals anders entschieden hätte.
Doch nun war es zu spät, die Chance war verspielt und ich konnte nicht mehr zurück.
Ich konnte sie nicht aufsuchen, da ich nicht wusste wo sie war und überhaupt, glaubte ich auch nicht wirklich daran, das sie erfreut wäre mich wieder zu sehen.
Ich hatte sie damals verraten, ihr vorgespielt, das es mir nichts ausmachte, ich würde ihr eher einen gefallen tun, wenn ich nicht kam. >>Ja sie ist ein Vampir Sunay.<<, sagte ich, als ich von meinen Gedanken, mich wieder der Realität zu wand und sah ihn an. In meinem Blick lag Schmerz, Hoffnung und Hilflosigkeit.
Die Frage brannte mir auf der Seele, ob er mich verraten würde.
>>Wie konntest du nur?
Du weist, es sind unsere größten Feinde!
Diese widerwärtigen Blutsauger!
Wie hat sie es angestellt, das du ihr nicht mehr widerstehen kannst?
Hat sie eine Gabe dazu?
Ich kann es einfach nicht fassen, schon alleine der Geruch von ihnen würde mich abschrecken!<<, sagte er geschockt, er zeigte überhaupt kein Mitleid, was man aber auch verstehen konnte. Er kannte sie ja gar nicht.
>>Sya ist nicht so Sunay.
Sie hat weder eine Gabe angewendet, noch hat sie mich dazu gezwungen.
Sunay, ich weis das es schwer zu verstehen ist, aber es ist einfach so passiert.<<, sagte ich und hoffte, das er wenigstens ein bisschen Verständnis für mich aufbringen konnte.
Doch ich sah seinem Blick an, das er sich vor mir ekelte. Ich hatte es damals ja selber nicht geglaubt, da war Sunay's Reaktion eigentlich ganz normal, ich hätte vermutlich selbst so reagiert, wäre ich in seiner Lage gewesen.
>>Wie kann so was denn passieren?
Bist du von allen guten Geistern verlassen Tunay?!!
Diese Biester töten Menschen! Allgemein sind es grauenvolle Kreaturen!<<, er durchbohrte mich mit einem starken, durchdringenden Blick, was mir Gänsehaut hätte bereiten können.
>>Sie ernährt sich nicht von Menschenblut, sie trinkt nur das Blut von Tieren.<<, sagte ich und es klang so, als würde ich es von wo ablesen. Er lachte schallend.
>>Woher willst du das denn wissen? Warst du jemals beim Jagen dabei?
Sie hätte dir auch was vormachen können! Du bist anscheinend zu verliebt um zu begreifen das dir dieser Blutsauger nur was vormacht!<<, sagte er wütend.
Ich war noch in keiner Jagd von ihr dabei gewesen nein, aber allein mein Herz verriet mir, das sie die Wahrheit sagte. Das behielt ich aber lieber für mich.
>>Sie macht mir ganz sicher nichts vor!
Sie liebt mich Sunay, genauso wie ich sie!
Kapier es doch endlich!<<, sagte ich und wurde auch langsam lauter.
>>Liebe zwischen Vampir und Werwolf! Das kann niemals eine wahre Liebe sein Tunay, du warst sicher nur ein Mittel zum Zweck!
Ein kleiner Zeitvertreib, nichts weiter!<<, so wie er sprach, konnte ich damit rechnen, wenn er seine Meinung nicht änderte, das Sunay mich herzlos, wie seine Stimme klang, einfach an Zybrian verpfeifen würde.
>>Welchen Nutzen hätte sie denn damit? Sunay, du kennst sie gar nicht! Hör auf so schlau daher zu reden, wenn du es nicht mit Sicherheit weist! Du hast sie nie gesehen und urteilst so über sie.<<, sagte ich sauer.
>>Ich brauch sie gar nicht zu kennen um zu wissen wie und was sie ist Tunay!
Alle Blutsauger sind doch gleich!<<, sagte er und ich schüttelte den Kopf, wenn er sie kennen würde, hätte er sicher eine andere Meinung dazu.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Mi 03 Feb 2010, 20:10

~Sya~

>>Willst du mir nicht doch erzählen, was so schlimmes passiert ist?<<, fragte sie nach einer Weile, als ich nur stumm auf den Boden gestarrt und ihr nichts erwidert hatte.
>>Alice, ich kann einfach noch nicht.<<, sagte ich, meine Stimme klang wieder so gequält, ich schämte mich dafür, das ich mich nicht besser im Griff hatte.
Schließlich trug ich dies schon seit zwei Jahren mit mir herum und jetzt gelang es mir nicht einmal, meine Stimme locker und normal klingen zu lassen?
Ich fühlte mich so schwach und kam mir so richtig dämlich vor.
>>Ja, entschuldige.
Ich mache mir nur so schreckliche Sorgen um dich weist du!
Es ist komisch, ich kenne dich erst seit ein paar Stunden, doch bist du mir jetzt schon ans Herz gewachsen.<<, sagte sie und ich schaute auf.
Sie meinte es ernst.
Und am liebsten würde ich es ihr auch sagen, wenn es nicht so schmerzen würde, es laut aus zu sprechen.
Zwar lief es immer und immer wieder vor meinen inneren Auge ab, doch war es wieder etwas ganz anders, als es laut aus zu sprechen.
Es war so endgültig, wenn ich es sagte und ich wollte das einfach nicht.
>>Warte! Du musst es gar nicht sagen, es geht auch anders!<<, sagte sie plötzlich und stand abrupt von ihrem Stuhl auf und schlug sich auf die Stirn.
>>Ich bin gleich zurück.<<, sagte sie flüchtig, als sie aus dem hellen Raum verschwand und mich mit meinen Gefühlen alleine ließ.
Ich dachte nicht darüber nach, was Alice nun vor hatte, ich war ganz und gar beschäftigt damit, nicht völlig aus zu flippen. Langsam und gleichmäßig beugte ich meinen Oberkörper noch vorne und wieder zurück.
Dabei summte ich eine beruhigende Melodie.
Es war mir ganz gleich, wie bescheuert das aussah, das wichtigste war, das es half.
Ich hoffte das Alice bald wieder kommen würde, denn lange würde mich mein Summen nicht beruhigen können.
Wie aufs Stichwort, hörte ich Schritte, die sich mir langsam näherten.
Ich wunderte mich, denn Alice war leicht wie eine Feder und konnte unmöglich so einen Lärm verursachen.
Als ich auf die Idee kam, das sie ja jemanden anderen mit bringen konnte.
Sie hatte vorhin gesagt, das Bella, Edward, Rosalie und Emmett jagen wären, vielleicht sind sie nun zurück. Vielleicht war auch Jasper wieder da.
Angespannt, wie sie über meine Anwesenheit reagieren würden, starrte ich auf die Zimmertür.
Als die Türklinke gedrückt wurde, hielt ich den Atem an.
Herein trat ein Mann.
Er war etwa in meinem Alter, hatte wunderschönes bronzefarbenes Haar und beobachtete meine Reaktion, auf sein kommen.
Als ich hinter ihm Alice erblickte, war ich ziemlich erleichtert.
>>Sya, das ist Edward, Edward, Sya.<<, stellte sie uns gegenseitig vor, während ich ihn einfach nur weiter anstarrte. Plötzlich veränderte sich Edwards Miene und er verzog das Gesicht.
>>Was ist Edward? Sag bitte nicht, das du auch gehen musst.<<, fragte Alice besorgt, die seine Reaktion natürlich auch sofort mit bekommen hatte, da sie sich neben ihn gestellt hatte.
Er erwiderte nichts und schien sich genau auf etwas zu konzentrieren, es war mir unheimlich, da ich keinen Schimmer hatte auf was.
>>Edward!<<, Alice rüttelte nun an seiner Schulter, wie sie es auch schon bei mir gemacht hatte.
>>Alice! Was ist?<<, fragte ich und rutsche nervös auf meinem Stuhl herum, ich hasste es wenn mich niemand aufklärte.
>>Edward kann Gedankenlesen.<<, mit diesem Satz schaffte sie es, mich aus der Fassung zu bringen.
Was? Er las gerade meine Gedanken?
Na dann war es ja kein Wunder, das er so darauf reagierte!
Ohne richtig darüber nach zu denken, was ich tat, stand ich von meinem Stuhl auf und stürzte aus dem Zimmer.
Da ich nicht wusste, wo ich mich befand und mich sicher nicht aus kannte, steuerte ich erneut auf das Zimmer zu, in dem ich aufgewacht war.
Schnell schloss ich die Tür und setzte mich an die Tür gelehnt auf den Boden.
Dort legte ich wie vorhin mein Gesicht in meine Hände und schluchzte leise vor mich hin.
Ich hoffte das sie mir meine Ruhe lassen würden, ich hoffte das ich etwas Zeit für mich hatte, obwohl ich alleine auch nicht mehr ganz zurechnungsfähig zu sein schien.
Zur Abwechslung sah ich nicht die furchtbare Trennung vor meinen Augen, die sich in letzter Zeit ständig abspielte, ich sah jetzt nur noch die glücklichen Momente mit Tunay vor mir und es zauberte urplötzlich ein Lächeln ins Gesicht.

