Rassismus in Deutschland

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Rassismus in Deutschland

Beitrag  Nirak am Di 08 Jul 2008, 04:13

Hallo,

mich würde interessieren, wie ihr das Thema Rassismus seht.
Natürlich ist mir klar, dass die meisten von euch Rassismus ablehnen, es geht mir also nicht darum, hier ne Art "Unterschriftenaktion" zu starten, so a la: "Ich bin dagegen" und "Ich auch"
grins

Es geht mir mehr darum, tägliche, normale Begebenheiten, vielleicht auch politisch diesbezüglich brisante Aspekte zu diskutieren, und den Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe zu sensibilisieren.
Ich habe gerade ein sehr interessantes Buch gelesen "Deutschland schwarz weiß", geschrieben von Noah Sow.
Sie beschäftigt sich in dem Buch mit dem tagtäglichen Rassismus, dem sie als Deutsche ausgesetzt ist, weil sie von schwarzer Hautfarbe ist, und dieses Buch hat mich inspiriert, dieses Thema hier zu erörtern.
Es eignet sich wohl kaum ein Zitat besser für das Thema, um wirklich zu zeigen, was rassistische Vorurteile sind, als das Einleitungskapitel des oben genannten Buches. Ich habe es leicht gekürzt, und die gekürzten Passagen mit ... gekennzeichnet.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen,
lg,

Nirak

Meine eigene Herkunft

Ich stamme ursprünglich aus einem Land, dessen Zivilisationsgrad vor noch nicht allzu langer Zeit von vielen Staaten der westlichen Welt belächelt und interessiert, aber von oben herab zur Kenntnis genommen wurde.
Kein Wunder: ganz in der Nähe gab es zum Beispiel noch Stämme, die die Schädel ihrer verstorbenen Kinder bemalten (!) und sammelten.
Meine Großmutter, eine Eingeborene, hatte 16 Geschwister. Das Wasser kam aus dem Dorfbrunnen … wenn es einmal regnete, wurde das Wasser selbstverständlich gesammelt.
Elektrizität hatte damals im Dorf eigentlich kaum jemand.
Auch heute noch kämpfen wir mit den in unserer Gegend üblichen Problemen: korrupte Politiker, ethnische Konflikte, (was vielleicht kein Wunder ist, denn die Grenzen meines Landes waren noch nie länger als zwei Generationen dieselben), hohe Verschuldung, usw.
In den letzten paar Jahrzehnten hat mein Land aber einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Inzwischen ist es politisch recht stabil, und es kann heute auf einiges stolz sein:

- bei der Einteilung des Landes durch Gebietszuteilungen an einzelne ethnische Untergruppen, die vor etwa zwei Generationen stattfand, war einige Willkür im Spiel. Die Grenzen der fast teilsouveränen Stammesgebiete spiegelten nicht wirklich die genaue Besiedlung durch die jeweiligen Völker wider. Zudem variierten die Gebiete stark in ihrer Größe. Trotzdem kam es nicht zum Bürgerkrieg.

- Seit über 60 Jahren war das Land in keinen ethnischen Krieg mehr verwickelt. Kleinere „Scharmützel“ unter einzelnen ethnischen Gruppierungen werden bisher gut unter Kontrolle gehalten.

- Aus den vielen Dialekten, die im Land gesprochen werden, und von denen einige jeweils nur für Eingeborene desselben Gebietes verständlich sind (darunter auch reine Lautsprachen) wurde in einem friedlichen Prozess einer der Dialekte als Amtssprache ausgewählt. Ursprünglich wurde er zwar nur von einem relativ kleinen Stamm gesprochen, doch er setzte sich widerstandslos durch. Jeder im Land versteht nun zumindest rudimentär die offizielle Amtssprache…

- Seit ungefähr 10 Jahren gibt es bei uns flächendeckend Festnetz-Telefonanschlüsse. Das war noch bis weit in die 90er Jahre hinein kaum vorstellbar.

- Eine Episode der Militärdiktatur, in die einzelne Stammesgebiete zeitweise zurückfielen, konnte unblutig (!) beendet werden.

- Die größte Herausforderung, die die Zivilisierung … mit sich brachte, war für uns wohl der Umgang mit der Demokratie. Diese meistern wir heute vorbildlich. Obgleich wir quasi „zu unserem Glück gezwungen“ wurden, konnten wir eine spektakulär positive wirtschaftliche und sozialpolitische Tendenz verzeichnen, die nicht zuletzt auf jahrelange umfangreiche Lieferung von Hilfsgütern, staatsbildende Entwicklungshilfe und auch militärische Präsenz fortschrittlicher, zumeist westlicher Staaten zurückzuführen ist. Die neuen Landesgrenzen, die wie bei vielen afrikanischen Ländern nicht durch unseren Staat selbst, sondern durch die Regierung anderer Länder gezogen worden sind, wurden durch die Regierung unseres Landes im Jahr 1990 sogar offiziell anerkannt.

Dieses Land heißt natürlich – Deutschland!
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Di 08 Jul 2008, 12:53

Ja der Aussschnitt klingt auf jeden Fall sehr interessant...
Macht "Lust" auf mehr.

Naja ich kann gewisse Dinge zum Thema Rassismus einfach nicht mehr hören.
Es ist schrecklich was für bescheuerte Kommentare manche Leute von sich geben. Da fragt man sich wirklich ob die überhaupt merken was sie da für Mist reden...

Eine Person in der Bekanntschaft lästert zum Beispiel immer wieder gerne über die "Tschuschn" und "Jugo's".
"Die sind so laut, die sind unverschämt, usw.".
Und zwei Sekunden später kommt das Kommentar "Aber ich bin ned ausländerfeindlich. BEI GOTT NICHT!!!"

Hier stellt sich für mich immer wieder die Frage "Wie genau definiert man Rassismus dann?"
Wo fängt Ausländer"hass" an? Bin ich erst dann ausländerfeindlich wenn ich mal hingehe und einem "Jugo" ins Gesicht spucke??

Ich halte von solchen Verallgemeinerungen sowieso garnichts. Egal ob es dabei um die Mann-Frau Klischees geht oder eben um die Trennung in Hautfarbe, Abstammung und Sprache.

Wenn mir jemand sagt "Es gibt so viele ungute Ausländer in Wien" ist meine erste Reaktion darauf immer "Aber ich kenne mindestens genauso viele Wiener die genauso "blöd" sind."
Da wissen dann sowieso die wenigsten Leute was sie darauf sagen sollen.

Ich finde einfach es ist immer leicht etwas nachzuplappern. Mich würde interessieren mit wievielen Ausländern solche Menschen schon gesprochen haben. Oder mal essen waren....


Sehr interessant finde ich zu diesem Thema auch etwas das mir selbst kürzlich aufgefallen ist....
Bei dem Buch "Die Stadt der Blinden" ist immer von einem "alten Mann mit Augenklappe" die Rede. Mehr als die Tatsachen dass er alt und auf einem Auge blind ist erfährt man nie.
Und kürzlich habe ich den Trailer des Filmes gesehen. Der alte Mann mit Augenklappe wird gespielt von Danny Glover.
Einem Schwarzen.
Ich war nie rassistisch und bin es nach wie vor nicht. Aber ich finde es immer wieder interessant wenn man sieht wie "fixiert" man trotzdem in den Gedanken ist.
Ich bin beim lesen des Buches natürlich davon ausgegangen, dass der alte Mann ein "Weißer" ist... Als ob das nicht total egal wäre...

