Sams Verhalten in Breaking Dawn

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Do 14 Aug 2008, 14:04

Wo wir schon je einen Thread über Irinas und Rosalies Verhalten haben, wie wäre es dann mal mit einem für Sam?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde Sams Entwicklung in Breaking Dawn wirklich unlogisch und unpassend. Ich mochte ihn eigentlich immer recht gerne und habe mir schon Sorgen gemacht, dass er in Breaking Dawn sterben würde, deshalb hat mir die Tatsache, dass er sozusagen der Böse wurde, nicht besonders gefallen.
Ich verstehe vollkommen, dass er die Cullens nicht angreifen will, ohne einen Beweis zu haben, dass Bella wirklich entweder tot oder Vampir ist und dass er sich in letzterem Fall auch dagegen sträubt, den Vertrag als gebrochen anzusehen, da es schließlich Bellas eigene Entscheidung war. Dazu kommt natürlich noch die Tatsache, dass er die Cullens vielleicht nicht gerade mag, aber doch respektiert und bis zu einem gewissen Grad schätzt.

Und dann plötzlich kommt Jake mit der ach-so-schrecklichen Nachricht, dass Bella schwanger ist und all die vorherigen Überlegungen werden mit einem Mal über Bord geworfen. So ein Vampir-Menschen-Baby, das noch nicht einmal geboren ist, stellt natürlich eine viel größere Gefahr dar, als es eine neugeborene, blutdürstige Bella tun würde! Es werden keinerlei weiteren Möglichkeiten in Betracht gezogen, Sam ist völlig darauf fokussiert, das Kind (und damit Bella - immerhin ein Mensch und sogar eine Freundin von ihnen!) umzubringen und damit die Gefahr zu beseitigen. Er zwingt sein Rudel, ihm zu gehorchen und ihm in diese selbstmörderische und völlig falsche Mission zu folgen und das tut er alles, weil er es für das Richtige hält.
Wie bitte?! Das wird doch Sams Charakter nicht gerecht. Man braucht doch wirklich nur einen einigermaßen gesunden Menschenverstand, um zu sehen, dass da etwas falsch ist: Sam mag Bella doch und will sie nicht umbringen, aber er ist trotzdem bereit es zu tun, um andere Menschenleben zu retten, er ist außerdem bereit, sein eigenes Leben dafür zu opfern. Okay, das ist Sam, so hätte ich ihn auch eingeschätzt.
Aber warum warten sie denn nicht wenigstens bis zur Geburt, um Bella nicht eigenhändig umbringen zu müssen und sei es nur, um ihr eigenes Gewissen zu erleichtern (da sie ja ohnehin mit Bellas Tod rechnen)? Mit dem Überraschungeffekt ist das auch so eine Sache - wie soll man die Cullens bitteschön überraschen, wenn Alice und Edward dabei sind? Sie hätten immer noch genug Zeit, sich einigermaßen vorzubereiten.

Haben die alle zu viel Rosemary's Baby geguckt oder was?
Erwarten sie wirklich, dass da ein vollkommen unkontrollierbares, blutdürstiges und unglaublich starkes Monsterbaby entsteht? Schlimmer als ein neugeborener Vampir kann es doch gar nicht sein, denn selbst wenn das Baby unglaublich schnell wächst, hat es doch immerhin zu Beginn noch Babygröße und ist somit weniger gefährlich als ein ausgewachsener Neugeborener und mit denen ist das Rudel ja auch problemlos fertig geworden.

Was denn ganzen Unsinn von wegen "protected by the Cullens" angeht, so kann Sam doch nicht ehrlich erwarten, dass eine neugeborene Bella nicht von den Cullens beschützt wäre, selbst wenn ihr zu Anfang dann und wann mal ein Ausrutscher passiert wäre, womit ja zum Beispiel Emmett und Jasper fest gerechnet haben.