Es war Sommer und wir tollten gerade wie kleine Kinder im Wald herum.
Tunay war in Wolfsgestalt.
>>Ich bin schneller als du, ich werde es dir beweisen!<<, schrie ich völlig hemmungslos und rannte los.
Als ich mich umdrehte, sah ich, das mir Tunay dicht auf den Fersen war.
Er rieb kurz seine feuchte Schnauze an meiner Taille und überholte mich und ließ nur eine leichte Staubwolke hinter sich zurück.
>>Hey! Das war nicht fair!<<, schrie ich ihm hinterher und beschleunigte mein Tempo.
Als ich ihn eingeholt hatte, blieb er auf der Stelle stehen.
Er bedachte mich kurz mit seinem süßen Welpenblick und verwandelte sich zurück in einen Menschen.
Schnell zog er sich die Hose an.
Diese kostbaren Sekunden nutzte ich sinnvoll und flitzte los.
>>Sya! Warte mal kurz!<<, hörte ich ihn plötzlich hinter mir und bremste.
Als ich das getan hatte, hörte ich ihn hinter mir auf mich zu kommen.
Ich spürte sein Kinn in meinem Nacken.
>>Ich liebe dich.<<, flüsterte er und hauchte mir einen zärtlichen Kuss auf meine Wange.
Schnell drehte ich mich zu ihm um.
Er strahlte mich an.
>>Ich liebe dich auch Tunay, du bist das wichtigste für mich.<<, sagte ich, erwiderte das Lächeln und revanchierte mich.
Schnell hatte er seine warmen Arme um mich geschlungen und ich meine Hände an seine Taille gepresst.
>>Du und ich, ein unschlagbares Team.<<, sagte er, als er kurz nach Luft schnappte.
>>Für jetzt und auf ewig.<<, fügte ich noch hinzu, ehe ich ihn wieder an mich zog und leidenschaftlich küsste.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Sa 13 Feb 2010, 13:31

~Sya~

Als ich wieder zurück in die Realität kehrte, bekam ich das grinsen das auf meinem Gesicht war nicht mehr weg. Dieses Erlebnis damals mit Tunay, hatte ich voll kommen vergessen und es war schön, es noch einmal zu erleben, einen Moment in dem wir einfach nur glücklich zusammen sein konnten. Ich liebte ihn, mehr als alles andere auf dieser Welt, das war mir nun mal wieder ganz klar.
Ich musste kämpfen, ich musste ihn auf suchen, das hatte ich nun in dieser kurzen Zeit für mich selber beschlossen. Kaum hatte ich mich hierzu entschieden, hörte ich Schritte hinter mir und kurz darauf einen Druck an meiner Schulter. Edward und Alice.
Ich hatte vollkommen vergessen, das ich ja auf dem Boden an der Tür gelehnt hatte. Flink stand ich auf um sie hinein zu lassen und Edward schaute mich fröhlich an.
>>Super Sya, kämpfe dafür, das ist das einzig richtige.<<, sagte er und hielt symbolisch seinen Daumen hoch, was mich zum grinsen brachte.
>>Für was kämpfen?<<, Alice wusste natürlich nicht wovon wir sprachen und schaute,verwirrt zwischen uns beiden hin und her. >>Edward kannst du.<<, begann ich und er nickte stumm und wand sich zu Alice.
>>Sya hat schon einiges hinter sich Alice.<<, begann er und erzählte all dies, was er in meinen Gedanken gelesen hatte. Als er fertig war, starrte mich Alice mitfühlend und geschockt an.
>>Sag es.<<, murrte ich sauer.
>>Sag schon, das ich sie nicht mehr alle habe! Ich weiß ja selbst das sie unsere Feinde sind aber..<<, sagte ich sauer, denn ich war mir sicher, das Alice geschockt darüber war, das Tunay ein Werwolf war.
Ich machte mich schon bereit darauf zu gehen.
>>Aber nein doch Sya! Liebes, das würde ich niemals sagen!
Wir sind ebenfalls mit einem Rudel befreundet, weist du.<<, sagte sie beruhigend und ich glaubte ich hätte mich verhört. >>Was??<<, ich war völlig aus dem Häuschen, ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Alice grinste fröhlich und legte eine Hand auf meine Schulter, bis sie weiter sprach.
>>Ja, das ist ebenfalls eine ziemlich lange Geschichte..<<, murmelte sie und in ihrem Blick sah ich, das sie gerade ganz woanders war, schwelgte vermutlich in ihren Gedanken von damals.
Als Ed meinen Gesichtsausdruck mit bekam, packte er sie an der Taille und zog sie sachte von mir weg.
Erst da hatte ich bemerkt, das sie ihre Fingernägel etwas in meine Schulter gebohrt hatte. >>Was ist mit ihr?<<, fragte ich verwundert und beobachtete Edward, wie er sie zurück auf den Boden stellte, jedoch nicht los ließ. Er schien auf irgendwas zu warten.

~Tunay~

>>Eben nicht!<<, brüllte ich ihn an und verwandelte mich zurück in einen Werwolf.
Wie von den Volturi gejagt flitzte ich durch den dichten Wald, ohne richtig zu begreifen, was ich da tat.
Ich spürte den frischen Windzug, das Gefühl der Sehnsucht nach Sya und die Angst das mich Sunay verraten würde, nur zu deutlich und diese Gefühle hinderten mich daran, kehrt zu machen.
Also lief ich immer weiter, ohne zu registrieren wie lange ich eigentlich schon unterwegs war oder wie viele Kilometer ich schon zurück gelegt hatte. Denn ich wurde auch nicht müde.
Es kam mir so vor, als würde ich mit jedem Schritt stärker werden und die Willenskraft, sich von all dem negativen in meinem Leben zu entfernen zog eine gigantische Maße in Betracht.

Sorry das es so wenig ist.
Aber ich dachte, da ihr schon solange gewartet habt, poste ich einfach das, was ich noch habe.
Bald kommt aber mehr...
Hoffe ich zumindest..
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am So 14 Feb 2010, 20:49

~Tunay~

Ich spürte den Wind, der durch meine kurzen Haare wehte, konnte das Adrenalin, das durch meine Venen schoss an meinem ganzen Körper fühlen und obwohl es mir eigentlich schlecht gehen sollte, fühlte ich mich gut. Es war lange her, das ich ohne jeden Sinn gerannt war und ich hatte dabei total vergessen wie befreiend und schön das sein konnte. Man lässt einfach alles hinter sich, vergisst das Problem, das zu bewältigen ist, für einen Moment und lebt nur hier und jetzt und geniest sein Dasein in vollen Zügen.
Mein Gehör als Werwolf war großartig und das einzige was mich in dem Augenblick störte, war, das ich Sunay's Gedankengänge in meiner Wolfsgestalt hören konnte.
So was wie: >Dieser Idiot hat sie nicht mehr alle!<, oder auch >Und so was ist mein Freund<, schmerzten sehr. Ich hatte vieles erwartet, doch nicht das und die Tatsache, das nicht mal mein bester und einziger Freund auf diesem Planeten auf meiner Seite stand, zog mich sehr herunter.
Denn ich stand nun ganz alleine da, keiner war auf meiner Seite und ich fragte mich wie ich das durch stehen sollte. Zurück laufen brauchte ich da gar nicht mehr, denn es stand fest, das Sunay mich an Zybrian verrät, da konnte ich auch jetzt gleich weg bleiben.
Ich schüttelte meinen riesen Kopf bei dem Gedanken daran, das ich vorher noch die Hoffnung gehabt hatte, das er die Sache so sah wie ich, mein Gott war ich naiv gewesen! Ich war ein Mann, ein Wolf, wie auch immer und ich musste sehen wie ich das alleine hin bekomme.
>Halt dich mal ein bisschen zurück!<, brüllte ich ihn gedanklich an, als es mich langsam nervte.
Denn natürlich machte er das mit Absicht, er hatte sich ebenfalls verwandelt und bombardierte mich nun unerlässlich mit seinen fiesen gemeinen Gedanken und das war einfach zu viel für diesen Moment.
Wie konnte man so viel Hass spüren, für einen Freund?
Ich zweifelte daran, das er für mich je ein richtiger gewesen war. Das bemerkte er und grunzte sauer. >Natürlich war ich das du Blödmann!
Nur das jetzt mit diesem Blutsauger? Du wunderst dich, das ich mich gegen dich stelle?<, ich konnte ihn sprichwörtlich vor mir spekulieren sehen, wie er entrüstet seinen Kopf schüttelte.
Danach versuchte ich seine Gedanken aus zu blenden und hörte einfach nicht mehr auf seine blöden Kommentare und nach einer Zeit stellte ich fest, das er es auf gegeben hatte.
Denn ich hörte ihn gar nicht mehr, er hatte vermutlich wieder seine Menschengestalt angenommen.


~Sya~

Als Alice sich nicht rührte und man auch aus Edward, keine Information entlocken konnte, breitete sich in mir die pure Panik aus.
Was sollte ich jetzt tun?
Ich wusste weder was mit Alice los war, noch wieso Ed nicht mit mir sprach!
>>Edward! Sag doch was!
Ich halte das nicht aus, nicht zu wissen was los ist!<<, ich war so außer mir, das ich schon gedanklich anfing zu fluchen, was bei mir sonst eigentlich nur selten vor kam.
Nun begann ich auch noch hysterisch an seiner Schulter zu rütteln, denn er schien plötzlich auch wie starr zu stehen und hielt seinen Blick etwas gesenkt, damit er in Alice Augen schauen konnte.
Wenn Jasper doch nur hier wäre, oder wenigstens irgendwer, der mir in dieser Situation bei stehen konnte!