Ich denke einfach, dass die Menschen vielleicht endlich mal aus ihrem blöden, alten Muster ausbrechen sollten und sich vielleicht mal die Zeit nehmen sollten auch mal die andere Seite der Geschichte zu sehen bevor sie ein Urteil fällen.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Di 08 Jul 2008, 18:30

Ich hab nichts gegen Ausländer - mir ist es egal, wo jemand herkommt. Bin ja selbst auch in dem Sinne ein "Mischling": Ein Paar Großeltern aus ehemals Jugoslawien, ein Großvater aus Polen und eine Großmutter aus der DDR (zählen ja viele noch als Ausland O.o) Aber mal ehrlich, Ausländerfeindlichkeit ist doch irgendwie Schwachsinn, heutzutage hat doch so ziemlich jeder ausländlische Verwandte (in meiner Klasse hat jeder welche und ich bin auf dem Gymnasium [ich weiß, doofes Klischee, aber ist leider oftmals so]).

Ok, ich gebe zu, dass ich diese -tut mir leid für den Ausdruck- asozialen Ausländer nicht mag.(Die, die nicht offen für kulturellen Austausch sind und sich selbst für etwas besseres halten) Das liegt aber an ihrer Art und nicht an ihrer Herkunft. Die ist für mich irrelevant - eine gute Freundin von mir ist Türkin und sie ist echt nett.

In "Deutschland, gefühlte Heimat?" wird das Thema Rassismus auch angesprochen. Ein Mädchen erzählt, dass es in der Schule Probleme gab, weil sie auf einmal Kopftuch trug - ganz freiwillig. Das ist dann schon echt krass. Aber ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen auf gewisse Weise rassistisch oder anderweitig diskriminierend zu sein. Als ich Tokio Hotel Fan war (jaaahh ich weiß^^) und die Tshirts in der Schule und Öffentlichkeit anhatte, war ich auch so ein Opfer. Ich hab aber trotzdem weitergemacht, weil die Leute mir egal sind, aber sowas kanns eben auch nicht sein. Wo soll das denn sonst hinführen? Zurück in die 1930er und 40er??

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Di 08 Jul 2008, 20:14

Ich bin TOTALL gegen Rassismus!!!!

In meiner Schule sind vor kurzem zwei Neue gekommen. Schwarzhäutige Kinder die nur English verstehen. Na ja die Aufregung war natürlich groß, weil sonst niemand so braun ist. Und dann kam auch schon das erste Vorurteil: Es gibt zwei Neger an unserer Schule.
Auch wenn sie nicht in meiner Klasse gehen, bin ich ausgezuckt. Meine SChulkameraden haben nur mehr den Mund offen stehen gehabt und meine Freundin (Vampirbella) hat mir geholfen sie zu überzeugen, dass sie sich rassistisch benehmen, indem sie solche Schimpfwörter sagen.
Sie gaben dann nach. Doch die Älteren Schüler haben weitergemacht. Sie wirklich voll verarscht, sorry wegen dem Wort, und sich über sie lustig gemacht. Natürlich haben die anderen das voll cool gefunden
Wie kann man nur so gemein, gegenüber anderen sein? Ich habe auf jeden Fall meinen guten Teil dazugetragen, dass sie nicht so behandelt wurden. Hoffe nur das es so bleibt *kummervoll schau*

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Mo 28 Jul 2008, 02:53

Ich hasse Rassismus.

Vieles, was ich denke, wurde hier schon gesagt, deshalb möchte ich es nicht wiederholen.

Aber was mir auch oft auffällt: Wenn ich Leute verteidige, die Opfer von Rassismus sind, indem ich meinen Freunden vor die Augen führe, dass ich auch Ausländerin (ich hatte da bis eben noch Anführungszeichen, aber wozu bitte? Ich bin's doch!) bin, kommen dann so Sprüche wie, "Nein, Blödsinn, Kata, du bist doch keine Ausländerin, du bist doch eine von uns!"

Sowas regt mich immer dermaßen auf.
Der einzige Grund, weshalb sie mich nicht als solche ansehen, ist, weil sie mich kennen.
Und möglicherweise ist der einzige Grund, weshalb sie mich kennen, meine Offenheit.
Aber sollten deswegen Ausländer, die schüchtern sind, immer ausgegrenzt werden, weil ihnen niemand die Chance gibt, zu zeigen, wie sie sind?

Ich streite nicht ab, dass es Ausländer gibt die stehlen oder scheiße sind. Aber es gibt genauso viele Österreicher, Deutsche und Schweizer, die das tun, bzw. sind.

Außerdem bin ich sehr daran interessiert, irgendwann auszuwandern und ich hab ehrlich gesagt, keine Lust, dort (wo auch immer meine zukünftige Heimat liegt) aufgrund meiner Sprache, Hautfarbe oder Kultur ausgegrenzt zu werden.

Denn seien wir mal ehrlich: Weiße Haut ist nicht überall das "Normale".


Zuletzt von Zahra am Fr 05 Jun 2009, 14:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Bambi am Mo 28 Jul 2008, 13:28

@ Nirak:
Sehr interessanter Auszug! Ich muss zugeben, dass ich mich von der Autorin habe verarschen lassen, denn ich habe bei ihrer Beschreibung NICHT an Deutschland gedacht^^
Gefällt mir.

Dann zum eigentlichen Thema:

Ich bin selbst Deutsche irakischer Abstammung und ich schätze mich wirklich glücklich, dass ich in meinem Leben bisher nur sehr wenig Rassismus zu spüren bekommen habe.
Das liegt aber wohl nicht daran, dass die Leute um mich herum besonders tolerant sind, sondern eher an meiner Art.

"Nein, Blödsinn, Kata, du bist doch keine Ausländerin, du bist doch eine von uns!"

Ähnliches höre ich auch immer wieder.
Ich gehöre einfach dazu und zwar, weil ich rede wie alle hier, weil ich mich kleide wie alle hier, weil ich ähnliche Einstellungen habe wie alle hier.
Aber wie sähe das wohl aus, wenn ich ein Kopftuch tragen würde?
Oder wenn ich nicht gut Deutsch könnte?

Schneinbar ist es eine Voraussetzung, sich anzupassen, um von dem "Gastland" akzeptiert zu werden.
Wer aus der Reihe tanzt und sich nicht so benimmt, wie die Leute, die schon immer hier waren, macht sich unbeliebt.
Solche Menschen will keiner dahaben.

Was mich aber noch viel mehr aufregt als das, sind die Immigranten, die sich tatsächlich so aufführen, wie es das Klischee besagt.
Sie reden schlechtes Deutsch, weil sie sich nicht die Mühe machen, es zu lernen.
Sie suchen sich keine Arbeit, weil sie ja hier auf Kosten des Staats leben können.
Sie geben sich nur mit Leuten aus ihrem Heimatland ab, die auch hier leben, denn die sprechen ja ihre Sprache und haben die gleiche Kultur. Wozu unters deutsche Volk mischen?