Wie wäre es stattdessen mit ein wenig Diplomatie? Seth hat ja sogar vorgeschlagen, dass Sam von den Cullens verlangen soll, die Gegend zu verlassen, warum tut er das nicht einfach? Irgendetwas in die Richtung: "Dieses Ding ist eine Gefahr, die in unserem Vertrag nicht vorhergesehen war. Wenn ihr nicht sofort die Gegend verlasst, werdet ihr die Konsequenzen tragen müssen."
Ich meine, Sam müsste doch wissen, dass die Cullens Vegetarier aus Überzeugung sind und nicht etwa aus Angst vor dem Rudel. Warum sollten sie das Baby dann Menschen jagen lassen? Was das Argument angeht, dass sie die Cullens nicht wegziehen lassen dürfen, da sie dann andere Menschen außerhalb von La Push und Forks gefährden würden, kann ich nur sagen, dass es auf dieser Erde (noch) mehr oder weniger menschenleere Gebiete gibt, in welche die Cullens sich zurückziehen könnten. Und seit wann kümmert sich das Rudel so sehr um andere Menschen? Da könnte sie ja gleich auf eine weltweite Vampirjagd gehen, anstatt eine der beiden vegetarischen Vampirfamilien zu zerstören. Shocked

Überhaupt wäre das ganze eine absolute Selbstmordaktion geworden! Zehn Werwölfe, von denen drei mehr oder weniger noch Kinder sind, gegen sieben erwachsene Vampire - das wäre für die Wölfe nicht gut ausgegangen. Es mag zwar sein, dass Alice klein, Carlisle mitfühlend und Esme keine große Kämpferin ist, aber sie sind immer noch Vampire, die in einem Kampf auf Leben und Tod ihre Familie (und Bella!) durchaus beschützen würden! Jasper würde das halbe Rudel umbringen, bevor jemand Alice auch nur berühren kann, gegen Emmett zu kämpfen stelle ich mir auch nicht gerade angenehm und gesundheitsförderlich vor und Edward...
...nun ja, Edward würde das gesamte Rudel (ausgenommen Seth natürlich) umbringen, bevor jemand Bella etwas tut.
Wenn Sam die Situation vernünftig durchdacht hätte, dann hätte er erstens gemerkt, dass es aussichtslos ist und zweitens, dass es andere, sehr viel effektivere Möglichkeiten gegeben hätte als solch eine Haudrauf-Aktion. Wenn er sich zum Beispiel mit Edward darauf geeinigt hätte, dass das Rudel Rosalie solange festhält, bis Carlisle das Kind abtreiben kann - was ja schließlich auch Edwards sehnlichster Wunsch war, um Bella am Leben zu behalten...
Ich gebe zudass dieser Plan einige Lücken hat (z.B. Emmett oder die Tatsache, dass sich Rosalie nie vom Rudel festhalten lassen würde, ohne dass es dem Rudel dabei sehr schlecht ergeht ), aber er wäre immerhin weniger verlustreich und schrecklich gewesen.

Ich meine, ich bin heilfroh, dass es nicht so gekommen ist, da ich Nessie vom ersten Moment an geliebt habe, aber irgendwie kommt mir die von Stephenie gewählte Lösung zu einfach vor: Jake braucht eine Grund, sich Sam zu widersetzen, um selber Alpha zu werden und sich vom Rudel zu lösen. Außerdem brauchen wir eine akute Bedrohung, damit die Situation noch ein wenig angespannter wird und da ja nicht immer die Volturi dafür herhalten können (die kriegen ihren Auftritt ja auch noch später) und sowohl James, als auch Victoria tot sind, muss eben das arme Rudel als Bösewicht herhalten.
Ich hätte ja vom Prinzip her gar nichts gegen diese Handlung - ist mal was anderes, da sowohl die Bösen, als auch die Guten einen Gewissenskonflikt haben, sich gegenseitig umzubringen - aber meiner Meinung nach ist es so, wie es im Buch dargestellt ist, einfach nicht nachvollziehbar genug. So ist Sam doch gar nicht!
Außerdem ist Rensmee doch auch nur ein Halbvampir for crying out loud! Rolling Eyes

