Religionsangehörigkeit

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Welcher Religion gehörst Du an?

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Religionsangehörigkeit

Beitrag  Luise am Do 25 Jun 2009, 01:24

Mir spukt schon seit geraumer Zeit das Thema "Deine Religionsangehörigkeit" im Kopf herum. Ich würde gerne von euch wissen, welcher Religion ihr angehört, weswegen ihr an diese Religion glaubt und was euch an anderen Religionen manchmal stört!


Ich gehöre einer der größeren Religionen an, den Christen. Getauft bin ich katholisch, was ich ganz gut finde und worüber ich glücklich bin. Wenn ich (Kirchen)lieder singe, fühle ich mich Gott sehr nahe (wie bescheuert das auch klingen mag, es ist die Wahrheit).
Das, was mich bei den Christen (und auch bei vielen anderen Religionen) stört, ist dieser Mächtestreit. Zwischen den Kirchen geht es immer noch um Macht Macht und nochmer Macht. In letzter Zeit kommt mir das so vor, als wenn unser Papst Benedikt nicht nur positives Macht, sondern auch viel Mist baut (man bedenke die Holocaus-Sache mit dem Orden).
Ich würde es wunderbar finden, wenn Katholiken und Protestanten wieder zu einer Religion "zusammenschmelzen" würden, wir haben nämlich garnicht so viele Unterschiede! Und diese Spaltung der Kirche war ganz Sicher nicht Luthers Ziel, wie blöd sich die Katholiken damals auch verhalten haben.

Was denkt ihr zu diesem Thema?

......................


Katholische Kirche, nach katholischer Lehre von Christus selbst gestiftet, auf den "Felsen Petri" (Vatikan) gebaute, eine, hl, katholische, apostolische, sichtbare, unvergängliche Kirche, durch den Papst in Rom repräsentiert. Dieser ist nach der katholischen Lehre als Stellvertreter des unsichtbaren Christus das sichtbare Haupt der katholischen Kirche.

Evangelische Kirche: Als Evangelische Kirche bezeichnen sich christliche Kirchen in der Tradition der Reformation (Luther). Weitgehend synonym wird auch hierfür das Wort Protestantische Kirche verwendet. Die Lehre: Allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke; allein durch die Gnade Gottes wird der Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun; allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige; allein die (Heilige) Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die Tradition der Kirche.

Orthodoxe Kirchen, die aus den Kirchenim Osten des byzantischen Reiches hervorgegangenen christl. Kirchen. Die Feier der göttlichen Liturgie, die 7 Sakramente, der Vollzug von Weihehandlungen, die Verehrung der Ikonen, Gebete und Hymnen nehmen in ihrem Leben einen breiten Raum ein. Eine sehr informationsreiche Site für interessierte findet ihr hier.

Das wichtige Konzept des Islam und die Quelle aller seiner anderen Prinzipien und Verfahrensweisen ist die Einheit Gottes (Tauhid). Der Islam stellt Monotheismus (die Glaube an nur einen Gott) in reinster Form dar. Die Islamisch-Gläubischen glauben an Allah, der im Koran als allwissend und allmächtig beschrieben wird, und immer da ist. Mehr dazu hier.

Die Zeugen Jehovas glauben an den allmächtigen Gott Jehova, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Sie sehen es als sehr wichtig an, dass sich ihr Glaube auf die Bibel stützt und nicht lediglich auf menschlichen Spekulationen und religiösen Glaubensbekenntnissen beruht. Sie sehen sich als Diener des Herrn. Sie lassen sich bei allen Tätigkeiten von Gottes Wort, der heiligen Schrift leiten, leben nach den 10 Geboten und bemühen sich um ein vorbildliches christliches Verhalten allen Mitmenschen gegenüber. Sie meiden Konfrontationen.

Nach der buddhistischen Lehre ist jedes Lebewesen einem endlosen Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt unterworfen. Ziel von Buddhisten ist es, durch ethisches Verhalten, die Kultivierung der Tugenden, die Praxis der „Versenkung“ und die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit aus diesem Kreislauf herauszutreten. Auf diesem Weg sollen Leid und Unvollkommenheit überwunden und durch Einsicht (Erwachen) der Zustand des Nirwana realisiert werden.