Wenn ich solche "Ausländer" sehe oder kennenlerne, schäme ich mich richtig, denn ich werde aufgrund meiner Abstamumung mit diesen Leuten in einen Topf geworfen und das will ich nicht.
Diese Leute fühlen sich in Deutschland unwillkommen?
Dann sollten sie sich vielleicht auch mal fragen, woran das liegen könnte!

Natürlich gibt es genau so viele Deutsche, die ein solches Verhalten oder eine solche Einstellung an den Tag legen.
Aber auf die schuat ja keiner, denn sie sind nunmal Deutsche.
Diesen Immigranten muss doch klar sein, dass sie zunächst einmal "Fremde" sind und die Leute darauf achten, wie sie sich aufführen.

Wenn man nicht einmal guten Willen zeigt, sondern auchnoch darüber meckert, wie "scheiße" Deutschland ist, dann frag sogar ich mich, was die überhaupt hier wollen!
Es ist doch eine bekannte Tatsache, dass negative Eindrücke eher im Gedächtnis haften bleiben als positive.
Wenn diese Ausländer sich hier also so unmöglich aufführen, müssen sie sich doch nicht wundern, wenn Rassismus aufkommt.
Den kriegen dann aber auch die ab, die ihn gar nicht verdient haben, denn sie erregen nicht die Abneigung der Deutschen...

Rassismus ist meiner Meinung nach irgendwie in dieser Gesellschaft natürlich, so scheiße das auch sein mag.
Ich wüsste nicht, was man dagegen tun kann.
Mir kommt es vor wie ein Teufelskreis.

Die Deutschen sind ausländerfeindlich, weil die Ausländer sich danebenbenehmen und so Vorurteile entstehen.
Die Ausländer fühlen sich abgewiesen und denken erst recht nicht mehr daran, sich ordentlich aufzuführen.
Die Deutschen mögen nicht, wie die sich benehmen und werden gewalttätig oder extrem oder sonst was....
Die Ausländer wehren sich...
Blabla, wie soll das denn je enden?
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Mo 28 Jul 2008, 19:06

Rassismus gibt es nicht nur in Deutschland ^^"

Ich habe eine Freundin, die kommt aus der Dominikanischen Republik, die wurde Anfangs immer wegen ihrer Hautfarbe fertig gemacht - nicht von Kindern, die hatten kein Problem. Meist ist mir aufgefallen, dass die Eltern den Kindern den Umgang verboten haben - unsinnig in meinen Augen.

Es geht nicht nur um Rassismus, es geht auch darum, dass Leute, die generell anders sind, schon beschimpft und ausgeschlossen werden, um die ein weiter Bogen gemacht wird. zB Behinderungen - egal ob geistig oder körperliche, diese Menschen werden als Außenseiter behandelt. Man sollte sie gleich behandeln wie jeden anderen, vielleicht mit ein weniger mehr Vorsicht, aber nicht, als wären es keine Menschen, denn was man hierzu manchmal hört ...

Auch die Religion gibt Grund zu Rassismus, oder einfach nur, wenn jemand eine andere Muttersprache hat und diese auch verwendet, wird sich gleich der Mund zerissen.

Gewiss, jeder hat Vorurteile und ich schließe mich diesbezüglich nicht aus, aber in meinen Augen sollte man zumindest einen Versuch starten, dass man sich benimmt - "Behandle Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst" - ich versuch diesen Spruch wahrzunehmen, auch wenn es manchmal sehr schwer fällt und ich selbst in eine Klischee-Kaste falle, was mir aber dann selbst erst später bewusst wird. Und man kann nicht jeden, nur weil er zB aus was weiß ich wo her kommt, in eine Lade stecken und drinnen lassen.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 31 Jul 2008, 20:42

Gewiss, jeder hat Vorurteile und ich schließe mich diesbezüglich nicht aus, aber in meinen Augen sollte man zumindest einen Versuch starten, dass man sich benimmt - "Behandle Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst" - ich versuch diesen Spruch wahrzunehmen, auch wenn es manchmal sehr schwer fällt und ich selbst in eine Klischee-Kaste falle, was mir aber dann selbst erst später bewusst wird. Und man kann nicht jeden, nur weil er zB aus was weiß ich wo her kommt, in eine Lade stecken und drinnen lassen.

fand diesen aspekt sehr gut. denn ich selbst (und wahrscheinlich auch enige andere) denken das selbe von sich.
Ich bin gegen Rassismus, und würde auch niemanden wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft minderwärtig behandeln. Doch manchmal zieht man einfach zu schnell Vorurteile und wird sich dann im Nachhinein bewusst das man doch völlig daneben gelegen hat.
"Behandle Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst" ist zwar ein gutes Motto bzw. Lebenseinstellung, aber wenn man zu anderen Menschen nett und zuvorkommend ist und nicht mehr an sich selbst denkt, kann es sehr schnell passieren das derjenige ausgenutzt wird und er sich wegen seinen guten Absichten am Ende am liebsten in den Hintern beißen würde (nicht das es immer so ist).
Aber ich habe dies selbst an meiner Mutter erlebt die am Ende durch sowas ihren Job kündigte und lernen musste nein zu sagen. Natürlich sollte man Menschen die sich in Not befinden und Hilfe brauchen auch helfen, aber man sollte dabei nie sich selbst vergessen.

aber nochmal zum Rassismus. Fruchtmischung hat eindeutig recht, nicht nur in Deutschland besteht Rassismus. Man denke nur an die Verhältnisse der Weißen und Schwarzen in Amerika, wo es oftmals eine Schande ist wenn ein Andersfarbiger in der selben Straße wohnt wie ein weißer.
Diese Umstände sind zwar heutzutage wieder etwas weniger, aber trotzdem kommen sie vor. Schon der Rassismus gegen die Indianer ist krotesk. Immerhin sind sie (sinnbildlich gesehen) die Ureinwohner und die Immigranten (die sich heute "Amerikaner nennen") die Fremden in dem Land.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 31 Jul 2008, 21:06

Ich durfte mir bezüglich meiner Schwester viel anhören und hab halt immer "ja und Amen" gesagt, und als ich dann gelernt habe Nein zu sagen, war ich plötzlich unkollegial Naja, die haben sich dann daran gewöhnt und jetzt komm ich gut zurecht

Man bedenke nur, was mit Rosa Parks war. (Rosa Parks: Schwarze Frau, die im Bus gesessen ist und ein Weißer eingestiegen ist, der ihren Sitzplatz haben sollte und sie sollte nach hinten gehen, weil Weiße und Schwarze halt getrennt im Bus waren, also so mehr oder weniger getrennt. Der Busfahrer hat sie dann gebeten wegzugehen und als sie das nicht gemacht hat, wurde sie ins Gefängnis gesperrt oO Schon komisch das Ganze Rolling Eyes)

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 31 Jul 2008, 23:23

i-wer(sorry,weiß nicht mehr wers war)hat oben geschrieben,dass sie sich einen Buchcharakter automatisch als Weißen vorgestellt hat.Ich gehe mal davon aus,dass die auch weiß bist bzw. die meisten Menschen in deinem Umfeld.Also denk ich,dass das ganz normal ist...Wenn das aber nicht der Fall sein sollte hab ich keine Ahnung woran das liegt.

boah.ich hasse es die Menschen so einzuteilen."Schwarzer""Weißer""Farbiger"...ich finde diese Wörter schrecklich.Ich versuche immer,die Menschen in Nationalitäten einzuteilen.Ist zwar eig. nicht wirklich besser,aber Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe in Gruppen zu teilen find ich i-wie nicht in Ordnung.Natürlich(ist jedenfalls bei denen in meiner Nähe so)bleiben die Albaner usw. meistens unter sich aber....ach ich weiß auch nicht.Mir dreht sich immer der Magen um,wenn ich das mit "weiß" und "schwarz" höre.