Ist wieder so kurz.....tut mir leid im mom klappt es einfach nicht so ganz....
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Mi 17 Feb 2010, 20:47

~Alice~

Plötzlich wurde mein Körper starr.
Es fühlte sich so an, als wäre ich eisgekühlt und ich nahm das Geschehen um mich herum nur noch verschwommen und irreal wahr.
Edward der mich besorgt festhielt.
Sya die beinahe durch drehte, weil sie nicht wusste was mit mir war.
Doch konnte ich in diesem Moment einfach nicht anders als da zu stehen und zu warten bis dieser grausame Augenblick davon gezogen war.
Es war gruselig, so was war mir noch nie passiert.
Als ich dachte, das es so langsam aufhörte, wurde mir schwarz vor Augen.
Als ich meine Lider zaghaft wieder erhob, war ich in einem Wald.
Ein paar hundert Meter vor mir sah ich einen jungen Mann.
Er hatte dunkelbraunes kurzes Haar und musste etwa in dem Alter von Sya sein.
Im dem Alter von Sya?? Plötzlich kam mir eine Idee.
War diese Person womöglich Tunay?
Als ich ein paar Schritte vor tat kam mir der gewohnte scheußliche Geruch von nassem Hund entgegen, es war also ein Werwolf, das stimmte schon mal mit Tunay über ein.
Er bemerkte mich gar nicht, hielt einfach seinen Blick gesenkt auf den Boden gerichtet und stand still da.
Als ich mich ihm soweit genähert hatte, das auch er mich hätte riechen müssen, hatte er mich noch immer nicht bemerkt.
Ich schien für ihn wie unsichtbar zu sein. Wie bei meinen Zukunftsvisionen! Bloß das eigenartige war daran, das weder etwas verschwommen noch unklar wirkte. Und das seltsame war, das ich in die Zukunft eines Werwolfs schauen konnte! Ich konnte es bei Jacob, Sam und dem ganzen Rudel nicht, aber bei Tunay gelang es mir? Bei einer Person, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte?
Ich war von dem Gedanken so abgelenkt, das ich gar nicht bemerkte, wer zu uns getreten war.
Es war ebenfalls ein Werwolf. Er hatte dunkelblondes Haar und in seinem Blick lag unendliche Wut und Trauer. Auch er nahm mich nicht war und stand nun neben Tunay, der ihn aber anscheinend ignorierte.
Ärger lag in der Luft, das spürte ich sofort.
Plötzlich sah Tunay auf. In seinem Blick lag die reinste Wut und ich wollte schon eingreifen, bis mir einfiel das ich für sie nicht existierte und dies nur einer meiner Zukunftsvisionen war.
>>Was willst du denn noch hier?<<, fragte er ihn sauer und senkte den Blick auch schon wieder, er konnte ihm kaum in die Augen sehen. >>Ich möchte mich entschuldigen.
Dafür das ich mich so benommen habe, das hab ich wirklich nicht gewollt.<<, sagte dieser knapp, er schien mit den Tränen zu kämpfen. Über was unterhielten die sich da nur? Neugierig beobachtete ich die zwei.
>>Dafür ist es zu spät Sunay! Du hast alles zerstört!
Du hast meinem Leben den Sinn genommen und was machst du da gerade?
Du entschuldigst dich? Ich bitte dich, geh! Verschwinde und trete mir ja nicht mehr unter die Augen, sonst vergesse ich mich!<<, brüllte er ihn scharf an.
Was war nur los?
Was hatte dieser Sunay schlimmes getan, das Tunay so außer sich war? Nur zu gerne hätte ich ihn danach gefragt. Stattdessen konnte ich nur mit Entsetzen dieser Szene folgen, ohne zu wissen was das alles bedeutete.
Es musste etwas wichtiges sein, sonst würde ich diese Vision nicht bekommen, doch konnte ich mir einfach keinen Reim daraus machen.
>>Nun gut.<<, sagte Sunay schließlich und kehrte Tunay und mir unbewusst den Rücken zu, traurig stapfte er davon. Als Sunay sich ein paar Schritte entfernt hatte, ging Tunay zu einem Baum.
Riss diesem Blätter und Äste ab und schrie fürchterlich auf. Danach legte er seine Stirn auf die harte Rinde das Baumes und schluchzte leise.
Mir wurde das langsam zu viel.
Nie hatte ich so eine lange Vision gehabt und noch nie hatte sie mich so mit genommen wie gerade eben.
Ich wünschte mir in diesem Moment nichts mehr, als eine Erklärung für das ganze und das er mich sehen und ich ihn in den Arm nehmen und trösten konnte.
Ich wusste zwar nicht was er hatte, doch war und sah er so unendlich traurig aus und das nahm mich sehr mit.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Do 25 Feb 2010, 21:20

~Sya~

Langsam kam sie wieder in Bewegung.
Edward hielt sie aber zur Sicherheit noch, man konnte schließlich nie wissen in welcher Verfassung sie gerade war, schließlich war sie bis eben noch starr da gestanden.
>>Alice, was ist?
Was hast du gesehen?<<, besorgt beugte sich Edward über die Kleine und bedachte sie besorgt, während ich einfach nur zu sah und hoffte das es nichts weiter war.
Als sie keine Antwort gab, setzte er sie langsam auf das Bett und setzte sich neben sie.
Das tat ich darauf auch und wir beide warteten geduldig, aber nervös, bis sie sich wieder beruhigt hatte.
Mit der Zeit stellte sich aber heraus, das Alice ziemlich von meiner Ungeduld forderte.
Sie hatte immer noch diesen nichts sagenden Blick in ihren Augen und starrte ohne etwas wahr zu nehmen auf den Boden.
Ich war ziemlich besorgt.
War sie immer noch so in ihrer Vision vertieft?
War das was sie gesehen hat, wohl so schlimm, das sie ganz aus der Fassung gekommen ist?
Ich hielt diese Warterei nicht mehr lange durch.
Das war einer meiner Schwächen, ich konnte und wollte auf nichts warten, ich hatte einfach keine Geduld was bei dieser Situation nur noch stärker hervor kam.
Ich wollte sofort und auf der Stelle wissen was los war!
Ich machte mir schreckliche Sorgen um die kleine Alice und schaute woanders hin um ihren Blick nicht mehr betrachten zu müssen.
Denn dieser machte mich mehr und mehr wahnsinnig, so lange sie ihn auf ihrem Gesicht behielt.

~Tunay~

Zwar war Sunay nun von mir gewichen, doch konnte ich einfach nicht aufhören damit, durch die Gegend zu streifen.
Meine Pfoten flogen richtig durch die Luft und ich liebte das Gefühl der Freiheit mehr denn je, ich musste mir sogar ein kichern verkneifen, so gut ging es mir plötzlich.
Ich hatte meinen Entschluss gefasst, ich musste Sya wiedersehen und dieses Gefühl, das ich sie vielleicht bald wiedersehen würde, lies mich einfach nicht schlapp machen und lies mir keine Zeit zum ausruhen.
Mein kurzes Fell wedelte etwas im Wind, was mich aber nicht störte und ich genoss einfach dieses befreiende Gefühl.
Zwar hätte es mir eigentlich mies gehen müssen, wegen Sunay, aber dem war ganz und gar nicht so, ich hatte unseren Streit schon fast vergessen.
Als es so langsam Abend wurde, begriff ich erst, das ich tatsächlich den ganzen Tag gelaufen war und machte halt.
Ich war immer noch im Wald, verwandelte mich zurück und lehnte mich, nackt wie ich nun war, weil die Hose von Sunay ebenfalls in der Luft zerfetzt worden war, an einen großen alten Baum und schloss meine Augen.

Und da sah ich sie.
Wie lange hatte ich diesen Anblick verdrängt?
Ich wusste es nicht, doch jetzt war ihr Gesicht wieder zu mir gedrungen.
Sie lächelte mich an, ihre lockigen braunen schönen Haare lagen auf ihren femininen Schultern und sie hatte das an, mit dem ich sie zum letzten mal gesehen hatte.
Nämlich einer dunkelblauen Röhrenjeans, schwarze Chucks und einem schwarzen silbern funkelnden Bluse.
Ich hätte mir selbst in den Arsch treten können.
Mein Gott wie blöd war ich denn damals überhaupt?
Wie konnte ich Sya nur verlassen?
Wir passten so perfekt zusammen, wenn man das mit dem Werwolf und den Vampir außer Sicht ließ und es schmerzte nun umso mehr, das ich sie nicht bei mir hatte.
Ich wollte in ihren Haaren wühlen, ihren Duft, der so gar nicht schlimm roch, eher verführerisch, in meine Nase ziehen und nie mehr ausatmen.
Ich wollte meine Arme um ihre schlanke Taille schwingen und sie für immer festhalten, wenn ich das nur könnte.
Meine Sehnsucht stieg, dadurch das ich die Gedanken an sie nun endlich ihren Lauf ließ, ins unermessliche und mein Herz flammte innerlich auf.
Ich war sauer! Sauer auf mich, sauer auf meine Blödheit damals!
Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als bei ihr zu sein!
Von meinen Emotionen völlig überfordert, legte ich meinen Kopf in meine Hände und ließ die Tränen kommen.
Und wie sie kamen!
Es waren richtige Sturzbäche, die jetzt aus meinen Augen heraus rollten und sie wollten sich so schnell auch nicht mehr stoppen.
Und ich ließ es zu, ich war schließlich allein und auch unter meinen Rudel wäre es mir in dem Moment so ziemlich egal gewesen.
Als keine Tränen mehr kamen und meine feuchten Hände, von den Tränen, etwas getrocknet waren, durch meine Körperwärme, sah ich das erste mal wieder auf.
Es hatte zu regnen begonnen, wieso hatte ich das nicht mit bekommen?
Erneut wurden meine Hände feucht und mein ganzer Körper wurde schließlich von dem Regenschauer umhüllt.
Jedoch war es keineswegs nervig oder ärgerlich für mich, es fühlte sich erfrischend und gut an, wie eine Dusche und ich schloss die Augen und entspannte mich, während die Regentropfen die auf meinen Körper fielen leicht verdampften.
Ich schwöre man hätte ein wenig Rauch gesehen, wenn es genieselt und nicht geschüttet hätte.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Fr 12 März 2010, 22:51

