Studiengebühren

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Studiengebühren

Beitrag  amyfake78 am Sa 21 Nov 2009, 01:36

Hallo ...

aus den aktuellen Anlässen würde ich gern mal eure Meinung dazu hören ....
und vielleicht kann mir einer mal GENAU erklären, warum sich über 500 Euro pro Semester so aufgeregt wird (unter anderem)???

Also wenn ich so überlege 400 Euro Job (20-25 Stunden/Woche) + Bafög + Wohngeld ... da denke ich doch das da einiges Geld zusammen kommt .... ich meine viel schlechter als einem ALG II Empfänger dürfte es den Stundenten auch nicht gehen ...

Okay ja ... Bafög muss man zurück zahlen ... aber ich kenne einige die sich da raus winden konnten ... oder weniger zurück zahlen mussten.

Also liebe Studenten unter uns ... klärt mich auf!!!!! (also ohne Blümchen und Bienchen )
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Re: Studiengebühren

Beitrag  Tanya am Sa 21 Nov 2009, 12:04

ok dann mach ich mal den anfang

also...das erste problem ist es bleibt nicht bei fünfhundert euro...es kommen noch verwaltungsgebühren dazu usw, dann ist man schnell bei über 600 euro.
dann sieht es mit einem job eher schlecht aus...seit dem bachelor studiengang ist das studium wirklich sehr verschult worden, man hat sehr viel stunden und sehr viel stoff in einem semester.
mir persönlich reicht die zeit gerade noch um abends noch ein bisschen was zu lernen...und an zwei tagen könnte ich zwar sicherlich abends noch arbeiten, aber ich freue mich ehrlichgesagt darüber dort etwas freizeit zu haben (aber das liegt dann an mir )

das mit dem bafög finde ich auch nicht die beste lösung, denn wie du schon sagtest, man muss es zurück zahlen und so startet man sofort mit schulden in das berufsleben. und bei der jetztigen wirtschaftlichen lage kann man nicht sicher sein überhaupt einen job zu bekommen.
und wohngeld?? da musst du mich aufklären

ich denke, es geht bei den streiks zur zeit hauptsächlich um die bachelorstudiengänge, denn diese sind bei firmen überhaupt nicht angesehen, man ist gezwungen ein master-studium dranzuhängen, sonst kann man es eigentlich gleich vergessen..(in manchen studiengängen gibt es da sicher ausnahmen)
man hat viel kürzere zeit um den gleichen stoff wie die diplomis zu lernen, als beispiel: wir hatten ein fach das wurde von 8 stunden pro woche(beim diplom) auf 4 verkürzt, aber wir hatten genau den gleichen stoff wie die studenten die dafür 8 stunden hatten. da bleibt dann leider das verständis auf der strecke...es geht nur darum sich das wissen anzueignen und es dann bei der klausur aufs blatt zu bringen, dann schnell wieder vergessen, damit das andere noch in den kopf reinpasst, das hat nichts mehr mit studieren zu tun.

so....also ich persönlich habe nichts gegen studiengebühren, allerdings sollten sie niedriger sein. die hälfte würde auch schon reichen,in den meisten unis gibt es jetzt schon so viel geld, dass sie nicht wissen was sie damit machen sollen (das geld darf nämlich auch nicht für alles verwendet werden...wir bräuchten dringend eine größere mensa , aber dafür darf man das geld nicht ausgeben....)

von dem bachelor-master system halte ich überhaupt nichts, es wurde wirklich nicht gut durchdacht, und hat mit den systemen in anderen ländern auch nicht viel gemeinsam, obwohl es deswegen eingeführt wurde. das diplom war im ausland immer sehr angesehen, deswegen verstehe ich nicht warum man dass unbedingt ändern musste.
die lieben politiker hätten sich einfach mehr gedanken machen müssen, dass alles hätte einfach mehr zeit gebraucht.

ok ich bin fertig kicher
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Re: Studiengebühren

Beitrag  Alice02 am Sa 21 Nov 2009, 13:22

Also zu den Studiengebühren möchte ich mich jetzt auch mal äußern. Auch wenn ich kein Student bin und auch nie einer war.