Also,ich komme aus nem Viertel/generell ner Stadt in der es viele Ausländer gibt(wie ich dieses Wort hasse) und mir ist es ziemlich egal.Ich befasse mich eig. nicht wirklich mit Menschen die ich nicht kenne.Jedoch gibt es bei uns ziemlich viele mMn. "tiefe" Leute.Die benehmen sich einfach unmöglich.In deren Augen ist das vll. normal,aber ich mein...ich würd nie einfach so jemanden im Bus schlagen,nur weil ich auf dessen Platz will und der nicht aufstehen will.Das sind aber nicht nur Türken,Albaner,Jugoslaven(bei uns inner Nähe ist ein Asylantenheim,daher sind hier ziemlich viele Nationalitäten vetreten)sonder auch Österreicher.Wenn ich solche Menschen sehe,denk ich mir auch oft,dass sie unter meinem Niveau sind.Ich denke mir dann auch oft,dass ich sie ja nicht näher kenne und deshalb nicht in ne Schublade stecken sollte.Aber ich habe einfach scho zu viele von ihnen getroffen,die sich einfach nur tief benommen haben.
Ich bin zwar Österreicherin,aber wegen meinem Style werd ich oft dumm angemacht und während ich mich mit ner Freundin unterhaltete beschimpft und angeschrien.Wenn sie sich das denken,schön für sie.Sollen sie ruhig eine Meinung haben,ist ja auch gut so.(wobei ich es eig. bezweifle,dass die ne eigene Meinung hatten,sie warn zu zweit und als ich eine mal allein getroffen hatte hat sie nichts gesagt)Aber wieso muss man andere Menschen,die man nicht mal kennt dumm anmachen?

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 31 Jul 2008, 23:34

Glaub mir, ich selbst mag einige Bezeichnungen nicht, aber gibt es eine allgemeine Bezeichnung? Kann man über Rassismus reden, ohne Wörter zu verwenden, die automatisch mit Rassismus verbunden werden?

(Ich bild mir ein gehört zu haben, dass die Bezeichnung, Fabiger, Schwarzer od. ähnliche Bezeichnungen, rassistisch sind und nicht verwendet werden sollten, oder bilde ich mir das grad ein? )

Ausländer - an dem Wort seh ich nicht wirklich viel, aber bei den Meisten, die schon lange in einem Land leben, auch wenn sie ursprünglich eine Nationalität haben, sind für mich Immigranten. Klingt schon wieder komplett anderes.

Mir ist erst heute aufgefallen, wie manche Menschen reagieren. Es sind gewiss nicht alle, aber heute ist mir besonderes stark aufgefallen, dass ältere Menschen eher abgeneigt gegen andere Kulturen sind und die haben Dinge gesagt, da hat es mir die Haare aufgestellt, am Liebsten hätt ich was gesagt, musste mich echt zusammen reißen und nicht nur mir ist es so gegangen.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 31 Jul 2008, 23:53

@Fruchtmischung:Ja,ich hab eben auch keine Ahnung was ich sonst sagen soll,aber es klingt einfach schrecklich....

Kennt ihr diesen Spruch?:
When I born, I Black,
When I grow up, I Black,
When I go in Sun, I Black,
When I scared, I Black,
When I sick, I Black,
And when I die, I still black …

And you White fella,
When you born, you Pink,
When you grow up, you White,
When you go in Sun, you Red,
When you cold, you Blue,
When you scared, you Yellow,
When you sick, you Green,
And when you die, you Gray …
And you calling me Colored ?

ich weiß dass nichts Schlimmes an dem Wort ist,aber die Meisten in meiner Umgebung verwenden es in Zusammenhang mit Abwertendem und deshalb hat das Wort schon so ne abwertende Wirkung auf mich..:/

das ist mir auch schon aufgefallen.vll liegt das daran,dass die älteren Menschen schon(meistens jedenfalls)ihr Leben lang arbeiten/bzw schon in Pension sind und eben denken,dass soweso alle "Ausländer" Sozialschmarotzer sind und das Gesundheitssystem abzocken.Und weil sie eben so lange Zeit gearbeitet haben,sehen sie sich vll betrogen.ich hab aber eig. keinen blassen Schimmer nur scheint mir diese Theorie plausibel zu sein...

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Fr 01 Aug 2008, 00:14

ich kenne auch viele alte menschen die sehr engstirnig sind gegen über Ausländern, anderen Kulturen und ja auch gegen Jugendliche.
Ich denke einfach das es daran liegt das sie einfach in anderen Verhältnissen aufgewachsen sind. In ihrer Jugend ging man mit 13 noch nicht auf Parties, trank Alkohol oder rauchte. Sie kommen öfters mit der Veränderung nicht klar.
Hatte am 69 Geburtstag meines Opas noch eine sehr, sagen wir mal, "hitzige" Disskusion mit ihm über seine Jugend und meine Jugend und das ich es gar nicht mehr schätzen würde in welchen Wohlstand ich heute lebe. (Ich sollte dazu sagen das mein Opa ein ziemlicher Hitzkopf sein kann und es definitiv nicht sein Lieblingsgeburtstag war.)
Also wie gesagt als die alten Leute selbst Kinder waren lebten sie einfach ganz anders, ohne technik. Ohne PC, Fernseher und Telefon. Aber sie haben diesen ganzen technischen Boom miterlebt und die meisten von ihnen können sich nicht wirklich daran gewöhnen, weil sie einfach nicht damit aufgewachsen sind.
Und so ist es wahrscheinlich auch mit den Ausländern immerhin gibt es hier in Deutschland einige Immigranten. Die älteren Menschen haben natürlich auch mehr Erfahrung im Bezug auf Menschen, und wenn sie nunmal schlechte Erfahrung hatten, kommt es vor das sie Urteile ziehen, die zwar vielleicht für die Menschen die sie damals getroffen haben richtig waren, aber im allgemeinen, und besonders für die heutigen Ausländer nicht mehr zutreffen.
Aber es gibt ja auch freundliche alte Leute Very Happy
Was ich nicht in Ordnung finde ist wenn man deutsche mit z.B. türkischer oder russischer Abstammung als Ausländer bezeichnet. Meistens ist es dann auch so das diejenigen schon seit 3 generationen in Deutschland leben und dann finde ich das einfach nicht mehr fair.