So.. da schon solange nichts mehr kam.. hab ich mir gedacht ich poste mal wieder kicher
Ist aber nur ein ziemlich kurzer Part... aaaaaaalso hab ich mir gedacht im Anschluss poste ich
den special Part zur Entschädigung, weil es nur so wenig ist.
Ich hoffe wie immer das es euch gefällt und ihr reichlich Kommis da lasst! ;D


~Sya~

Langsam, aber auch nur langsam, bemerkte ich wie Alice wieder in die Realität zurück fand.
Sie war immer noch sehr durch den Wind und ich wusste, das ich sie erstmal in Ruhe lassen sollte, doch ließ sich der folgende Wortschwall kaum unterdrücken.
>>Alice! Mein Gott was war das denn?
Das war total unheimlich!<<, fing ich an und richtete mich auch an Ed.
>>Was hat sie, kommt das öfter vor?<<, ich drehte beinahe durch, als ich merkte, wie lang er sich Zeit ließ auf meine Fragen zu antworten.
Nervös rutschte ich auf dem Bett herum und krallte meine Nägel, wie es Alice vorhin getan hatte, in meine Knie.
>>Na ja, was heißt oft.<<, begann er, doch Alice unterbrach ihn.
>>Das ist meine Gabe Sya, ich kann in die Zukunft sehen.<<, sagte sie und ich erschrak mehr vor ihrer Stimme, als von dem Inhalt des Satzes.
>>Was? Um Himmelswillen, was hast du gesehen?<<, jetzt wurde ich nur noch nervöser und rutschte etwas näher zu ihr her, mein Herz, wenn es noch geschlagen hätte, wäre nun auf Hundert achtzig, ich war nun so angespannt, das ich glaubte ich zerplatze!
Alice rede!
>>Also... es war ziemlich schräg.<<
>>Hast du von IHM geträumt Alice?<<, sie gab keine Antwort.
>>ALICE!!! Hast du TUNAY in deiner Vision gesehen???<<, nun begann ich an zu zittern, eine richtige Welle schien meinen Körper zu durchströmen und ich konnte nichts dagegen tun, als meine Arme um meine Mitte zu schlingen und auf ihre Antwort zu warten.
Eigentlich wollte ich es gar nicht hören, wollte nicht wissen was sie gesehen hatte, weil ich tief im inneren spürte, das es etwas schlimmes war.
ES konnte gar nichts anders sein!
>>Sya, beruhige dich!<<, Ed war nun an meine Seite gerückt und legte seine Hand auf meine Schulter, doch ich schlug sie von mir, legte meinen Kopf in meine Hände und schloss die Augen.

Special Part of ~ Lunar Eclipse ~

The Conversation with Tunay and Sunay

>>Ich weiß sehr wohl wovon ich rede Tunay!<<, sagte er und wand seinen Blick zu etwas, das hinter mir war. Mir war klar, das er auf das Erlebnis von damals anspielte. Denn durch einen Vampir war seine gesamte Familie ums Leben gekommen. Er hatte sich zu dieser Zeit noch nicht verwandelt, so dass er nichts dagegen tun konnte. Wütend ballte Sunay die Fäuste und sah frustriert zu Boden. >>Ich weiß was dir damals widerfahren ist Sunay, aber glaub mir, ich schwöre bei meinem Leben! Das sie in keinster Weise irgendwelche Eigenheiten, die ein Vampirdasein eben so mit sich bringt, auslebt!<< >>Sie ist das liebste Geschöpf das ich kenne!<<, fügte ich noch im Flüsterton für mich hinzu, aber ich wusste dennoch das er es hören konnte. Sunay sah wieder auf, sein Blick war neutral, so dass ich seine Reaktion auf meinen Satz leider nicht aus seinem Gesicht ablesen konnte. >>Und was ist mit mir? Bin ich etwa nicht nett?<<, fragte er amüsiert und setzte ein mir bekanntest Grinsen auf. Ich war erleichtert, er war wieder der Alte. Schnell kam er auf mich zu und drückte mich Freundschaftlich. Das Gefühl der Hoffnung über kam mich und zeigte mir das noch nicht alles verloren war. Wenn Sunay mir vertraute, konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen.

So dass ist die Szene zwischen Sunay, wie sie verlaufen wäre, wenn er Einsichtig zu Tunay gewesen wäre.
Ich habe diesen Part während meiner Konfirmantenfreizeit verfasst und ihn total vergessen, als ich wieder an meinem PC saß.
Und so kam es, das ich schrieb, das Sunay eben nicht so freundlich und nett am Ende war.
Hätte ich diesen Part in die Geschichte eingebaut, wäre die Geschichte sicher ganz anders verlaufen, doch fand ich, als ich diesen Teil gefunden habe, das es besser passt, wenn er es eben nicht versteht.
Im waren Leben ist das natürlich nicht besser, aber ich denke, das gibt den ganzen einen viel besseren Kick in der Sache, als wenn jeder nur Einsichtig und nett ist.

Ich hoffe dennoch das euch der kurze Teil gefallen hat und ihr nicht allzu enttäuscht seit, das ich mich für das andere entschieden habe.

Kommentare sind wie immer erwünscht,
sagt mir einfach eure Meinung,

LG Stella
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Sa 13 März 2010, 16:32

~Sya~

Sie konnte also in die Zukunft sehen.
Toll. Gaaanz toll!
Unschlüssig behielt ich meine Haltung bei und ignorierte Ed und Alice, die sich gerade bemühten, mich zum reden, oder zumindest zum aufsehen zu bringen.
Aber ich konnte nicht.
Konnte nicht in Alice Gesicht sehen.
Denn ich hatte Angst.
Angst um Tunay, Angst davor die Zukunft über uns beide zu erfahren.
Ich wollte gar nicht wissen, ob wir jemals wieder eine gemeinsame Zukunft haben würden, denn dass war es, an welches ich mich gerade klammerte.
Ich klammerte mich ganz fest an den Gedanken daran, das alles gut werden würde, das wir wieder zusammen kommen würden.
Wenn Alice mir das nun nahm, mit ihrer Vision, wenn sie mir sagte, das genau das nie mehr zustande kam, dann wusste ich nicht was ich tun würde.
Ich konnte auf gar keinen Fall weiterleben, wenn ich wusste, das es nichts brachte!
Ich wusste das Edward mir in diesem Moment zuhörte, wusste das er all meine Ängste mit bekam und sprach zu ihm. >Ich habe Angst Edward!<, schrie ich gedanklich und ich spürte, wie sich sein Griff um meine Taille verstärkte und ich war dankbar für diesen Halt, den ich in diesem Moment mehr denn je brauchte.
>Sag Alice bitte, sie soll für einen Augenblick raus gehen.<, flehte ich ihn an und kurz darauf hörte ich seine Stimme. >>Sie möchte das du raus gehst Alice.
Es ist ihr im Moment zu viel.<<, sagte er und Alice gab darauf nichts.
Aber ich denke, das sie genickt hatte, denn gleich danach, hörte ich Schritte, die sich von mir entfernten und wie sie die Tür hinter sich schloss.
>>Sie ist weg Sya, du kannst dich entspannen.<<,sagte er.
>>Es ist okay.<<, seine Stimme klang so mitfühlend, das ich nicht anders konnte, als mich an ihn zu lehnen und leise anfing zu schluchzen.
Er sagte nichts, strich mir nur beruhigend über den Rücken, er wusste gar nicht wie gut das tat. Edward war ein Freund, der für mich da war, wenn es mir schlecht ging, wie lange hatte ich mir so etwas gewünscht!
>Danke<, dachte ich dann und sah wieder auf.
Er grinste leicht, aber ich wusste, das dies nur mit seiner Freude darüber, das ich mich beruhigt hatte, zusammen hing.
>>Geht es wieder?<<, fragte er fürsorglich und ich nickte, plötzlich fand ich mich selbst albern.
Wieso schob ich Panik, obwohl ich noch gar nicht wusste, was Alice gesehen hatte?
Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm!
>>Gehen wir zu Alice hinüber?
Sie macht sich totale Sorgen um dich!<<, fragte er dann und wieder nickte ich.
Irgendwie war ich dennoch nicht in der Lage zu sprechen. Langsam – er voran- gingen wir in den Raum zurück und fanden Alice, im Wohnzimmer, mit zwei weiteren jungen Frauen vor.
Ich vermutete mal, Bella und Rosalie.
>>Rosalie, Bella!<<, sagte Edward erfreut und lief auf die beiden zu.
Ich musste fast grinsen, als ich bemerkte, wie Edward die beiden begrüßen wollte, sie aber nur zu mir hinüber starrten. Als auch Ed es endlich bemerkte, drehte er sich zu mir um.
>>Achja, das ist Sya, Sya, das ist Rosalie(er zeigte auf die Blondine, die ein Modell hätte sein können) und Bella (ebenfalls ein sehr hübsches Mädchen, mit langen braunen Haaren) >>Jasper hat sie aufgegabelt.<<, sagte er und winkte mich zu ihnen hinüber.
Denn ich stand immer noch wie angewurzelt in der Türe.
Zaghaft ging ich zu ihnen hinüber und setzte mich neben Alice.
>>Apropos Jasper, habt ihr ihn zufällig gesehen?<<, fragte Alice, an Rosalie und Bella gewandt.
>>Ja! Als ich und Bella auf dem Weg hier her waren, ist er wie sonst was an uns vorbei gerauscht!
Ich hab mich schon gewundert!<<, erwiderte Rosalie.
>>Ja, das ist auch kein Wunder!<<, erwiderte Edward und sah mich grinsend an, ich zuckte hilflos mit den Schultern. Während Alice und Edward die Sache mit Jasper den beiden Mädels schilderten, gingen meine Augen auf Entdeckungstour, durch das Wohnzimmer.
Die Wände waren lila gestrichen, die Couch war lavendelfarben und hier und da sah man Vasen, Tulpen, Verzierungen die hervorragend zu dem Raum und der Wandfarbe passten.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am So 04 Apr 2010, 22:30

~ Sya ~

Als ich wieder zu den anderen schaute, erwischte ich sie dabei, wie sie mich alle anstarrten.
Schnell senkte ich meinen Blick.
„Und was machen wir jetzt?“, hörte ich die Stimme von der Blondine Rosalie.
„Jedenfalls würde ich ihn nicht suchen Rose, Emmett ist sicher bei ihm und kümmert sich.“, meinte Edward, doch Rose sah besorgt aus, ebenso Alice.
„Jetzt macht doch nicht so ein Gesicht!
Ihr tut ja fast so, als wäre Jazz ein kleines Kind, welches sich verlaufen hat!“, amüsiert Klatsche Ed in die Hände.
Ich grinste.
Er schien in Übung zu sein, was das Aufmuntern betraf, denn nun setzten Alice und Rose schon einen viel lockeren Gesichtsausdruck auf.
Alice grinste sogar leicht.
„Wisst ihr was?
Es hat doch sowieso keinen Sinn hier herum zu sitzen und Ewigkeiten auf unsere Herren zu warten, gehen wir doch mal wieder ins Kino!“, sagte die kleine Alice und alle schienen einverstanden zu sein.
Auch Bella, die ruhigste von uns allen nickte leicht und bald befanden wir uns in Bella's Ferrari.
In Rose's Caprio war nicht genügend Platz und in Alice's auch nicht und Edward's war noch in der Waschanlage.
Da Alice fuhr, dauerte es keine 15min, als wir mit quietschenden Reifen vor dem Kino zum stehen kamen. „Alice mach mal hab lang!
Du hast schon einen Strafzettel kassiert!“, meinte Bella streng. Auch wenn sie vielleicht etwas über reagierte, für meinen Geschmack, hatte Bella recht, irgendjemand musste ja vernünftig sein.
Und da Alice und Rose es scheinbar nicht waren, übernahm wohl Bella diese Rolle.
Die Türen wurden geöffnet und ich war in dem Moment wirklich froh über Edwards Hilfe, ohne ihn ich es sicher nicht geschafft hätte mich auf meinen Beinen zu halten, Alice rasante Fahrweise, war ich einfach nicht gewohnt.
Als ich sicherer stand, ließ er mich los und legte Bella einen Arm um die Schulter und zwinkerte mir aufmunternd zu.
>>Tja Alice Art zu fahren, ist eben nicht jedermans Sache.<<, hörte ich doch die Blondine hochnäsig zu mir sagen, ehe sie an uns vorbei, stolzierend das Kino betrat.
>>Lass dich bloß von der nicht provozieren, die hat anscheinend gerade mal wieder einer ihrer Phasen.<<, meinte Bella, als Rose's blonder Haarschopf hinter der Tür verschwunden war.
>>Holla!<<, machte ich, was alle drei zum Lachen brachte.
>>Ja Rose ist eben manchmal eine ganz schöne Nervensäge und ziemlich zickig obendrein, das liegt in ihrer Natur, aber wenn du sie jetzt im Kino in Ruhe lässt, glaub mir, die kriegt sich schon wieder ein.<>>Wenn ich sie in Ruhe lasse?
Ich hab doch gar nichts gemacht.<<, erwiderte ich empört, denn ich kann mich nicht erinnern, das ich ihr irgendeinen Grund gegeben hatte, sich so auf zu spielen.
>>Ja, das ist es eben. Rose nerven schon die kleinsten Sachen.
Du brauchst nicht mal ein Wort sagen, deine Reaktion auf meinen Fahrstil, hat ihr schon gereicht um ihre Zickenarien auf dich los zu lassen.<<, sagte Alice kichernd und ich gab dazu einfach nichts mehr.
Ich verstand es einfach nicht, wie man so blöd sein konnte und sich über meine Reaktionen auf ihre Fahrkünste gleich amüsieren musste.
Schließlich ging das jedem so am Anfang, hatte Bella ja gemeint und ich konnte mir das gut vorstellen.
Selbst Rose hatte sich bestimmt erstmal daran gewöhnen müssen.
Na ja sei es wie es sei.
Als ich die anderen fragen wollte, wieso wir nicht hinein gingen, hörte ich plötzlich eine Stimme hinter uns.
>>Also wirklich! Ich bin schockiert!
Ihr fahrt einfach mal so ins Kino ohne mich?<<, nach diesem Satz, der eindeutig von einem jungen Mann kam, drehte ich mich um.
Er hatte kastanienbraunes Haar, einen umwerfenden Body und Humor hatte er auch noch, neben ihm stand Jasper, der sich wortlos zu Alice gesellte und mit ihr ein Gespräch begann, das ich aber über die Stimme von ihm nicht verstehen konnte.
>>Bella? Kannst du mir wenigstens erklären was los ist?
Und wer ist denn die Schönheit?<<, fragte er und sah mir direkt in die Augen.
Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich realisierte, das er mich mit „Schönheit“ meinte.
>>Das ist Sya, Sya Emmett.<< Freundlich drückte er meine Hand.
>>Schön dich kennen zu lernen.<< meinte er und grinste.
>>Na und wo ist denn mein Engel?<<, sein Blick war wieder auf Bella gerichtet, als wäre ich nicht da.
Irgendwie versetze mir das einen merkwürdigen Stich, den ich aber so gut es ging ignorierte.
>>Sie ist schon rein.<<, meinte Bella und kurz darauf war er im Kino verschwunden.
>>Ist das..das der Freund von Rosalie?<<, jetzt fing ich auch noch an zu stottern!
Was war nur los mit mir?
>>Ja? Wieso?<<, fragte mich Bella verwirrt, aber ich schüttelte nur den Kopf, Alice rettete mich zum Glück aus dieser Situation.
>>Hey ihr beiden.
Jazz und ich haben noch etwas wichtiges unter vier Augen zu besprechen, wir sehen uns dann Zuhause ja?<<, meinte Alice und wartete gar nicht auf eine Antwort von uns, stattdessen hakte sie sich bei Jasper ein und ging mit ihm die Straße entlang, ehe sie Bella ihre Autoschlüssel zu geworfen hatte.
Edward, der bei Alice und Jazz gestanden war, war längst im Kino verschwunden.
Zurück blieben wir beide und wir beschlossen nun auch endlich ins Kino zu Rose und den anderen zu gehen.
Mir war nicht wohl bei der Sache.
Wegen Rose, weil sie so gemein war und wegen Emmett, bei dem ich einfach ein ganz komisches Gefühl hatte, welches mich an Bauchkribbeln erinnerte. Aber das konnte nicht sein, ich liebte Tunay, ich war ja voll kommen übergeschnappt.
Dennoch ging mir, dass er mich "Schönheit" genannt hatte, nicht aus dem Kopf.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Do 27 Mai 2010, 22:56

> Tunay <

Als der Regen langsam nachließ, öffnete ich meine Augen sachte wieder.
Ich fühlte mich weder müde, noch bedrückt, also beschloss ich dies aus zu nutzen und meinen Weg fort zu setzen.
Zwar war mein Ziel mir bekannt,wie nichts anderes auf der Welt, doch wusste ich leider nicht, wo sich das Objekt meiner Begierde befand. Zuerst – das war mir klar – musste ich aus diesem Wald heraus, schließlich befand sich Sya in der Stadt. Aber in welches Stadt?
Das war das nächste Problem.
Mein nächste Gedanke war, genauso genial wie auch waghalsig.
Nämlich, andere Vampire auf zu suchen.
Die Möglichkeit, dass sich Sya mit anderen zusammen geschlossen hatte, war ziemlich groß, schließlich hatte ich dies auch getan.
Doch war es ziemlich gefährlich.
Schließlich war nur Sya mir gegenüber freundlich, nicht so die anderen Vampire dieser Welt.
Wir waren Feinde, dass war auch der Grund unserer Trennung damals gewesen und es war einfach sehr riskant da zwischen die Fronten zu geraten.
Solche Vampire lebten meist in einem ganzen Clan und ich hätte, wenn es zu einem Kampf kommen würde, weil Sya nicht bei denen ist, nicht die geringste Chance zu überleben.
Aber irgendetwas musste ich doch tun!
Also weigerte ich mich einfach erneut im Wald stehen zu bleiben. In Wolfsgestalt gab ich mich meinen Instinkten hin und folgte ihnen um so heraus aus dem Wald und hinein in die Stadt zu finden, wo ich Sya hoffentlich damit näher kommen könnte.
Es war verrückt, sie konnte buchstäblich über all auf der Welt sein!
Aber sie lebte, da war ich mir so sicher wie mit keiner Sache, sie musste einfach noch leben.
Schließlich gab es in letzter Zeit keinen Grund dafür, dass sie die Volturi aufspürten und auch sonst, konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie sich etwas geleistet haben könnte, was sie sonst verärgert hätte.
Also konnte ich mir in dieser Sache erstmal ziemlich sicher sein.
Als ich die Stadt erreicht hatte, lief ich weiter in die Innenstadt und fand draußen an einem Cafe', auf einem Tisch eine Tageszeitung.
Flink nahm ich mir die und blätterte darin, auf der Suche nach irgendwelchen Dingen, die aufzeigten, das Vampire hier in der Nähe oder Umgebung ihr Unwesen trieben.
Obwohl es gleichzeitig idiotisch war.
Sya würde sich nie mit solcher Art von Vampiren zusammen tun, sie war schließlich eine Vegetarierin.
Und welche zu finden, war entweder sehr schwer oder unmöglich, da hatte ich es leichter gehabt mich wo an zu schließen. Umso mehr wollte ich sie endlich finden, damit sie nicht mehr alleine sein musste und ich sie wieder wie früher vor allem beschützen konnte.
Ach ich vermisste einfach alles an ihr.
Ihre freundliche Ausstrahlung, ihre Sturheit, nicht ihrer Natur nach zu geben und ihre Zärtlichkeit und die Art und Weise wie sie sich und ihre Umwelt wahrnahm.
Sie war wie die Hälfte von mir, die fehlte.
Ich brauchte sie um mein Leben wieder zu vervollständigen und sie so wieder wunderbar zu machen.
Denn seit ich mich von ihr getrennt hatte, war sie ziemlich grau und öde gewesen und einfach falsch, war sie mir vor gekommen.
In der Zeitung stand nichts informatives, nur der Alltägliche langweilige Klatsch und ich warf sie achtlos in einen Mülleimer, der am Wegrand stand.
Etwas misstrauisch ging ich dann weiter durch die fast verlassenen Straßen der Stadt und suchte jede Ecke, nach irgendeinem Anhaltspunkt ab.
Ich wusste gar nicht nach was ich suchte, aber auf jeden Fall war es besser, als gar nichts zu tun und wieder in den Wald zu gehen. Wenn ich doch wenigstens wüsste, ob sie noch in der Stadt war!
Es war einfach zum verzweifeln, dass ich einfach überhaupt keinen Anhaltspunkt, zum ab suchen hatte. Vorbei kam ich an Schuhgeschäften, Boutiquen, Secondhandländen, bis ich am Kino hielt.
Warum eigentlich nicht?
Geld hatte ich zum Glück auch noch genug und Lust, mal kurz den Kummer zu vergessen, allemal.


> Sya <

Fertig war der Film – und beim Ausrutschen, flog ich so ungeschickt hin, das ich in Tacos mit Soße mitten im Gesicht landete. Peinlich berührt, flüchtete ich so schnell, das er noch normal wirkte aus dem Raum und ging auf das WC.
Dort war zum Glück noch nicht viel los und ich putzte mir rasch mein Gesicht ab und befreite Stirn, Backen und Kinn von scharfer Tacosoße.
→ Währenddessen draußen mal >Bella<
Als Sya ungeschickt auf die Nase fiel, lachte erstmal jeder um uns herum, sodass sich Sya schnell aus dem Staub machte. Sicher war sie gerade im WC und ich und Edward gingen ihr langam hinterher und warteten im Gang auf sie, während sich an der Kasse wieder ein Haufen Leute anstellten.
Bald bekamen wir dann auch Rosalie und Emmett zu Gesicht, die grinsend aus einem der Kinoräumen kamen und sich darauf bei uns entschuldigten.
Gemeinsam warteten wir auf Sya und als sie kam, gingen wir nach draußen und setzten uns in mein Auto's, welches ich diesmal auch selber fuhr.
Edward hatte meine Handtasche in der Hand und sprach mich während der Fahrt an: „Hey Bells, Alice hat dich während des Kinotaufhaltes 10mal angerufen!“, schnell zückte er auch sein Handy, alle taten es und sie mussten feststellen, das sie alle Anrufe von Alice erhalten hatten.
Schließlich rief Rose bei Alice an.

>Sya<

Da ich mit hinten, zwischen Rose und Emmett saß, bekam ich ziemlich viel mit von dem Anruf, da Rose in zwischen auch auf Lauter gestellt hatte.
„Was ist denn los Alice?“, fragte Rose verstört.
„Ich hab ihn gesehen!“ „Wen?“
„Na IHN, Tunay!“, als ich seinen Namen hörte, verschwamm für mich alles rund herum und es zählte nur noch eines für mich, was Alice gesehen hatte.
Unbewusst und deshalb ziemlich unfreundlich, riss ich Rosalie prompt ihr Handy aus der Hand und meldete mich hektisch: „Alice, hier ist Sya.
Was ist mit Tunay????
Hast du ihn gesehen?
Wo??“, es viel mir bedenklich schwer, sie zu Wort kommen zu lassen.
„Ganz ruhig Sya.
Ich hatte vorhin, mitten im Gespräch mit Jasper eine Vision von ihm.“, meine Beine fingen an zu zittern und ich hörte auf zu atmen.
„Ich hab ihn ganz klar und deutlich im Kino an der Schlange stehen sehen!
Ihr müsst sofort um kehren, dann kriegt ihr ihn noch!“, befahl Alice und ich schrie sofort zu Bella vor:
„Bella, sie hat Tunay im Kino gesehen!
Kehr auf der Stelle um!“, mir war egal wie und was, ich musste einfach so schnell es ging zum Kino zurück!
Ein Glück waren wir noch nicht weit weg.
„Danke Alice!“, sagte ich und mehr kam auch nicht mehr aus mir heraus, ich war so voller Hektik und Aufregung, weil ich es einfach nicht glauben konnte.
Tunay!!
Hier?!
Das konnte doch nur ein Traum sein.
Als ich Rose ihr Handy zurück gab, zickte sie zwar etwas, aber als sie und alle im Auto langsam erfuhren, was passiert war, konnte sie das dann schließlich nach voll ziehen, wieso ich so reagiert hatte.
Ich war so aufgeregt und gleichzeitig so glücklich, das ich glaubte es würde mir das Herz heraus reisen.
Der Kummer um Tunay und wie sehr ich ihn vermisste, hatte in letzter Zeit wieder ziemlich zu genommen und obwohl mein Verstand wie verrückt arbeitete, begriff es mein Herz noch nicht ganz.
Es sprang zwar innerlich wie wild vor Freude, aber fassen konnte es diese ganze Sache nicht ganz, ich meine nach 2 verdammten Jahren!
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Mo 07 Jun 2010, 22:04

>Sya<

Als wir endlich das Kino erreichten, sprang ich sofort aus dem Wagen und rannte auf den Eingang zu.
Die anderen folgten mir nicht. Vermutlich wollten sie mir und Tunay etwas Privatsphäre gönnen, was sehr lieb und rücksichtsvoll von ihnen war.
Schnell erreichte ich den Tresen, doch Tunay war nicht zu sehen.
Vermutlich war er längst in einen der Kinosäle verschwunden, also machte ich mich daran, jeden einzeln ab zu suchen.
Als ich am letzten Saal ankam war ich außer Puste und total geknickt.
Widerwillig stand ich dann vor der Türe.
Die letzte Tür, die letzte Chance.
Dachte ich und verfiel in Panik.
Was war wenn er nicht da war?
Daran wollte ich nicht denken, aber tat es dennoch.
Als ich mich endlich gefasst hatte, öffnete ich die Tür und schrie seinen Namen.
Immer wieder, rief ich ihn und hörte auch dann nicht auf, als ich feststellte, das er nicht da war.
Als ich nicht aufhörte, kamen Leute auf mich zu, sie trugen eine Uniform und beförderten mich ohne ein weiteres Wort mit mir zu wechseln, wieder hinaus aus dem Saal.
Dann verschwinden sie und ich breche auf dem Boden zusammen.
Diese Vision von Alice, ich hatte so daran geglaubt und keine Sekunde Zweifel gehegt, das dies vielleicht gar nicht stimmte.
Alice meinte ja, dass sich ihre Visionen auch ändern könnten, je nach dem wie er sich entscheidet, womöglich wollte er doch nicht mehr ins Kino!
In diesem Moment, als ich mich dazu entschließe, Alice an zu rufen und sie damit zu konfrontieren, klingelte mein Handy.
„Und, ist er da???“, es war natürlich Alice.
„Nein, ich weiß auch nicht wo er steckt!“ , sagte ich und meine Stimme klang aufgelöst und völlig verzweifelt, genauso, wie ich mich in dem Moment auch fühlte.
Wo war Tunay, Alice Vision, ich verstand gar nichts mehr.
„Was? Aber ich habe ihn doch gesehen?“, sagte sie und danach war es für eine kurze Zeit völlig still am Hörer.
Vermutlich dachte Alice nach.
Obwohl ich nervös war und zitterte wie eine Verrückte und es nicht aushalten konnte zu warten, ließ ich Alice die Zeit die benötigte, zum Glück dauerte es nicht all zu lange.
„Vermutlich liegt die Vision weit in der Zukunft.
Wahrscheinlich, sind wir einfach zu früh dran!“, sagte sie dann und schien mit sich selbst zu sprechen anstatt mit mir.
„Was soll das heißen?
Wann heißt, weit in der Zukunft, wann soll das sein?“, holte ich sie ziemlich hektisch aus ihren Gedanken.
„Lass mich mal überlegen Sya!“, kam es darauf von Alice, sie klang ziemlich wütend, aber konzentriert. „Komm am besten jetzt hinunter, dann sehen wir weiter.“, sagte sie dann und ehe ich noch etwas erwidern konnte hatte sie aufgelegt.
Was hatte das alles zu bedeuten, wo war Tunay?
Wann würde sich die Vision bewahrheiten?
Wir konnten doch unmöglich täglich zum Kino fahren und schauen ob er kommt oder?
In diesem Moment, sah ich aber keine andere Möglichkeit.
Ich musste hier im Kino bleiben, sonst würde ich den Moment seiner Ankunft verpassen.
Das würde ich ihnen gleich mitteilen.

> Tunay <

Als ich mir die Karte für den Film besorgt hatte, ging ich direkt zu meinem Saal.
Auf den Weg dorthin, roch ich auf einmal etwas.
Das nicht normal war.
Zumindest nicht für einen Menschen.
Ich roch nämlich einen Feind.
Einen Vampir.
Bei dem Gedanken daran, zog sich mein Magen zusammen und ich unterdrückte den Gedanken daran, dass es vielleicht Sya sein könnte.
Soviel Glück konnte ich doch gar nicht haben!
Meinen Verstand komplett ignorierend, lief ich die Treppen wieder hinunter, kehrte um und lief in die Richtung, in der der Geruch kam.
Auf den Weg zu dem Objekt meiner Begierde, begegnete mir ein Mann.
Er war ziemlich groß und stämmig, natürlich war ich stärker, aber er wusste ja nicht das ich ein Werwolf war, dass dachte ich zumindest.
Er hatte braunschwarzes Haar, welches ihm kurz und frech vom Kopf ab stand.
Sofort hatte ich ein komisches Gefühl bei ihm, er wirkte ziemlich unfreundlich und distanziert.
Als ich vor ihm stehen blieb, fing er sofort an mit mir zu reden.
„Sie haben eine Kinokarte wie ich sehe, der Film hat bereits angefangen, sie sollten sich beeilen!“, meinte er und ich wunderte mich darüber das er mich mich mit „Sie“ ansprach, er war nicht viel älter als ich.
Kurz darauf bemerkte ich aber noch etwas anders, dass sehr viel mysteriöser war.
Denn der Geruch kam von ihm. Sofort schaute ich auf und sah in seine goldenen Augen, die mich steng musterten.
Er war ein Vampir und wirkte ziemlich locker, dafür dass ich ein Werwolf war, wirkte er sehr gefasst.
Moment, er hatte goldene Augen, solche wie Sya?
Wie vom Blitz getroffen starrte ich ihn an und beugte mich schließlich zu ihm vor und flüsterte:
„Könnten wir uns unter vier Augen unterhalten?“, fragte ich und dieser verstand sofort und führte mich den Gang entlang und öffnete eine Tür, auf der „Zutritt nur für Personal“ in roten Buchstaben stand.
Ich musste einfach mit ihm reden, egal wie unsympathisch er rüber kam!
Als ich ihm nach ging und er das Licht öffnete, sah ich mich im Raum um.
Es schien der Pausenraum des Personals zu sein.
Denn es standen einige Stühle um einen Tisch herum, eine kleine Küche stand daneben und am Ende des Raumes, war eine weitere Tür, die sicher zu einem Klo führte.
Der Vampir setzte sich und bat mir ebenfalls einen Platz auf einen der Stühle an.
Schnell setzte ich mich hin und verschwendete keine weitere Zeit und begann mit meiner Befragung. „Sie sind also Vampir.“, er unterbrach mich mit „ Und du ein Werwolf“.
Bei dem Wort Werwolf zog er verschmitzt seine Augenbrauen nach oben.
„Ja. Und wie kommt es, dass sie goldene Augen haben und in einem Kino arbeiten, unter Menschen?“, fragte ich und er grinste.
Währenddessen sah ich ihn genauer an. Seine Haltung war ziemlich Selbstbewusst, er schien sehr von sich überzeugt zu sein und seine Haut war weiß und so hart wie Marmor.
„Wie kommt man denn leichter an seine Opfer?“, diese Typ wollte mich herein legen, das wusste ich nach diesem Satz sofort.
Aber ich war nicht so naiv und unwissend, wie er dachte.
„Schluss mit den Lügen. Sie haben goldene Augen, dass bedeutet, dass sie sich von tierischen Blut ernähren!“, sagte ich und ein Hoffnungsschimmer flackerte in meinem inneren auf, wie eine kleine Flamme, die in meinem inneren brannte.
Sya!
Sie könnte bei ihm sein!
Aber anstatt sofort nach ihr zu fragen, erkundigte ich mich nach seinem Namen.
„Ah, du bist ein schlauer Bursche.
Ja gut, ich ernähre mich nur von tierischen Blut na und, warum wolltest du mit mir sprechen Junge?
Übrigens mein Name ist Anas.“, sagte er.
„Okay, ich hab da so eine Bekannte.“ Nicht dass ich nicht zu der Liebe zu Sya stand, aber wer wusste denn, ob er mich nicht bei den Volturi abliefern würde?
„Sie ist ein Vampir und ernährt sich ebenfalls nur von tierischen Blut.
Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen und dachte vielleicht ...“, er unterbrach mich.
„Sie ist nicht bei mir, wars das?
Ich habe einen Job zu verrichten.“, meinte er und stand auf, öffnete die Tür und bedeutete mir mit einer ziemlich deutlichen Geste, das ich verschwinden sollte.
Das tat ich dann schließlich auch.
Vergessen war der Film.
Ich ärgerte mich über meine eigene Dummheit, wie hatte ich jemals denken können, das Sya bei so einem Ekel (ob Vegetarier oder nicht) unter gekommen war?
Benommen, von dieser Begegnung, lief ich schlapp und bedrückt die Straßen der Stadt entlang.
Mein Ziel hatte ich dennoch nicht aus den Augen verloren, ich musste Sya finden und dass würde ich auch,
koste es was es wolle.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Di 22 Jun 2010, 17:24

> Anas <

Auch als das Wölfchen bereits gegangen war, hallte in meinen Gedanken seine Stimme nach.
Ein Wolf, der nach einer Vampirin suchte?
Das kam mir irgendwie total falsch vor.
Aber vermutlich hatte er mit ihr einfach noch eine Rechnung offen wer weiß.
Dennoch blieb ich misstrauisch und entschloss mich schließlich, ihm gedanklich zu folgen.
Er hatte längst das Kino verlassen und lief die Straßen entlang.
Er wirkte auf mich matt und angeschlagen und verzweifelt.
Eine Welle des schlechten Gewissens, übermannte mich, als ich daran zurück dachte, wie ich ihn behandelt hatte.
Diesen Werwolf.
Das letzte mal als ich einem begegnet war, war es zu einer blutigen Schlacht ausgeartet.
Doch diesmal war ich, ziemlich gefasst gewesen.
Warum wusste ich nicht so genau.
Wegen meines Jobs, oder war es einfach, weil sich meine Wut gegenüber Werwölfen aufgelöst hatte?
Ich wusste es nicht.
Nur das ich ihm gerade folgte, was ich schon seit einer Ewigkeit bei keiner Person getan mehr hatte, schon gar nicht bei einem Werwolf.
Er hatte nach seiner Freundin gefragt, ja dass war ganz sicher und sie musste ihm sehr viel bedeuten, wenn er nach ihr suchte.
Es wirkte auf mich ziemlich verwirrend, dass ein Vampir und ein Werwolf tatsächlich Freunde sein konnten, aber auf meine Reaktion ihm gegenüber, schien dies auf einmal gar nicht mehr so unmöglich.
Er stank ja, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie früher gewesen.
Weiter folgte ich dem Wölfchen durch die Straßen, bis er sich auf einer Bank niederließ, den Kopf auf seine Hände bettete und ihm ein Laut entfuhr, welcher einem Schluchzen ähnelte.
Sie musste ihm total viel bedeuten!
Dachte ich jetzt und beobachtete ihn weiter.
Irgendwie fühlte es sich falsch an ihn einfach so nach zu gehen und ihn sozusagen in seiner Privatsphäre zu stören, doch musste ich dies einfach tun.
Ich musste heraus finden was diesen Wolf mit diesem Vampirmädchen verband, ich musste einfach!
Irgendwie tat er mir leid.
Ich verstand es zwar immer noch nicht so ganz, wie eine Liebe zwischen Feinden entstehen konnte, doch war mir einfach klar dads er gerade sehr wegen ihr litt.
Sein Körper schüttelte sich, bäumte sich auf und dann sackte er wieder in sich zusammen und rührte sich nicht.
Mich schüttelte es bei dem Anblick selbst und ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
Was war mit ihnen.
Warum liebten sie sich, warum suchte er jetzt nach ihr?
Diese Fragen und noch weitere hätte ich ihm am liebsten sofort gestellt.
Doch konnte ich nicht, weil ich nicht körperlich bei ihm war und er jetzt wohl kaum in der Lage wäre meine Fragen zu beantworten.
Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich mir schließlich wünschte, dass sie bei mir wäre, diese Vampirin, zu der sich dieser Wolf hin zog, dass sie da war und sie sich wieder in die Arme schließen konnten.
Ich wusste ja selbst nicht was mit mir los war!
Ein ganz normaler Arbeitstag, puste Kuchen!
Heute war absolut nichts normal, weder mit mir, noch mit meinem Verstand.
Denn ich begann mit dem Werwolf zu leiden.
Ich hatte innerhalb kürzester Zeit Mitgefühl für ihn entwickelt!
Das war mir neu.
Nein nicht ganz, es war mir mittlerweile fremd geworden.
Schon solange hatte ich nicht mehr wirklich geliebt, weder für jemanden etwas wie Mitgefühl empfunden und ich war wie überwältigt von diesem Gefühl.
Es ließ mich aufstehen, meine Sachen zusammen räumen und aus dem Kino spazieren.
Es ließ mich zu dem traurigen Wölfchen laufen.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Fr 25 Jun 2010, 22:54

> Sya <

Als ich unten am Eingang ankam, ging ich sofort zu Alice Porsche und stellte mich vor das Fenster und weigerte mich einzusteigen.
Als Alice aufgab und mit ihren Händen aufhörte, mir zu verstehen zu geben, dass ich erst einmal einsteigen sollte, ließ sie das Fenster hinunter.
„Sya was ist?“, fragte sie irritiert und auch Jasper, der als Beifahrer neben Alice saß, schien verwirrt.
„Ich kann nicht mit kommen Alice, ich muss muss hier bleiben!“, sagte ich angestrengt, hoffte dass sie mich nicht für völlig verrückt halten würde.
Ohne auf eine Reaktion von ihr zu warten, fügte ich hinzu:
„Ich kann einfach das Risiko nicht eingehen ihn zu verpassen.“, sagte ich und was danach geschah, lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab.
Meine Füße machten sich selbstständig und gehorchten mir nicht mehr und ich rannte zurück ins Kino.
Hinter mir in der Nähe erahnte ich Alice, doch ich drehte mich nicht um.
Lief geradeaus weiter und verschanzte mich im Klo.
Keine Sekunde später, hörte ich das Geräusch von Ballerinas auf dem Linoleum, Alice.
Sie war mir natürlich sofort gefolgt und da sie sowieso nicht aufgeben würde, ehe ich die Türe öffne, gab ich mich geschlagen.
Setzte mich auf die Klobrille und öffnete die Türe mit einem Klicken und sah mit trauriger Miene zu ihrauf.
Was sich gerade in mir abspielte war die Hölle.
Es kotzte mich zum Teil einfach an, dass ich Tunay heute nicht zu Gesicht bekommen hatte und zum anderen, die Ungewissheit, ob ich ihn überhaupt jemals wieder sehen würde und das machte mir einfach Angst.
Und diese Angst veranlasste mich dazu, hier zu bleiben egal wie, nur damit ich ihn nicht verpasste, denn das durfte einfach nicht passieren!
Als mich Alice ansah, durchzog sie (man könnte sagen wie ein elektrischer Schlag) und sie schaltete darauf Blitzschnell von aufgedreht auf besorgt um.
„Ach Sya.
Ich verstehe was du vor hast, aber glaubst du wirklich du erreichst damit was?“, ich hatte mich getäuscht, sie schaltete, auf verständnislos!
„Ja und ob ich damit etwas erreiche!
Tunay wird kommen, dass hast du doch selber gesehen und ich werde nicht ohne ihn das Kino verlassen!“, sagte ich stur, wollte mich auf keinen Fall von meinem Entschluss abbringen lassen.
„Aber Sya.
Was ist, wenn er schon da war und die ihn irgendwie verpasst hast?
Was ist, wenn er es sich anders überlegt und nicht zum Kino geht?
Es könnte sein, dass du hier auf ungewisse Zeit umsonst herum lungerst, verstehst du?“, versuchte sie mich zu Vernunft zu bringen.
Klar verstand ich ihre Worte und sie klangen auch logisch und plausibel, doch war dieses Kino ein Hoffnungsschwimmer, an dem ich mich festhielt, dass ich Tunay wieder sehen könnte. Ganz sicher konnte ich mir nicht sein, aber es stand im Bereich des möglichen!
„Aber was wenn nicht?
Wenn er hier auftaucht und ich nicht da bin?
Dann ist es vorbei Alice, aus und vorbei!“, im Gedanken dachte ich noch weiter, dass ich so nicht mehr leben wollte ohne ihn.
Wenn ich nicht auf ihn treffen würde, wenn ich nicht wieder mit ihm zusammen sein würde wie früher.
Diese zwei Jahre waren einfach der pure Horror gewesen, hätte ich mich nicht hinaus gewagt und fast einige Menschen getötet, würde ich vermutlich immer noch in dieser kahlen Wohnung hausen und vor Sehnsucht und Hunger verrückt werden.
Am Ende hätte ich vermutlich ein Feuer entfacht und hätte mich bei lebendigen Leib verbrennen lassen!
Diese Gedanken waren ziemliche extrem, doch beunruhigten sie mich nicht die Spur, sie beruhigten mich eher und zeigten mir einen Weg auf, einen Weg der schnell, der vielleicht nicht ganz schmerzfrei, meinem Leben ein Ende setzen könnte.
Er würde mich befreien und das wollte ich in diesem mit am meisten.
Ich wollte entweder mit Tunay zusammen sein oder sterben und das Gefühl, dass mein Schicksal zum Teil in meiner Hand lag, gab mir Mut.
Denn ich konnte, falls es unerträglich werden würde, dem einfach ein Ende machen, also entschloss ich hier und jetzt für mich, dass es irgendwann sowieso enden musste.
Ich würde mit Alice ins Auto steigen und somit die letzte und einzige Chance Tunay wieder zu sehen verstreichen lassen und mir sobald wie möglich das Leben nehmen, Mithilfe der Volturi, es war schön endlich mal meine Zukunft voraus planen zu können.
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Re: Lunar eclipse

Beitrag  *Stella* am Sa 24 Jul 2010, 20:20

So.. nun kommt nach langer Zeit mal wieder ein lächerlicher kleiner Part von mir^^.
Ich hoffe dass er euch gefällt und ihr nicht bereits das Interesse an meiner FF verloren habt! :O


> Tunay <

Als ich auf der Bank das Geräusch von Schritten hören konnte, sah ich zuerst nicht auf, weil ich dachte diese Person war eine von vielen, die an mir vorbei lief und blöd schaute, doch als er näher kam, roch ich das es ein Vampir war.
Sofort war ich in Alarmbereitschaft und sah auf, doch es war nur Anas.
Es wunderte mich dass er mir gefolgt war, nachdem er mir gegenüber so barsch und unfreundlich gewesen war.
„Was willst du denn noch?“, fragte ich unfreundlich, in meiner Verfassung schaffte ich es nicht wütend oder stark zu klingen, meine Stimme klang einfach traurig und schlaff.
„Ich bin dir in Gedanken gefolgt Tunay, dass ist meine Gabe.“, sagte er nur und behielt den genauen Grund für sich und setzte sich neben mir auf die Bank.
Sein Geruch brannte mir in der Nase, doch benebelte er etwas den Schmerz wegen Sya, sodass er im nach hinein sogar gut tat. „Warum?“, fragte ich dann und sah ihn an, welcher auf den Boden starrte und mir antwortete:
„Ich hab gesehen wie schlecht es dir geht wegen diesem Vampir und es tat mir leid wie ich vorhin zu dir war.
Ich kann es zwar immer noch nicht verstehen, wie zwei Feinde sich lieben können, doch wollte ich mehr erfahren um dir vielleicht behilflich zu sein.“, kam zuerst die Leier, die ich schon so oft gehört hatte, doch dann überraschte er mich, er wollte mir helfen? „Mir helfen, wie willst du mir denn helfen?“, fragte ich.
„Na ja, du kennst ja meine Gabe jetzt, vielleicht könnte ich, falls sie mal in unserer Nähe ist, sie aufspüren. Aber jetzt erzähl mir doch erstmal, wie ist es dazu gekommen, dass ihr euch verliebt habt und vor allem warum ihr euch getrennt habt.“, war dass nicht etwas zu aufdringlich?
Was ging ihm mein Schicksal an?
Aber gut, wenn er meinte, es würde etwas an meinem Zustand ändern.
„Ich weiß nicht, wir haben uns gesehen und dann ist es passiert.
Wir waren eine Weile wirklich glücklich miteinander, doch dann bekamen wir Besuch von einem Volturi, der uns den Tod androhte, wenn wir nicht getrennte Wege gehen. Sya wollte kämpfen doch ich hatte zu große Angst, dass ihr etwas zu stoßen konnte, deshalb verließ ich sie.
Doch jetzt merke ich dass es ein Fehler war, diese zwei Jahre ohne sie, waren einfach schrecklich und ich wünschte ich hätte gekämpft und wäre am Ende mit Würde gestorben, als so weiter zu leben.“, ich war selber von mir überrascht, dass ich ihm so viel anvertraute, aber es war wirklich so, dass ich mich etwas leichter fühlte, nach dem ich es ausgesprochen hatte. Nachdem ich es jemanden erzählt hatte, der es verstehen würde.
„Oh man, dass ist ja echt mal krass. Und jetzt suchst du nach ihr nicht war?“, fragte er und ich nickte nur stumm, ich hatte wieder eine starre Haltung eingenommen, versunken in alten Erinnerungen an sie, sie brannten, da konnte der Schmerz in der Nase nicht mehr mithalten.
„Ja das tue ich und vielleicht verstehst du es nicht, aber ich muss sie einfach finden.
Diesen Fehler den ich damals begangen habe, begleitet mich seither jeden Tag und ich kann einfach nicht mehr.“, sagte ich dann doch noch etwas dazu und war gespannt auf seine Reaktion.
„Mh, aber deine Entscheidung ist durchaus nach voll ziehbar.
Sie es mal so, dass sie wohl auf ist, war dir eben wichtiger als dass ihr zusammen seit.
Das zeigt von wahrer Größe Tunay.“, schilderte er mir einen anderen Blickwinkel dieser Geschichte.
„Mh vielleicht hast du recht und bin ich jetzt etwa egoistisch, wenn ich sie nun doch aufsuche?
Weil ich ihr Leben damit aufs Spiel setze?“ Vielleicht will sie mich ja gar nicht mehr, vielleicht ist sie längst wieder glücklich verliebt und denkt nicht mehr an mich.
“Nein du bist nicht egoistisch. Sie war doch damals auch dagegen nicht wahr?
Vielleicht sucht sie dich ja auch!“
„Ja aber was ist wenn sie längst glücklich ist mit jemanden anderen und mich vergessen hat?“, sprach ich meine Gedanken laut aus, meine Ängste.
„Ach, wenn ich sehe wie du leidest und du mir gesagt hast, wie sehr sie dagegen war, da ist es für mich so gut wie ausgeschlossen, dass sie wieder glücklich ist.“, meinte er aufheiternd.
Doch ich wusste nicht ob ich diesen Worten glauben schenken konnte.
Schließlich konnte man es nie so genau wissen und falls sie wieder glücklich war, wollte ich dieses Glück nicht zerstören. Aber Anas hatte ja diese Gabe, er konnte sie aufspüren, falls es dazu kam und dann würde er auch sehen wie es ihr erging, ohne dass sie etwas mit bekam.

Edit vom 20.12.2010.
Die Geschichte ist erst einmal auf Eis gelegt.
Im Moment komme ich nur selten zum schreiben und da ich sowieso an einer
neuen Story arbeite, werde ich diese voraussichtlich nicht weiterführen.
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Re: Lunar eclipse

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