Ich finde es gerechtfertigt, die Gebühren zu verlangen!!! (Auch wenn mich viele Studenten dafür jetzt mit faulen Eiern bewerfen, es ist einfach meine Meinung.)
Begründung:
Wenn das Studium ganz und gar kostenlos ist, gibt es mit Sicherheit einige, die es nicht richtig Ernst nehmen. Und ja, ich kenne sogar solche Leute persönlich.
Da wird ein Studiengang angefangen und nach drei Semestern wieder aufgehört, weil er einem wohl doch nicht so liegt.
Dann wird einfach mal der nächste angefangen. Usw, usw ...
Naja, denkt mal drüber nach, ob ihr auch Leute kennt, die ein zweit- oder gar schon dritt-Studium machen oder gemacht haben.
Viele von denen meinen eben: Studentenleben ist doch ein schönes Leben. Nicht arbeiten, viel Ferien ...
Ich persönlich finde es deshalb echt gut, dass die Studiengebühren eingeführt wurden sind. Da überlegt man sich dann schon vorher, welcher Studiengang nun zu einem passt und welcher nicht. (Hoffe ich jedenfalls.)

Allerdings fände ich folgende Lösung gut:
Das Erststudium sollte Gebührenfrei sein, damit jeder die Chance hat zu studieren. Auch diejenigen, deren Familien es sich nicht leisten können, ihre Kinder zu unterstützen.
Das eventuelle Zweitstudium sollte dann aber mit den Gebühren belegt werden. Und ich finde 500 Euro keineswegs zuviel.

Ich hoffe ihr erschlagt mich jetzt nicht, aber ich wollte meine Meinung zu diesem Thema hier einfach mal loswerden.

LG Alice.
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Re: Studiengebühren

Beitrag  Tanya am Sa 21 Nov 2009, 14:56

also ich finde die lösung die du genannt hast auch gut, dass das erststudium um sonst sein sollte und man danach studiengebühren verlagt, allerdings sind meiner meinung nach 500 € trotzdem zu viel, einfach deswegen da weniger auch schon ausreichen würde um die studiensituation zu verbessern.
aber ich persönlich störe mich nun auch nicht so besonders an den 500 €, ich sage nur sie sind nicht nötig... 250 oder 300 € würden auch reichen. Und für langzeit-studenten wäre dies dann trotzdem noch ein ansporn schneller zu studieren.
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Re: Studiengebühren

Beitrag  Gast am So 22 Nov 2009, 01:19

Öhm... Entschuldigung, aber wieso darf man jetzt kein Studium mehr anfangen und dann feststellen, dass es nichts für einen ist? Es haben nicht alle das Glück mit der Berufswahl im Alter von 5 Jahren abgeschlossen zu haben. Ich würde sogar behaupten, dass es den meisten so geht, dass sie sich erst ziemlich spät, wenn überhaupt, darüber klar werden, was sie einmal beruflich machen wollen. Also, ganz im Ernst, aber so etwas auch noch mit Studiengebühren zu "bestrafen" kann nun wirklich nicht die Lösung sein! Shocked

Und vonwegen "läppische" 500€...! Ihr wisst aber schon, dass das pro Semester/Halbjahr gilt, oder? Und wie schon erwähnt wurde, die 500 Euro sind ja noch längst nicht alles! Da kommen pro Semester/Halbjahr nochmal locker 200-250€ Sozialbeitrag drauf! Hätten wir also schon 750€ pro Semester/Halbjahr, das heißt satte 1.500€ pro Jahr. Und das soll ein Pappenstiel sein?! Es hat nunmal leider nicht jeder ein reiches Elternhaus, dass einem ein so teures Studium finanzieren kann. Und sollen all jene, die sich die knapp 1.500€ im Jahr nicht leisten können, deshalb jetzt nicht studieren dürfen?

Ich weiß ja nicht wie ihr euch das vorstellt, aber seit dem Bachelor/Master-Desaster kann man nicht mehr mal so eben neben dem Studium arbeiten gehen. Das ist ein "Vollzeit-Studium"! Wenn man da das Pech hat und so gerade aus dem BAföG-Rasta rausfällt, weil die Eltern so gerade zu viel verdienen, soll einem da das Recht auf Bildung und auf einen hochwertigen Abschluss verwehrt werden, weil man die 1.500€ pro Semester nicht bezahlen kann?!

Also, ich muss doch sehr bitten...! Bildung ist ein Allgemeingut und es hat jawohl jeder das Recht sich im Verlauf seiner Ausbildung oder seines Studiums noch einmal um zu entscheiden! Ein Studium darf kein Geld kosten! Das ist einfach eine Unverschämtheit. Für manchen ist es schon schwierig überhaupt den Semesterbeitrag zu bezahlen und dann noch 500€ oben drauf? Das ist nichts anderes als Elitebildung und werd das haben will und sich das leisten kann, der soll das von mir aus gerne tun, aber für alle anderen sollte es selbstverständlich sein ohne einen riesen Berg von Schulden ein Studium zu absolvieren!

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Re: Studiengebühren

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