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Do 14 Aug 2008, 16:02

Ich fand Sams Verhalten in dieser Situation auch merkwürdig.
Er wirkte immer so souverän, traf die richtigen Entscheidungen und hat seine Autorität nie so ausgespielt. Er hat ja Jake im Epilog von Eclipse z.B. auch gehen lassen und ihn nicht zum bleiben gezwungen.
Deshalb war mir sein Verhalten fremd. Er hat sich in dieser schwierigen Situation mit niemandem der Älteren beraten und nicht auf die Argumente seines Rudels gehört, sondern seinen Status ausgespielt.
Vielleicht hat er einfach überreagiert, aber ähnlich sah es ihm nicht.
Logisch war sein Plan auch nicht, er wirkte überhaupt nicht durchdacht, wie Opal schon dargestellt hat.
Sam hätte wirklich das Leben seines Rudels und sein eigenes auf's Spiel gesetzt, ohne dass es zu dem Zeitpunkt eine große Gefahr gab.
Nein, ich verstand sein Verhalten nicht, aber vielleicht hat jemand eine gute Erklärung.

Allerdings ergaben sich aus dieser Situation interessante Handlungsstränge, wie sonst hätte Leah von Sam abrücken und ein so interessantes Gespräch mit Jake führen können.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Fr 15 Aug 2008, 00:37

Ich glaube, Zoe, du hast so ziemlich alles gesagt, und ich kann dir in allen Punkten zustimmen. Sams Verhalten war sehr atypisch.

Jake braucht eine Grund, sich Sam zu widersetzen, um selber Alpha zu werden und sich vom Rudel zu lösen. Außerdem brauchen wir eine akute Bedrohung, damit die Situation noch ein wenig angespannter wird und da ja nicht immer die Volturi dafür herhalten können (die kriegen ihren Auftritt ja auch noch später) und sowohl James, als auch Victoria tot sind, muss eben das arme Rudel als Bösewicht herhalten.

Rolling Eyes
Zum Teil lassen sich solche Billig-Auswege einfach nicht vermeiden... Man stelle sich die Spannung vor, wenn das Rudel von Anfang an nichts gegen Nessie gehabt hätte. schlafen

Und so auf die schnelle noch einen neuen Bösewicht einführen, wirkt ja auch blöd.

Aber ich meine, im Allgemeinen wirkts ja dann doch gut.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Fr 15 Aug 2008, 14:09

Ich mochte Sam, aber als er plötzlich die Cullens angreifen will, nur weil Bella schwanger ist und ihm jedes Mittel Recht war, war er mir plötzlich total unsympathisch oO
Nun ja, ich kann ihn ja verstehen, dass er keine Gefahr für seine Familie in dieser Gegend will, aber ein armes, kleines, unschuldiges Kind? :(
In den ersten Büchern hat er auch viel auf Jacobs Meinung gelegt und plötzlich ist sie ihm völlig egal. Später, als die dann an der Seite der Cullens gekämpft haben, fand ich das wieder total super :)

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Do 21 Aug 2008, 12:36

Puh, dann bin ich also nicht die einzige, die Sams Verhalten seltsam findet!

Ich habe in den letzten Tagen hin und her überlegt, wie man es hätte besser erklären können und schließlich ist mir etwas eingefallen, was die ganze Sache ein bisschen plausibler machen könnte.
Sam fürchtet Rensemee, weil sie etwas ist, wovon die Wölfe noch nie gehört haben - etwas, das gar nicht existieren sollte, da es "gegen die Natur" ist. Rolling Eyes
Natürlich fürchtet man sich vor dem Unbekannten, aber sooo sehr, das man alle Freundschaft, Bündnisse und Vorsicht vergisst?
Wie wäre es stattdessen, wenn das Rudel schonmal von der Gefährlichkeit von Vampirkindern gehört hätte? Das würde ihre Panik vielleicht besser erklären...