Was mich auch total kirre gemacht hat war während der EM das Spiel gegen die Türkei wo unsere liebe Angela Merkel in einem Interview so meinte "...die in Deutschland lebenden Türken."
ich habe auch nichts gegen welche die sie und ihre Politik mögen, aber diese Aussage war ja nicht gerade Ausländer freundlich. Die meisten "in Deutschland leben Türken" sind nämlich zufälligerweise in Deutschland geboren und somit keine Türken. Zumindest keine Richtigen da sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am So 14 Sep 2008, 22:09

ich finde rassismus natürlich auch total blöd (was auch sonst, wer würde sich offen zum rassismus bekennen??). ich finde sehr schlimm, wie viele leute so dumm denken. einmal habe ich mir in der mittagspause aus spaß ein halstuch wie ein kopftuch umgewickelt. auf einmal kam ein klassenkamerad, der eigentlich total nett ist, zu mir und sagte, ich müsse das kopftuch abnehmen, sonst müsse er mich schlagen. ich war natürlich total entsetzt und hab gefragt, wieso um gotteswillen, aber er hat gesagt, er hasst alle türken und deswegen schlägt er mich, wenn ich nicht bald das kopftuch abnehmen. ich hab mir echt gedacht, der spinnt doch, oder? ich hab ihm natürlich erklärt, dass das totale vorurteile sind und hab ihn mit nazis verglichen (das war ziemlich gemein, ich weiß) und alles mögliche, um ihm klar zu machen, dass er total bescheuert ist. ich hab ihm auch gesagt, dass man kein volk, keine gruppe insgesamt verurteilen darf, weil es in jeder gruppe oder in jedem volk gute und schlechte menschen gibt. er hat gesagt, alle türken, die er kennt sind scheiße und ich hab ihm gesagt, dass auch viele deutsche, die ich kenne, auch scheiße sind auch er. aber er wollte überhaupt nichts einsehen, das hat mich echt geschockt. ich glaube, dass es sehr viele von diesen menschen gibt. auch meine freundinnen, sagen "neger" zu schwarzen, weil sie es einfach nicht besser wissen. wenn zuhause schon abfällig über schwarze (ich hab übrigens nichts gegen diese wörter) gesprochen wird, dann denken sie, das ist eben so. meine freundinnen sind bestimmt nicht rasisstisch, aber sie sind mit diesen vorurteilen zuhause aufgewachsen. vielleicht sind sie ein bisschen provinziell...

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Do 19 Feb 2009, 15:16

Ich denke mir ist es egal welcher Herkunft jemand ist oder welche Hautfarbe jemand hat für mich zählt nur der Mensch!
Jeder Mensch ist auf seine Art einzigartig! Und ich verachte nur die jenigen die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe
verurteilen!

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Di 21 Apr 2009, 20:39

Ich selbst auch als Türkin,finde den Begriff "Ausläner" - solange man weiß was er wirklich bedeutet - nicht sonderlich schlimm.
Ich meine irgendwo sind doch alle Ausländer. Wenn ein Deutscher nach Amerika fliegt ist er auch Ausländer, sowie ein Türke auch in Deutschland. ABER:
Ich finde die Zuwanderer sind nun schon seit 1960 hier und nach und nach hätte sich eigentlich diese Feindlichkeit mildern können.
Natürlich verstehe ich die Deutschen sehr gut: Wenn Menschen in die Türkei kommen, dort mehr als 40 Jahre leben, sich nicht integrieren und auch noch so bescheurt aufführen würden wäre ich auch sauer.
Die meisten Türken denken, dass die Deutschen wollen, dass die Türken ihre Kultur vergessen und nur noch wie Deutsche leben sollten.
Doch das stimmt gar nicht. Sie wollen nur, dass sie die Sprache lernen oder einfach nicht nur unter ihren Landsleuten bleiben.
Trotzdem gibt es auch viele Deutsche, die nur bei dem Anblick einer Frau mit Kopftuch gleich kotzen könnten. Die Blicke sind wirklich verletzend... Rolling Eyes
So sehr ich auch sage, dass ich die Deutschen verstehe, verstehe ich sie auf der anderen Seite auch nicht:
Wohl das am meisten verwendete Aurgument: Die Ausländer nehem uns die Arbeitsplätze weg. Total falsch.
Ein Arbeitgeber bietet eine Arbeitsstelle an und guckt unter den Bewerbern zuerst nach den gebildeten Deutschen, dann nach den ungebildeten Deutschen und dann erst nach den gebildeten und ungebildeten Ausländern.
Deshalb kann ich diese Aussage wirklich nicht verstehen.
Leute versteht mich nicht flasch, ich will jetzt nicht sagen, dass alle so wären oder so.
Dass ist nur meine Meinung: Es gibt sehr viele dumme Ausländer genauso wie sehr viele dumme Deutsche.
Ich bin jetzt nicht so eine die auf den Straßen rumläuft und denkt Leute verprügeln zu müssen, weil man Ausländer ist und sich wichtig machen muss.
Aber ich liebe trotzdem mein Heimatland und meine Nation genauso wie ich Deutschland liebe und die deutsche Nation.
Für mich sppielt es keine Rolle wo man lebt; man kann überall die Kultur weiterfüehren und die Religion ausleben, was ich auch tue, und ich fühle mich dabei keineswegs verachtet von den Deutschen. Von den Meisten.
"Es ist wie eine Rebe mit großen und kleinen Trauben,
wenn eine schlecht ist heißt es nicht gleich, dass alle verfault sind."

Das trifft es finde ich am Besten und ich hoffe ihr habt mich nicht falsch verstanden.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Nirak am Mi 22 Apr 2009, 00:41

Dass ist nur meine Meinung: Es gibt sehr viele dumme Ausländer genauso wie sehr viele dumme Deutsche.

Und damit hast Du natürlich absolut recht! Weder "Deutschsein" noch "Nicht-Deutschsein" schützt vor Dummheit! Blödheit ist tatsächlich nun mal keine Frage der Nationalität.

Ich finde es übrigens auch erschreckend, wie sehr inzwischen auch diese "2-Klassen-Ausländerfeindlichkeit" um sich greift. (Sorry, mir fiel grad auf die Schnelle kein besseres Wort ein)
Beispiel: ich lebte ja 3 Jahre lang in Österreich, und machte mich dort nach ein paar Wochen in einer Pension auf die Suche nach einer Wohnung.
Ich fand auch relativ schnell eine die mir gefiel, und der Vermieter sagte mir, dass er sehr froh sei, dass ich die Wohnung nehme, denn er habe schon eine Anfrage von einem ausländischen Paar, und da sei es ihm doch lieber, wenn ich die Wohnung mieten würde.
Ich habe den Herrn dann darauf hingewiesen, dass ich als Deutsche in Österreich ja schließlich auch Ausländerin bin, und fragte, wo denn jetzt genau der Unterschied läge.
Er stotterte erst ein bisschen und ließ mich dann wissen, dass ich ja in dem Sinne, wie er es versteht, kein "echter" Ausländer sei.

Also, wie jetzt: gibt es "echte" und "unechte" Ausländer? Ist das eine Umschreibung für: "Willkommen" und Unwillkommen"?

Jedem Menschen kann es passieren und passiert es häufig, Ausländer zu sein.
Ich würde mir einfach nur wünschen, dass mit dem Thema unverkrampfter umgegangen wird.
Und mir persönlich ist es egal, ob mir ein Deutscher, ein Türke oder ein Österreicher meinen Job wegnimmt: Sauer werde ich in jedem Fall sein!


lg,

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Bambi am Mi 22 Apr 2009, 01:32

Ja, es ist tatsächlich so, dass es bei "Ausländern" eine Art Zweiklassengesellschaft gibt.
Es gibt Spanier, Franzosen, Engländer, Amerikaner, Südafrikaner, Kanadier, Portugiesen, Chinesen...
Und es gibt Ausländer.
Das sind die Türken, die Araber, das Terroristenpack.
Ich habe mich schon oft darüber aufgeregt, aber es bringt ja doch nichts.
Eine syrische Freundin von mir behauptet sogar manchmal, sie sei Spanierin oder so.
Sie wird ganz anders behandelt, ohne Witz.
Ich selbst würde das nie machen, denn ich schäme mich nicht für meine Herkunft, aber ich finde das ganz schön traurig.

Dass die Fremdenfeindlichkeit so weit gehen kann, dass Leute sich ihrer Wurzeln schämen; dass sie sich wünschen, sie sähen genau so aus wie Deutsche, damit sie nich auffallen; dass sie ihre eigene Kultur aufgeben, um dazuzugehören... das sollte das deutlichste Zeichen dafür sein, dass etwas ganz gehörig falsch läuft.

Stattdessen sollte man sich doch darüber freuen, dass man unter Umständen mehrere Sprachen fließend beherrscht, dass man aus zwei Kulturen schöpfen kann, dass man nicht so aussieht, wie jeder andere, dass man sich von der Masse abhebt.

Aber das kann natürlich nicht jeder, wenn man so diskriminiert wird, wie es bei vielen der Fall ist.
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Mi 22 Apr 2009, 16:04

"Türken und Araber, das Terroristenpack"
Genau so ist es. Die meisten hassen die Türken und ARaber ja deshalb so, weil sie denken, dass es von der Religion kommt, dass sie so gewalttätig sind.
Das stimmt doch gar nicht. Es gibt eben ein paar dumme Menschen, die die Religion ausnutzen um Menschen umzubringen. Wenn man schon was gegen diese Menschen hat, sollte man sich auch mal erkundigen, ob denn wirklich soetwas im Kuran steht.
Aber jetzt mal wieder zum Thema:
Wie schon gesagt, finde ich es manchmal wirklich toll, anders zu sein; eine andere Kultur zu haben oder einer anderen Religion anzugehören. Dadurch kann ich sehr oft mit Lehrern und Mitschülern über verschiedene Dinge diskutieren, ihnen meine Sichtweise zeigen und ihre Sichtweise sehen und verstehen.
Aber nur weil ich es mag, anders zu sein heißt das nicht, dass ich in der Mitte einer tobenden Menge, die "Ausländer raus" ruft stehen sagen würde" Ich bin auch Türkin! Hier bin ich!"-.-
Aber ich denke, dass es eigentlich die ANgst vor dem Unbekannten ist, die die Menschen zu solchen Mitteln greifen lässt. Dazu will ich euch mal was zeigen:
"Hasan sieht anders aus: dunkle Augen, dunkle Haut
und tut sich wichtig.

Deshalb mag Fritzchen den Hasan nicht und sagt:
"Ausländer raus!"

Sophie mag Hasans dunkle Augen und mag auch
seine Haut. Sophie findet Hasan wichtig.
Und Hasan ist ihr Freund.

Im Haus nebenan wohnt Thomas. Ein blöder Typ.
Fritzchen hat große Angst vor dem, aber
Fritzchen sagt nicht: "Thomas raus!"

Wie kommt es, dass Fritzchen sagt: "Ausländer raus!" ???
Fritzchen hat es mal gehört. Es war nicht seine Idee."


Das ist finde ich das Problem. Einfach hören und weiterleiten. Und was man dagegen unternehmen kann... das weiß ich selber nicht.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Nirak am Do 23 Apr 2009, 12:31

wen es interessiert: es gibt ein sehr gutes Buch zu dem Thema, von Günther Walraff:
Günter Walraff:Ganz unten

Zugegeben, das Buch ist schon ziemlich alt (so ca 30 Jahre), aber ich finde es nach wie vor erschreckend aktuell.
Inhalt:(Amazon.de)
Dunkle Kontaktlinsen, ein schwarzes Haarteil und gebrochenes Deutsch reichen aus, um das Ausmaß der beruflichen und gesellschaftlichen Diskriminierung zu erfahren, die Millionen sogenannter Ausländer täglich widerfährt. Zwei Jahre lang (von 1983 bis 1985) war Günter Wallraff Ali Levent, ein Türke, der kein Türkisch spricht. In seiner Odyssee durch die Arbeitswelt fängt er zu sieben Mark die Stunde in einem Reitstall bei Köln als "Drecksarbeiter" an, wird bald des Diebstahls bezichtigt und kündigt wegen der andauernden Repressalien. Auf einem Bauernhof wird er wie ein Nutztier gehalten, darf nicht in die Stadt, um den Hof nicht in Verruf zu bringen. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, nimmt er jede Arbeit an. Er besucht Kneipen -- wo ihm Haß und Ablehnung entgegenschlagen -- und den politischen Aschermittwoch der CSU: Als Türke Ali Levent wird er von den "gemütlichen" Bayern zwar nicht zum Bier eingeladen ("Geh, schleich dich, aber hurtig!" -- "Wißt ihr net, wo ihr hiegehört?"), als angeblicher Vertreter des türkischen Faschisten-Chefs Türkes ("Tod allen dreckigen Juden, kommunistischen Hurensöhnen und griechischen Hunden!") bekommt er jedoch von Franz-Josef Strauß persönlich einen unterschriebenen Bildband ("Für Ali mit herzlichem Gruß"). Man muß eben unterscheiden zwischen erwünschten und unerwünschten Ausländern, wie es ein CSU-Politiker kürzlich formulierte.
Bei einem Fußball-Länderspiel verleugnet Wallraff alias Levent seine Scheinexistenz, da er sonst um sein Leben fürchten muß -- Neonazis grölen "Sieg heil", "Deutschland den Deutschen", "Türken raus" und werfen "Ali" Zigaretten ins Haar und gießen ihm Bier über den Kopf, obwohl der plötzlich Hochdeutsch spricht und nur noch die deutsche Mannschaft anfeuert. Als Bulettenbrater bei McDonald's sieht er zu, wie mit Toilettenputzlappen die Tische gewischt werden bzw. mit dem Grillschaber ein Klo gereinigt wird. Als Illegaler auf der Baustelle arbeitet er zehn Stunden am Tag unter ständigen Diskriminierungen und Ausgrenzungen und miserablen Arbeitsbedingungen. Er bemüht sich als bekehrungswilliger Moslem um die katholische Taufe, doch nur ein Priester in einer abschüssig gelegenen armseligen Dorfkirche gibt ihm den Segen -- unter Scheinargumenten versuchen die übrigen Pfarrer, ihn desto heftiger abzuwimmeln, je höher sie in der kirchlichen Hierarchie stehen. Beim Arzneimittelversuch stellt "Ali" am eigenen Leib fest, daß Marktzwänge auch Menschenversuche möglich machen.

Und seine schlimmsten und ausführlichsten Erfahrungen sammelt Wallraff als Lohnsklave, als Leiharbeiter bei Thyssen, vermittelt durch eine dubiose Vermieterfirma, die den Großteil seines Lohns einsackt und ihn unter erbärmlichen Bedingungen tage- und nächtelang schuften läßt. Die Schichten seiner Kollegen dauern bis zu 72 Stunden lang -- ohne Schlaf. Seine Gesundheit leidet aufgrund des ständig eingeatmeten Drecks, und er sieht sich gezwungen, mit einer List zum Chauffeur des Chefs der Leiharbeiterfirma aufzusteigen, wo er den Alltag eines modernen Sklaventreibers aus erster Hand beobachten kann.

Ganz unten ist erschütternd, es ist bewegend und sehr aufschlußreich. Spannend und provokant schildert Wallraff Praktiken, die normal und gängig waren und es teilweise heute noch sind, beschreibt eine Gesellschaft, in der die Diskriminierung in Wirtschaft, Medien und Politik fast schon institutionalisiert ist. Wer sich abseits einer Medienberichterstattung, die zumindest teilweise mit Fug und Recht als tendenziös bezeichnet werden kann, über die tatsächliche Arbeits- und Lebenswelt "ganz unten" informieren will, der muß dieses Buch gelesen haben
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Fr 24 Apr 2009, 22:41

Ich glaube das Buch würde mir gefallen.
Vielleicht ist das jetzt nicht direkt was für mein Alter, aber solche Sachen interessieren mich wirklich.
Danke für den Tipp

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Fr 05 Jun 2009, 13:32

nunja, ich bin seit fast fünf jahren mit einem afro-deutschen mann zusammen. jeder der worte wie "neger" oder "nigger" benutzt bekommt sofort ärger von mir...und ich muss mich dann rechtfertigen, wieso ich gegen diese art von diskriminierung bin, da es nichts anderes ist. kommentare wie "...aber ich habe es gelernt, negerkuss zu sagen...das ändere ich nicht wegen einen paar schwarzen" , höre ich dementsprechend ständig. die leute in meinem umfeld haben sich natürlich angewöhnt, in meiner umgebung vorsichtig zu sein, weil diese diskussionen nicht nur mich nerven. und dann werde ich auch noch gefragt, ob mein freund nicht anders riecht und stärker schwitzt, was natürlich totaler unsinn ist...er ist immerhin ein verzüchteter halb afro-amerikaner, dessen afrikanische gene weit zurück liegen. aber abgesehen von diesen bemerkungen, musste ich es leider zu oft mitbekommen, wie mein freud diskriminiert wird, nicht nur wegen seiner hautfarbe, sondern auch dass er mit einer blonden, blauäugigen deutschen liiert ist, was ja an rassenschande grenzt. ebenso war er in der vergangenheit oft prügelattacken ausgesetzt,2 mal saß ich weinend im krankenhaus, weil in seiner heimat rassismus scheinbar tagtäglich ist. gar nicht mal von direkten rechtsradikalen, sondern von weißen, die sich ärgerten, dass ein afrodeutscher derartig intelligent sein kann, wie er. und wenn man das alles weglässt, und auch vergisst, dass natürlich er bei einem piepalarm im kaufhaus durchsucht wird, und die echten diebe nicht, dann bin ich ebenfalls rassismus ausgesetzt- und zwar von afrodeutschen.
ihr müsst nämlich wissen, dass afrodeutsche männer afrodeutschen frauen vorbehalten sind. ich habe mit einem solchen mann nicht zusammen zu sein! und dann höre ich auch noch hip hop, und habe seit jahren eine tiefe verbundenheit zu dieser kultur, etliche bücher über die afroamerikanische, afrodeutsche (noah sow hab ich schon bestellt...) und afrikanische kultur gelesen, nur weil ich kein mensch bin der halbe dinge macht, und diese musik so weit fühlen wollte, wie man es eben nur kann. und dann trage ich nunmehr seit 6 jahren diesen hip hop stil(nunja, keine baggys oder ähnliches...)...bzw. diese hip hop marken, einfach weil es zu einem teil von mir geworden ist...ein fester bestandteil. und dann fliege ich nach new york, urlaub...und komme wieder, und was höre ich von einer afrodeutschen mitschülerin???
"Sie versucht schwarz zu sein, sie möchte gerne schwarz sein. Sie macht sich an schwarze Männer ran, dabei hat sie kein recht darauf. Und wieso trägt sie diese Kleidung, hört diese Musik? Und warum fliegt sie nach New York, WAS BITTE HAT EINE WEISSE IN NEW YORK ZU SUCHEN???" Very Happy

...und dann frage ich mich wirklich, warum mache ich das? warum habe ich scheinbar die ganzen letzten jahre vergeudet? warum kenne ich die kultur und die ursprünge vielleicht besser als die meisten afrodeutschen...warum gehe ich bei jeder rassistischen äußerung gleich an die wand? wenn ich das ja sowieso nicht darf, weil ich kein recht darauf habe.

nunja, ich bin gegen rassismus, aber ich bin ebenso gegen rassismus von minderheiten. es ist nicht nur ein problem von afrodeutschen, dass sie ihr nunja...nicht zugehörigkeitsgefühl für deutschland derartig äußern, sondern ebenso ein problem von den meisten migrationsgruppen. und da merkt man, dass unsere integrationspolitik versagt. ich war nunmal zwei wochen in amerika, und auch wenn dort längst nicht alles rosig ist, leben die unterschiedlichen volksgruppen doch ein wenig harmonischer zusammen.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  Gast am Mo 10 Aug 2009, 17:26

Am schlimmsten finde ich (Wie ich ja zugeben muss...) bei Ausländerfeindlichkeit die Jugend. Hart, aber wahr. Am schlimmsten sind diejenigen, die sich zu einer ausländerfeindlichen Gruppe zählen, aber eigentlich gar keine ahnung haben. Eine ehemalige Freundin von mir beispielsweise:
Ihr Nachname allein zeugt schon davon, dass sie nicht aus Deutschland kommt. Ich glaub, sie hat slovenische Vorfahren. Großeltern oder so. Jedenfalls hat sie nie irgendwelche Anzeichen von Ausländerfeindlichkeit gezeigt. Bis wir ungefähr 15 waren (Zu dem Zeitpunkt war ich nicht mehr so gut mit ihr befreundet, weil sie sich in eine sehr *räusper* assoziale Richtung entwickelt hat) Jedenfalls hat sie dann Zeit mit ihrem Halbbruder verbracht, den sie seid 5 oder 6 Jahren nicht gesehen hatte. ER gehörte einer solchen Gruppe an und sie fand seine rebellische Art toll (Sie hat ja auch schon Ansätze gezeigt: Pubertät Zickerei... etc xD) Jedenfalls sagte sie mir eines schönen Tages, sie gehöre auch zu dieser ausländerfeindlichen Gruppe. Ich war total geschockt. Aber ich glaube, sie war sich nicht mal richtig bewusst, was sie da sagte. Jedenfalls erzählte sie mir ein von "Die müssen hier raus"... Naja... Ich glaub, das war so ungefähr das letzte Mal, dass ich mich mit ihr getroffen hab... Ich hab wohl gehört, dass sie wegen Drogen dann auch in der geschlossenen Anstalt war und andere Geschichten. Aber um ehrlich zu sein hat mich das nicht mehr so recht erschrecken können... Außerdem hatte sie auch später einen türkischen Freund, was dann wohl heißt, sie hat die Ausländerfeindlichkeit abgelegt. Man muss allerdings sagen, dass sie keine leichte Kindheit gehabt hat. Aber solche Leute meine ich. Leute, die selbst nicht Deutsche sind und dann meinen, deutschland müsse gesäubert werden... ÄTZEND!
Andererseits finde ich es hart, wie Deutschland teilweise gesehen wird. Insbesondere von den USA (Nicht dem Land sondern einigen Amerikanern...) Bei youtube hab ich letztens die Nationalhymne gehört und darunter war eine heftige Diskussion ausgebrochen... Auf Englisch wurden die deutschen übel beschimpft. Wir wären alle NAZIs etc... Das finde ich aber alles andere als ok. Vor allem, wo es in den USA auch NAZIs gibt...


Ich persönlich finde, man kann "Ausländer" nicht verallgemeinern. Einerseits kenne ich sehr viele Ausländer, die superlieb und nett sind (Meine beste Freundin kommt aus Israel) aber andererseits finde ich manche schon echt dreist. Vor allem Türken. (Was nicht an der Nationalität oder so liegt. In der Türkei sind mir die Türken sogar sehr sehr sehr positiv aufgefallen. Viel freundlicher als die Deutschen.) Mich regt es nur auf, wenn man in den Schulen islamischen Religionsunterricht verlangt (Mit Betonung auf verlangt!) Das ist doch echt nicht richtig. Ich meine, hier leben auch Menschen mit anderer Religionsangehörigkeit und die verlangen auch keinen eigenen Reliunterricht oder? Außerdem finde ich es echt nicht ok, wenn man sich in meinem Beisein auf Türkisch unterhält. Ich bin mit mehreren Türkinnen befreundet, kann aber nicht mit mehreren gleichzeitig zusammensein, weil die nämlich sonst anfangen auf Türkisch zu labern. Ähm hallo? Das finde ich respektlos. Ich weiß, das ist ihre Muttersprache und alles, aber zumindest, wenn ich dabei bin, könnte man doch bitte Deutsch sprechen.

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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  bella75 am So 23 Aug 2009, 01:37

Hallo

Ein sehr interessantes Thema. Ich bin selber ausländischer Herkunft. Meine Eltern kamen mal als "Gastarbeiter" hier her. Ich lebe gerne in Deutschland, hatte noch nie probleme mit solchen sachen, das liegt aber auch daran, das ich nicht wie eine "Ausländerin " aussehe. Ich arbeite im Verkauf und dort habe ich mit vielen Menschen zutun, leider muß ich sagen , das viele immer noch auf diesen Trip sind über nichtdeutsche herzuziehen. Ich habe da z.B. einmal miterlebt, wie ein pärchen in die Bäckerrei kam und sie kein deutsch sprachen, ich habe versucht zu verstehen was sie wollten, hatte auch geklappt irgendwie. Hinter denen stand eine ältere Dame, sie wartete bis die raus gingen, drehte sich um und sagte zu mir: Wenn Hitler noch da wäre, hätten wir diese ganzen sch...ausländer garnicht hier und uns würde es besser gehen, was meinen sie ? Fragte sie mich und ich war im ersten Moment erstmal sprachlos und sagte dann: Tja, Fr......, sie kommen jetzt soviele Jahre zu mir und wissen nicht das ich auch so eine sch.. ausländerin bin??

Leider, leider hängt Deutschland noch der 2. Weltkrieg im Rücken.............
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Re: Rassismus in Deutschland

Beitrag  fivestars am Mo 30 Aug 2010, 00:25

Rassismus....bäähhhh!!!!
Ich hab mich jetzt auch einmal durch diesen Thread gewühlt.
Ich hasse Rassismus. Ich hasse es wenn Leute anhand ihres
Aussehens und ihrer Herkunft verurteilt werden. Ich mein jeder
der andere Leute so behandelt will doch bestimmt nich so behandelt
werden. Ich meine wenn du Urlaub in anderen Ländern machst, dann
bist du in dem moment auch "Ausländer" aber keiner Sagt etwas. Ich finde
sowas einfach schrecklich. Ich meine jeder Mensch ist doch gleich.
Da gibt es doch keinen Unterschied. Das Aussehen macht doch keinen
Charakter aus. Es ist wirklich unbeschreiblich. Und wie bella75 sagt:
Deutschland hat immer noch den 2. Weltkrieg an sich hängen.
ich verabscheue Hitler und all die Menschen die sich auf seine
Seite gestellt haben. Ahh ich könnte immer wieder ausrasten wenn
ich im geschichtsunterricht höre, was dieser Dreckskerl alles gemacht
hat.
Mein Vater kommt aus Schottland. Ich bin also halbe Schottin.
bin jedoch in Deutschland geboren und mein Vater lebt dort, seit
er 18 ist. Er ist schon voll und ganz Deutscher. Und er hatte wirklich
Glück, dass er später nach Deutschland gekommen ist, wo das alles
nicht mehr soo krass war. Obwohl es jetzt immer noch seehr krass ist.
Ich meine schaut euch den Film " American History X" an (ich glaub
der heißt so Very Happy) Ich finde den Film einfach nur...schrecklich.
Es ist ein verdammt guter Film aber der inhalt des Filmes hat mich
wirklich verstört. Sowas ist absolut...Scheiße.
Wirklich. Ich fände es einfach toll, wenn Menschen Tür an Tür leben
könnten ohne sich selbst zu bekriegen nur weil sie verschiedene
abstammungen haben. Sowas ist assozial und gehört ein für alle Male
verboten ( leider wird das aber nie geschehen -.-)

Ich hoffe ihr versteht was darin geschrieben ist =)
ICh bin rgad zu faul zum übersetzen =)))
A white woman, about 51 years old, was seated next to a black man on an airplane. Obviously disturbed by this, she called the air hostess. “Madam, what is the matter?” the hostess asked. “You obviously do not see it,” she responded. “You placed me next to a black man. I do not agree to sit next to someone from such a repugnant group. Give me an alternative seat.” “Be calm please,” the hostess replied. “Almost all the places on this flight are taken. I will go to see if another place is available.” The Hostess went away and then came back a few minutes later. “Mam, I spoke to the captain and he informed me that there is also no seat in the business class. All the same, we still have one place in the first class.” Before the woman could say anything, the hostess continued, “It is not usual for our company to permit someone from the economy class to sit in the first class. However, given the circumstances, the captain feels that it would be scandalous to make someone sit next to someone so disgusting.” The hostess turned to the black man and said “Therefore, Sir, if you would like to, please collect your hand luggage, a seat awaits you in first class.” At that moment, the other passengers who were shocked by what they had just witnessed stood up and applauded.
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Re: Rassismus in Deutschland

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