Das Grundlegende am Judentum ist der Glaube an den einen Gott, den Gott Israels. Jüdischer Glaube drückt sich aus in einer ganzen Fülle von Gebetstraditionen, in biblischen Psalmen oder im Achtzehnbittengebet. Die wichtigsten Maßstäbe für einen Juden sind die Thora und der Talmud. Die Heilige Schrift der Juden umfasst die Bücher, die im Christentum als »Altes Testament« bezeichnet werden.


Zuletzt von Luise am Sa 01 Mai 2010, 13:25 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  fabmiii_ am Do 25 Jun 2009, 14:08

Kannst du noch jüdisch und buddistisch zu der Umfrage dazu fügen?
Also das wenigstens die 4 'großen' Religionen zur Auswahl stehen.
Weil da jetzt 4 Auswahlmöglichkeiten stehen, die zu dem christlichen Glauben gehören.
Dann kan man noch Muslime oder andere wählen.
So ist das nicht grad repräsentativ.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Fr 26 Jun 2009, 21:56

ich ergänze die Umfrage mal

Lg, Zahra

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Fr 26 Jun 2009, 22:07

Ich gehör garkeiner Religion an, bin seit knapp 4 Jahren ohne Bekenntnis..
Ich möcht einfach gewisse Aktivitäten der Kirche nicht unterstützen und seh auch nicht ein, wieso ich Geld zahlen soll, wenn ich so auch an eine höhere Macht glauben kann

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Fr 26 Jun 2009, 22:11

Ich bin Muslimin.
Aber keines Wegs wegen meiner Familie.
Diese sind auch Muslime, aber sie haben mir die Freiheit gegeben, zu wählen, an was ich glauben will.
Ich hab eine Weile nachgeschaut und finde den Islam, für mich, am logischsten.(:
Ich erfülle meine Pflichten ud habe auch nicht vor zu einer anderen Religion anzugehören, aber natürlich respektiere ich die Meinung anderer.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Fr 26 Jun 2009, 22:41

man könnte vllt. noch hinduismus hinzufügen.
auch eine große weltreligion
ich selbst bin katholisch.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Sa 27 Jun 2009, 16:39

ich bin katholisch aber mir ist es eigentlich egal
ich gehe so gut wie nie in die kirche und ich versteh auch nicht warum religion so wichtig ist
was mich sehr stört ist dass meine eltern mich taufen ließen und ich nicht selbst entscheiden konnte
ich hab meinen eltern jetzt aber gesagt dass ich den reli unterricht nicht mehr besuchen möchte,
weil ich darin keinen sinn sehe
religion spielt für mich halt keine sooo große rolle wie für andere leute

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Sa 27 Jun 2009, 16:46

Also ich bin evangelisch. Ich glaub schon, dass es Gott gibt, aber ich muss zugeben, ich halt mich auch nicht immer so streng an die 10 Gebote und bin sonst auch nicht soo christlich...
Und bei der Sache mit den Liedern ist das genauso bei mir, Luise. Ich weiß auch nicht wiso.
Also seit meiner Konfirmation versuch ich schon noch so oft wie möglich in die Kirche zu gehen, aber irgendwie schaff ichs nicht immer.
LG , Anna

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Sa 27 Jun 2009, 16:55

vAmpiReLovE schrieb:
was mich sehr stört ist dass meine eltern mich taufen ließen und ich nicht selbst entscheiden konnte

Das kommt immer darauf an, wie man es sieht.
Ich wurde nicht getauft, weil meine Mutter einer Sekte angehört, die eben das praktiziert hat,
dass die Kinder sich später selbst entscheiden; aber mit dem Hintergedanken, dass sich natürlich für
diese Glaubensrichtung entschieden wird. Ich fand es furchtbar, nicht zu wissen, wo ich dazu gehöre.
Ich sehe Religion auch als Kultur an. Deshalb ist meine Tochter katholisch getauft. Selbstverständlich
kann sie selbst entscheiden, was sie mit diesem Glauben in Zukunft macht. Sie fand es auf jeden Fall
gut, zusammen mit ihren Freundinnen zur Kommunion zu gehen und dann später gefirmt zu werden.

Ich würde mich übrigens sehr wundern, wenn es hier in diesem Forum Zeugen Jehovas gäbe. Vllt. heimlich,
aber outen werden sie sich mit Sicherheit nicht.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Nijura am Sa 27 Jun 2009, 21:27

ich bin katholikin, früher musste ich mit meinen eltern in die kirche, hab auch ministriert...aber als ich dann volljährig war haben sie gesagt ich muss selbst wissen ob ich da noch hin will oder nicht, jetz geh ich nur noch zu hochzeiten und beerdigungen in die kirche, hmmmm...und wegem glauben, ich denke schon das es eine höhere macht gibt, egal wie man diese jetz nennen mag, vom glauben her gefällt mir der budhismus noch, find das n schöner gedanke mit der wiedergeburt und so...aber ich werde jetz deshalb nicht meine konfession ändern, ich geh einfach in die kirche und erschaff mir n bisschen meinen eigenen glauben, kann mir ja keiner verbieten...

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Nirak am So 28 Jun 2009, 01:03

erstmal danke an Luise, dieses Thema zur Diskussion zu stellen.
Ich finde aber auch, dass der Hinduismus als sehr große Religion bei der Abstimmung unbedingt mit vertreten sein sollte!
Außerdem wäre es vielleicht sehr gut, mal einen kurzen Abriss im Einleitungspost zu geben, in dem die verschiedenen Glaubensrichtungen wertfrei vorgestellt werden.
Mir persönlich fehlt die Möglichkeit, ganz einfach "keine" anzukreuzen.
Ich denke, das wäre für die Diskussion berreichernd, möchte mich aber nicht bei meiner lieben Kollegin Luise in irgendeiner Weise in ihren Post einmischen.

wie auch immer:
danke, Luise, ein echt interessantes Thema.
Bussi,
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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am So 28 Jun 2009, 03:19

ich bin Buddhistin.
mein Vater ist wirklich sehr gläubig, meine Mutter nicht so sehr und meine Schwester überhaupt nicht.
und ich hatte immer die Wahl.

ich mag die Philosophie des Buddhismus..
und bestimmt wurde ich auch sehr von meinem Vater geprägt, der mir viele Geschichten über denn Buddhismus erzählt hat.
aber ich glaube nicht an alles.
manche Dinge sind für mich unlogisch, nicht weil sie unmöglich sind, sondern weil sie dem Grundegedanken widersprechen.
aber für mich persönlich bräuchte ich keine "Religion" in dem Sinne.
ich mag es das wir eine Freiheit haben an was wir glauben dürfen.
aber im Grossen und Ganzen bin ich gerne Buddhistin..

Ich bin aber auch mit dem Christentum aufgewachsen.
In der Spielgruppe, im Kindergarten, in der Schule. Ich kenne mich gut aus im Christentum.
Und meine beste Freundin ist Moslem.
ich denke es hat seinen Vorteil wenn man nicht nur eine Religion kennt.
Mit kennen meine ich nicht nur zu wissen was in den Büchern darüber steht, sondern auch mitkriegt wie das "abläuft".
es hautnah zu erleben, könnte man auch sagen.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am So 28 Jun 2009, 14:27

Ich bin Katholikin.
Für mich spielt der Glaube schon eine relativ große Rolle in meinem Leben.
Allerdings gehe ich nicht gerne in die Kirche, weil ich der Meinung bin, dass nicht gleich derjenige ein guter Christ ist, der jeden Sonntag in die Kirche geht.
Es gibt auch viele Dinge, die ich am katholischen Glauben weniger gut finde. Zum Beispiel bin ich eigentlich gegen einen Papst. Deswegen bin ich auch ein klein wenig zum "Feind () übergelaufen" ^^
Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht, vielleicht zum evangelischen Glauben zu wechseln.
Aber entscheiden konnte ich mich dazu noch nicht recht, weil mir am besten ein Zwischending zwischen evangelisch und katholisch gefallen würde^^
Ich hatte aber auch immer die Wahl, auch wenn ich halt nun mal zum kath. Glauben erzogen wurde. Darüber bin ich allerdings froh. Ich finde, dass das Leben einfacher ist, wenn man an sowas glauben kann.

Ich finde es übrigens klasse, dass hier so viele verschiedene Religionen vertreten sind Very Happy

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 29 Jun 2009, 21:40

Ich bin evangelisch getauft, aber ich gehe nie in die Kirche...ich hab damit nichts am Hut, weil die alle total wiedersprüchlich sind!Zum Beispiel dieses ganze "Vor Gott sind alle gleich"-gequatsche...wenn es wirklich so ist, warum sagen sie dann zu einem Gothic (wie mir zum Beispiel) ich solle mich doch wieder zu Gott bekennen, dann würde er mir verzeihen...wo gibt es denn was zu verzeihen, wenndoch vor dem Herrn alle gleich sind und er alle gleich lieb hat???Das ist doch nur angstmacherei um die, die wirklich glauben, nicht doch irgendwann einmal abhauen!

Ich meine ich lasse jedem seinen Glauben, aber ich lasse mir keinen Glauben aufzwingen!!!

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 29 Jun 2009, 21:52

Ich wurde zwar getauft, hatte Kommunion
und hab zum Schluss auch noch Firmung
über mich ergehen lassen, aber anfangen
konnte ich zu der Zeit schon nichts mehr
mit dieser Religion und vor allem nicht mit
ihrem irdischen Vertreter, der Institution Kirche.

Ich weiß es nicht, aber ich denke, das wäre
auch so, wenn ich an einen Gott wie ihn die
Christen haben glauben würde. Die Kirche ist
mir einfach suspekt und ich versteh auch nicht,
warum man Kirchensteuer zahlen soll um ein
guter Christ zu sein. Gibt sicher genug Menschen,
die ohne Kirche "christlicher" (im Sinne von Nächstenliebe,
Toleranz usw.) leben, als so mancher der jeden Sonntag
in die Kirche rennt. Aber darum gehts hier ja auch nicht,
das bräuchte wohl nochmal ein eigenes Thema.

Aber so seh ich persönlich das halt und deshalb
war auch eines der ersten Dinge, die ich getan habe
nachdem ich 18 war, aus der Kirche auszutreten.

Daher bin ich nun Ohne Bekenntnis.

Am "heimischsten" fühle ich mich bei den alten
heidnischen Religionen, Germanen und Kelten,
da ist schon ein gewisses Interesse vorhanden.

Das kann zum Glück jeder halten wie er will
und ich akzeptiere natürlich alle Religionen
und respektiere die Leute die daran glauben.
Aufhören tuts bei mir dann, wenn die Missionierung
anfängt und die Leute mir ihren Glauben als den
einzig richtigen aufzwingen wollen.

Eine Frage hätte ich noch an die Moslems unter uns!
Ich selbst habe den Koran ja nicht gelesen, aber was
mich mal interessieren würde und zwar von jemandem,
der ihn wirklich gelesen hat: Steht da irgendwo drin, dass
Frauen sich verhüllen sollen? Ich meine nämlich mal gehört
zu haben, dass das eben nicht da drin steht, und daher
wundere ich mich immer, warum man sich das "antut".
Nicht falsch verstehen, ist ja jedem seine Sache, aber
ich wüsste einfach gern, wie ihr damit umgeht.
Tragt ihr Kopftuch und wenn ja, warum, wenn es euer
Gott doch nicht verlangt?
Ich hoffe, die Frage ist nicht zu persönlich, aber mich interessiert
das wirklich...

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  bittersweet_eternity am Mo 29 Jun 2009, 23:03

Ich gehöre zur evangelischen Kirche.

Meine Mama, meine Oma und mein Bruder sind ebenfalls evangelisch. (Papa ist konfessionslos und Opa ein Katholik.)
Auf gewisse Art und Weiße ist es mir also in die Wiege gelegt, das ich evangelisch werde.
Dennoch, ich habe mich selbst dafür entschieden! Dreimal!
Das erste Mal als ich darauf bestand mich taufen zu lassen - ich hatte irgendwie das Gefühl sie wollten mich nicht taufen, aber als ich 11 wurde, habe ich mich durchgesetzt.
Das zweite Mal war die Konfirmation.
Das dritte Mal ist die Tatsache, das ich mich immer gegen Ethik gewährt hatte. Ich bin da nie hingegangen und sobald ich auf einer Schule war, an der Religion angeboten wurde, habe ich es auch gewählt! Für mich kam nie etwas anderes in Frage.
Mit 6 Jahren ging ich zur Christenlehre und mit zwölf wechselte ich in den Konfirmatantenunterricht. Seit meiner Konfirmation gehe ich regelmäßig zur Jg, was immer lustig ist und hilfreich.
Ich spielte bis jetzt in 12 Krippenspielen mit, in denen ich 9mal Maria war, 2mal Engel und das andere Mal ist zu schwer zu erklären. Auch jetzt mit meinen zwarten Alter von (noch)16 Jahren mache ich mit - jetzt allerdings als bei den Krippenspiel der Jugend abends 22Uhr und letztes Jahr führte ich die Regie für das Krippenspiel der kleinen.
Mein Bruder ist unser ehrenamtlicher Kirchenmusiker und ein Stellvertreter im Gemeindekirchenrat.
Wie man sieht, wir sind hier alle sehr enagiert. Aber nicht nur wir, sondern der ganze Ort aus den ich stamme. Auf Grund der Leidensgeschichte unserer Kirche haben wir mit ihr -Christen und Nicht-Christen- eine besondere Verbundenheit.

Aber abgesehen von den Dinge, die ich oben geschrieben habe, gehts ja in diesen Thread um Religionszugehörigkeit.

Was ich nun von meiner Religion halte?
Ich kann mich nicht erinnern, je gedacht zu haben das Gott nicht gibt. Es ist immer jemand da, auch wenn man ihn nicht sieht. Das gibt einen Hoffnung und selbst wie schlecht es mir ging, Gott war doch immer da.
Auf Grund von Differenzen gehe ich nicht mehr Sonntags zum Gottesdienst. Früher bin ich da sehr gerne hingegangen. Ich mag es das Wort Gottes zu hören und hatte immer was gelernt. Aber ich finde nicht, das man einen guten Christen daran erkennt das er immer in die Kirche geht. Ich glaube an Gott. Ich finde Glaube hat nichts damit zu tun, jeden Sonntag in die Kirche zu rennen oder dauernd überall rumzuerzählen das man gläubig ist. Glaube ist es etwas was man lebt!
Dennoch ich bete regelmäßig, wenn ich alleine bin. Ich finde es beruhigend, das es jemanden gibt der meine Worte hört. Jemand, den ich für das Gute danken kann, jemand, den ich fragen kann. Jemand, der immer da ist. Ich kann nicht beschreiben, was Gott für mich ist, weil es einfach nicht in Worte zu fassen ist. Worte um das zu beschreiben, was ich gerne beschreiben würde, klingen einfach nicht passend.
Ich weiß, das in der Bibel ein paar Widersprüche sind. Aber ich liebe es mit Skeptikern darüber zu reden, denn es bildet einen weiter. Ich habe Freundinnen, die nicht an Gott glauben und mich fragen, weil ich einiges erleben musste: "Wenn es einen Gott gibt, wieso hat er zugelassen, das man dir das antut?" Darauf antworte ich gerne: "Gottes Gerechtigkeit ist nicht die unsrige. Wir setzten Gleichheit mit Gerechtigkeit gleich. Gott tut das nicht."

Durch die Kirche bin ich auch auf Taizé gekommen. Die Gespräche in den Themengruppen sind toll und die Gottesdienste. Jeder Gläubige sollte mal einen miterleben, wahrscheinlich am besten die Lichtergottesdienste.
Es heißt ja immer, das man seinen nächsten Lieben soll. Im Alltag erkennt hat man es nicht, aber in Taizé. Das was man dort erlebt, das verändert die Meinungen. Vor Taizé hatte ich Gott ein wenig als einen Wunscherfüller gesehen. Nach Taizé ist mein Gottesbild anders. Ich liebe Taizé(darüber gab es übrigens auch mal einen Thread, aber der wurde in "Reisethread" umbenannt und mit einen andern zusammen gelegt). Sorry für das Off-Topicgerede zum Schluss.

Ich wollte zum Schluss noch was anfügen.
Erstens: Ich lasse jeden seine Religion.
Zweites: Sagt mal geht ihr Katholiken zur Beichte? Ich interessiere mich sehr für das Thema Beichte.
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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Di 30 Jun 2009, 00:00

Ich bin katholisch.
Ich glaube zwar auch an Gott, gehe aber nicht (mehr) regelmäßig in die Kirche.
Bin früher jedes Wochenende mit meiner Oma hin gegangen, war so ne Art Tradition. Seit einigen Jahren geht sie nicht mehr regelmäßig, aus gesundheitlichen Gründen und ich eben auch nicht.
Aber ich finde, man braucht auch keine Kirche, um an Gott glauben zu können. Wichtig ist, dass man es selber für sich weiß.
Ich mein, ich bin jetzt auch nicht super christlich, aber ich hatte bisher so viel Glück im Leben, dass ich einfach manchmal glaube, ich hab Gott auf meiner Seite. Und das obwohl ich vielleicht 2x im Jahr eine Kirche betrete.
Außerdem ist das auch irgendwie das, was mich mit meiner Oma verbindet und die ist mit der wichtigste Mensch in meinem Leben.

Wenn ich mich aber für eine Religion entscheiden müsste, ohne Einfluss von Familie, Umfeld oder Erziehung, hätte ich vielleicht den Buddhismus gewählt.
Hatte das mal im Philosophieunterricht und mich da in einer Hausarbeit ein bisschen mehr mit befasst. Und ich fand die Religion so ziemlich am friedlichsten. Außerdem mag ich die Einstellung zum Leben nach dem Tod, woran ich nach dieser Hausarbeit auch verstärkt glaube.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  bella75 am Di 30 Jun 2009, 11:49

Hallo an alle

Ich bin Muslimin.Wir praktizieren es nicht so,weil ich viele Dinge auch nicht weiß.Meine Eltern hatten da nicht viel Interesse für,aber ich tue was ich kann um noch dazu zulernen.Meine Kinder besuchen einen Unterricht,wo sie lernen zubeten und alles was dazugehört,allerdings können sie selber entscheiden,ob Sie das später weitermachen möchten.Es ist wichtig das die Eltern den Kindern das ein bißchen nahebringen.Mir persönlich hat Allah geholfen,die schwere krankheit meines Sohnes zu überstehen und meinem Sohn die Kraft gegeben zu kämpfen.In meiner Schulzeit habe ich auch den Religionsunterricht besucht,weil man muß alle Religionen verstehen ,ohne das man sie praktizieren muß.Ich bin da sehr tolerant mit.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am So 05 Jul 2009, 21:57

Ich bin Muslimin.
Von meinen Eltern wurde ich nicht streng religiös aufgezogen, finde ich auch gut so
Ich "wusste" schon immer,dass es Gott gibt aber viel über meine Religion habe ich als Kind nicht erfahren.
Erst als ich angefangen habe meine Eltern auszufragen und mich für die Religion zu interessieren bekam ich auch Antworten von meinen Eltern.
Ich habe dann auch selber recherchiert und weiß jetzt,dass vieles nicht so ist wie es erzählt wird ;) .
Man sollte Kinder aus Sachen wie >Religion< raushalten.
Viele sind gar nicht in der Lage das alles zu verstehen..
Auch wenn die Religion jetzt nicht das wichtigste für mich ist,ich werde Muslimin bleiben..

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am So 05 Jul 2009, 22:11

² Beriadwen: Ja, das steht wirklich im Kuran.
Ich habe den Kuran auf Arabisch, Türkisch und Deutsch gelesen.
Also ich zitiere:

Sure 24, Vers 31:

Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten.

Sure 33, Vers 59:

O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunter ziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.

Im Kuran steht, dass eine Frau durch ihr Kopftuch von Belästigung usw geschützt wird und nicht die Blicke aller Männer auf sich zieht.
Auf eine Weise ist es auch ein Symbol der Treue. (gegenüber ihrem Ehemann.)
Aber ich finde es hat auch einen ganz anderen Grund, warum die Frauen Kopftücher tragen sollten:
Die Moslems sehen das Leben als einen Test. Gott hat sie erschaffen und ihnen Dinge befohlen, um zu sehen, ob sie diese auch befolgen werden.
Ein Kopftuch tragen ist ab und zu schwierig vorallem im Sommer. Aber man zeigt dadurch eben, dass man egal was Gott von dir will bereit dazu ist.
Ich trage auch ab und zu Kopftücher z.B. wenn ich in die Moschee gehe. Und es gefällt mir eigentlich auch. Very Happy
Sry, wenn das jetzt OT war, aber ich wollte die Frage beantworten. .___.

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  jasper loverin am So 05 Jul 2009, 22:35

Also ich bin Katholikin.
Obwohl ich nicht wirklich an Gott glaube...
Also eigentlich gar nicht...
Keine Ahnung wieso.
Ich bin noch nie richtig regelmäßig in die Kirche gegangen.
Nur halt zu Ostern, Weihnachten und so...
Aber wenn ich entscheiden müsste, würde ich katholisch sein. bin. xD
katholisch sein ist toll, auchw enn ich nicht direkt jetzt an Gott glaube.
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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 06 Jul 2009, 09:57

Ich bin auch seit ein paar Jahren nun schon ohne Bekenntnis.
Dem Christentum kann ich nichts abgewinnen. Und ich empfinde es zudem als heuchlerisch, wenn man sich nur aus gesellschaftlichen Zwang heraus einer Religion anschließt oder beibleibt. (so genannte "Nur-auf-dem-Papier"-Christen)

Früher war ich Katholikin...aber nachdem ich mich mal wirklich mit dem Thema Religion auseinandergesetzt hab, bin ich schnellstens ausgetreten.
Aber dennoch respektiere (und bewundere sogar) wirklich glaubende Christen!
Mich selbst würde ich als Agnostiker bezeichnen...wenn man schon so erpicht darauf ist, in eine Schublade gesteckt zu werden ;D

Die Umfrage an sich find ich etwas dürftig. Vielleicht hätten es die Punkte "ohne Bekenntnis" und "andere" noch ein bisschen umfangreicher gemacht. (ich glaube man wird in der westlichen Hemisphäre eher einen Atheisten als einen Budisten antreffen)

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 06 Jul 2009, 10:06

Ein sehr interessantes Thema
Ich bin katholisch getauft (und hab auch an der Erstkommunion und der Firmung teilgenommen).
Ich finde den christlichen Glauben eig. schön, vorallem nat. wegen Jesus. Doch ich kann mit der katholischen Kirche nichts anfangen: diesen Machtspielchen, der Papst (nicht einer speziel, allgemein), die Frauenfeindlichkeit (Keine Pristerweihe für Frauen ect.), und das Hochzeitsverbot für Prister,...
Von da her würd ich mit dem evagelischem Glauben sehr viel besser klar kommen...
Meine Eltern (beide katholisch) sind beide nicht wahnsinnig gläubig, eher im Gegenteil. Mein persönlicher Glaube ist sehr von dem pers. Glauben meiner Mom (Energetikerin... sie beschreibt sich selbst nur als ein Leitrohr für die heilende Energie des Höheren, und sagt es könnte jeder "lernen", wenn er holte... ja meine Mom *knuddel*... bin also auch von dieser Seite des Spirituellen sehr beeinflusst) beeinflusst, deshalb glaub ich, genau wie sie, an eine höhere Macht(männl. und/oder weib.), die alle liebt genauso wie sie sind, so verschieden sie auch sind, die nicht vergeben muss, weil sie erst garnicht wertet oder verurteilt . Und diese(r) Vater/Mutter hat keinen Namen, vllt. ist es eine Vereinigung aus allen Göttern die die Religionen kennen, vllt. ist es jemand ganz anderes,... Doch ich glaube an Jesus, so gut ich ihn "kenne"... ich kenne die Bibel nicht sonderlich, nur eben die bekanntesten Geschichten, also kann ich nicht sagen ob er in meinen Augen immer alles richtig gemacht hat *hihi*

So, ich hoffe ich hab euch nicht gelangweilt (und nicht zu viel preisgegeben, vorallem über meine Mom *sorg*)

GLG mad

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 06 Jul 2009, 10:58

@Miss Moon

Ich find deinen Text sehr schön ^^
Im großen und ganzen teile ich auch deine Ansichten. Ich find es auch interssant, wie du zu Jesus stehst. Das erinnert mich stark an das jüdische Bild von jesus-> als Propheten des "göttlichen" (nicht zwingend als Gott selbst!)
Wollte ich nur noch anfügen ;D

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Re: Religionsangehörigkeit

Beitrag  Gast am Mo 06 Jul 2009, 11:44

Danke
Oh, schön das noch jemand meine Einstellung (im Großen und Ganzen ) teilt Very Happy
Ich find es auch interssant, wie du zu Jesus stehst. Das erinnert mich stark an das jüdische Bild von jesus-> als Propheten des "göttlichen" (nicht zwingend als Gott selbst!)
Schon? Wie gesagt ich kenne mich nicht sonderlich aus *hihi* Aber das klingt gut

LG

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Re: Religionsangehörigkeit

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