Wir haben einerseits die Quileute-Legenden über Vampire und andererseits die Vampirlegenden über unsterbliche Kinder.
Warum nicht einfach beides verknüpfen?
Dann hätte im Kapitel "Legends" in Eclipse zusätzlich noch über ein wildes Vampirkind berichtet werden können, das in seinem Blutrausch ganze Dörfer auf einmal getötet hatte. Die Wölfe fürchteten um ihre Familien und wollten es daraufhin zerstören, sie machten sich allerdings Sorgen um ihre Erfolgschancen, da älteren Vampire dieses Kind beschützten, als ob ihr Leben davon abhinge.
Kurz bevor das Rudel zu seinem aussichtslosen Kampf aufbrechen wollte, kamen andere Vampire, die lange dunkle Mäntel trugen und in einer fremden Sprache redeten.
Diese Vampire zerstörten sowohl die Beschützer des Kindes, als auch das Kind selbst und ließen dabei keine Gnade walten. Danach verschwanden sie wieder, als ob nichts geschehen wäre - zur großen Erleichterung der Wölfe, die diesen schrecklichen Kampf unentdeckt aus der Ferne beobachtet hatten.
Seitdem fürchten die Quileute nichts so sehr wie Vampirkinder, da diese zum einen vollkommen unberechenbar sind und zum anderen von den älteren Vampiren bis zum letzten Mann verteidigt werden, wie sie selbst gesehen hatten.

Was haltet ihr davon?
Ich habe diesen getragenen Ton der Legenden leider noch nicht ganz hinbekommen, aber es ist ja auch ein erster Versuch. grins

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Nirak am Do 21 Aug 2008, 13:46

also, ich finde, Du hast das schon seeehr schön hinbekommen mit dem "Legendenton".
grins

Zurück zu Sam: ich finde, dass dies dennoch nicht sein Verhalten erklärt.
Ich verstehe, dass er Angst um die Menschen und um das Rudel hat, wenn da eine unbekannte, bisher noch nie dagewesene und wie auch immer geartete Bedrohung ansteht, und dass er nach Möglichkeiten sucht, diese Bedrohung zu unterbinden.
Aber gerade Sam war ja bis dahin in seinen Überlegungen wirklich sehr auf das Wohl aller bedacht, und dass er einfach so, Hals über Kopf einen Angriff auf die Cullens plant, um Bella und ihr ungeborenes Kind zu töten, hat mE nach nichts mehr mit Strategie oder Überlegung zu tun.
Wenn ich versuche, mich in seine Lage zu versetzen, gäbe es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

1. abwarten, bis das Kind geboren ist, und es dann, sobald es sich auch nur im Mindesten als gefährlich herausstellt, töten.
Diese Möglichkeit ist die, die Sams Charakter, so wie er uns bis dahin gezeigt wurde, am nähesten kommt.
Noch dazu nimmt er ja sogar kurz vor seinem geplanten Angriff sogar die Cullens in Schutz (als Jake sie wegen des gebrochenen Vertrags angreifen will): Sams Meinung nach geht von ihnen keine Gefahr für die Menschen und Wölfe aus, dies kann Sam so sehen, obwohl er weiß, dass sie Bella verwandeln werden (bzw er geht davon aus, dass sie es bereits getan haben).
Trotz dieses Vertragsbruches von seiten der Cullens kann Sam abwägen und entscheidet sich - um des lieben Friedens Willen - gegen einen Angriff.
Er muss also, da er die Cullens schätzt und ihnen anscheinend auch ein gewisses Vertrauen entgegenbringt, davon ausgehen, dass diese selber die Bevölkerung vor einem Monster schützen würden, und dass sie im Zweifel aus Forks wegziehen würden.

2. wenn er aber dennoch der Meinung ist, dass das Baby sofort sterben muss, noch bevor es überhaupt geboren wurde, dann sieht es Sam nicht ähnlich, einen sofortigen Angriff auf alle Cullens zu planen, da dieser Kampf mit Sicherheit sehr verlustreich auf beiden Seiten sein würde.
Es wäre unvermeidlich, dass dabei zumindest einige seiner Rudelsgenossen sterben. Das ganze ist ein Selbstmordkomando, und Sam ist eigentlich ein Typ, der - wenn er schon kämpfen muss- sehr darauf bedacht ist, die seinigen zu schützen und ein möglichst geringes Risiko einzugehen.
Daher wäre es in meinen Augen deutlich klüger gewesen, die Cullens zu beobachten und abzuwarten, bis die Cullens jagen gehen, da Bella dann relativ ungeschützt zurückbleibt. Dies hätte doch viel eher seinem Charakter entsprochen.

Daher finde ich sein Verhalten einfach unlogisch und nicht "Sam-mäßig", aber es war wohl die beste Möglichkeit, die Stephenie gesehen hat, um Jakes Abwenden von dem Rudel und von Sam zu erklären.

Naja...

lg,

Nirak
avatar
Nirak
FBb-Gründerin im Ruhestand

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1917
Alter : 50
Anmeldedatum : 11.02.08

Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Fr 22 Aug 2008, 19:34

Okay, ich geb's auf. Wie man es auch dreht und wendet, Sams Verhalten bleibt einfach unlogisch.
Vor allem, wenn man bedenkt, wie gut sie sich nach Jacobs Prägung wieder mit den Cullens verstehen!
Mir wurde das alles ein wenig zu einfach in ein paar Sätzen abgehandelt: Sams Rudel wird Renesmee nie angreifen, da Jake sich auf sie geprägt hat, außerdem können die beiden Alphawölfe miteinander kommunizieren, Quil und Embry haben sich Jakes Rudel angeschlossen und Leah ist zu seiner Stellvertreterin geworden. Alles wunderbar in Ordnung, keine Probleme, keine Spannungen weit und breit!

Ich sehe ja ein, dass die Wölfe - insbesondere diejenigen, welche selbst geprägt sind - Jacobs Bindung an Nessie verstehen und akzeptieren. Aber finden sie die ganze Geschichte nicht trotzdem ein bisschen komisch? Immerhin ist Nessie ein sich von Blut ernährender Halbvampir mit einer beängstigend schnellen Entwicklungsgeschwindigkeit und übernatürlichen Fähigkeiten... Das Prägen scheint für die Wölfe wirklich etwas Absolutes zu sein, was nicht angetastet werden darf.
Also müsste Sam doch eigentlich seinen Fehler eingesehen haben, seine vorschnelle Entscheidung bereuen und sich bei den Cullens entschuldigen, oder? Davon erfahren wir aber wieder nichts... Rolling Eyes

Und dann die Sache mit dem Kampf gegen die Volturi: Mit einem Mal ist Sam wieder der, den wir kennen; er ist loyal den Cullens gegenüber, will an ihrer Seite gegen die bösen Vampire kämpfen und ist bereit seinen Teil dazu beizutragen, Renesmee zu schützen - sich selbst und sein Rudel dabei in Gefahr bringend.
Schön und gut, aber es sind dieses Mal ja nicht nur die vegetarischen Cullens, an deren Seite sie kämpfen, es sind im Gegenteil Vampire, die sich seit Jahrhunderten von Menschen ernähren - Todfeinde der Werwölfe, der Grund für ihre Existenz!
Dass Jake das hinnimmt, um Nessie zu schützen ist ja verständlich, außerdem fühlt er sich ja auch nicht gerade wohl dabei.
Aber Sam? Tut er das aus Loyalität den Cullens gegenüber, wegen Renesmee oder doch nur Jacob zuliebe? Ich hatte nie den Eindruck, dass Jake eine übermäßige Zuneigung oder einen Beschützerinstinkt für Claire, Kim oder Emily entwickelt hat.
Warum sollte Sam das gesamte Rudel für Nessie opfern? Schuldgefühle? Kann ich mir nicht vorstellen. Aus Überzeugung? Das schon eher, aber das wäre dann wiederum eine 180 Grad Drehung seiner vorherigen Einstellung.
Entweder ist Sam loyal den Cullens gegenüber oder er ist es nicht! Aber das kann doch nicht, je nachdem, ob das Rudel für den Handlungsablauf gerade als Bedrohung oder Verteidigung gebraucht wird, andauernd wechseln...
Es geht mir ja nicht darum, dass ich Sam entweder als komplett gut oder komplett böse dargestellt haben will (wie gesagt, ich mag ihn). Ich will ihn einfach nur verstehen und sein Verhalten nachvollziehen können und das will mir irgendwie in Breaking Dawn nicht ganz gelingen.

Es braucht doch sicher eine ganz schöne Menge an Überwindung für die Werwölfe überhaupt mit Vampiren zu kooperieren (von Seth mal abgesehen, der ist sowieso einzigartig). Selbst Jacob fiel es am Anfang von Breaking Dawn noch schwer, Carlisle (!) auch nur den Rücken zuzukehren, Quil und Embry kamen in Eclipse auf Bellas Abschlussparty aus dem Zittern nicht heraus und Jake konnte sich kaum vorstellen, das Bella als Vampir in ihm nicht die Instinkte wecken würde, sie zu zerreißen und zu töten. Und hierbei handelte es sich immer um vegetarische Vampire, denen die Quileute aus Vorsicht dennoch den Zutritt zu ihrem Gebiet untersagt haben.
Jetzt laufen in der Gegend zusätzlich sage und schreibe 21 reife Vampire herum, von denen 17 regelmäßig Menschen töten. Wenn ich Sam zitieren dürfte:
This is not something our treaty anticipated. This is a danger to every human in the area.
Und bei dieser großen Gefahr handelte es sich um die kleine Nessie, das Halbvampirbaby mit der vegetarischen Familie!
Was sind denn dann die Gäste der Cullens (ob sie nun in dreihundert Meilen Entfernung jagen oder nicht, sie töten immer noch unschuldige Menschen)?

Ich an Sams Stelle hätte vom den Cullens schon längst verlangt, doch nun endlich, endlich wegzuziehen, bevor sich sich sämtliche Jungs La Push in Werwölfe verwandeln. Es handelt sich hier ja nicht um eine kleine Prügelei mit Neugeborenen, die ihnen bevorsteht, sondern um die Volturi! Shocked

Es ist das reinste Selbstmordkommando gegen sie anzutreten. Warum geht Sam also dieses Risiko ein, wenn er eine andere Möglichkeit hätte? Carlisle hätte ganz sicher zugestimmt, wenn er ihn darum gebeten hätte zu verschwinden.
Das wäre zwar nicht ganz die feine Art (und feige dazu), aber es ist nun einmal Sams Verantwortung, auf das Rudel aufzupassen (und es wenn möglich am Leben zu halten).
Die oberste Priorität des Rudels ist doch der Erhalt von menschlichen Leben - sie verwandeln sich nur in Wölfe, um ihre Familien und Freunde vor Vampiren zu schützen - wieso akzeptieren sie dann ohne weiteres Garrett, Stefan, Vladimir, Zafrina, Senna, Alistair und all die anderen?

Ich versteh's einfach nicht...

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gast am Fr 22 Aug 2008, 19:38

Zuerst ist es ihm egal, ob nun Bella auch stirbt oder nicht und dann hilft er ihnen? Erscheint mir doch ein bisschen komisch und zu 180 Grad gedreht.

Ok, sie sagen ja auch, dass die Partner nicht getötet werden dürfen oder ähnliches, aber das Sam dann so reagiert?

Dann, als auch noch die Hilfe auftaucht und plötzlich immer mehr Werwölfe auftauchen?

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Rose_fan 4 ever am Do 06 Mai 2010, 20:10

Fruchtmischung schrieb:Zuerst ist es ihm egal, ob nun Bella auch stirbt oder nicht und dann hilft er ihnen? Erscheint mir doch ein bisschen komisch und zu 180 Grad gedreht.

Ok, sie sagen ja auch, dass die Partner nicht getötet werden dürfen oder ähnliches, aber das Sam dann so reagiert?

Dann, als auch noch die Hilfe auftaucht und plötzlich immer mehr Werwölfe auftauchen?

Das ist doch nur logisch!! Wie sollte Sam denn sonst reagieren?? Und die Wölfe-ist doch klar, dass immer mehr auftauchen. Schließlich sind ja auch unheimlich viele Vampire in der Gegend!!
avatar
Rose_fan 4 ever
~Meadow Visitor~

Weiblich Anzahl der Beiträge : 1188
Alter : 22
Anmeldedatum : 03.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Sams Verhalten in Breaking Dawn

Beitrag  Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten